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Freitag, 7. September 2012

Fisch am Freitag - von unterwegs mitgebracht

Ich habe knapp 2 Wochen Anfang August in der wunderbaren Landschaft des Allgäus und der angrenzenden Berge Oberbayerns und Tirols verbracht. Dort hatte ich viel Kontakt mit Wasser in Form von Seen, Bächen, einer Klamm und einer Menge Regen. Vorzugsweise ergoss sich der Regen dann, wenn ich noch ein paar Stunden von meinem kleinen, grünen Zuhause entfernt war.

Wasser ist etwas faszinierendes: Sein Farbspiel, sein Klang, seine Gewalt... alles das durfte ich in meinem Urlaub erleben. Besonders beeindruckt hat mich ein Besuch in der Breitachklamm, die auf dem Weg ins österreichische Kleinwalsertal in der Nähe von Oberstdorf liegt.

Breitachklamm
Eine Klamm ist eine tief eingeschnittene, enge Schlucht, durch die sich ein Wildbach zwängt. Die Breitachklamm ist im unteren Teil lieblich, der Wildbach zahm. Angenehme Kühle schlägt dem Wanderer entgegen. Grün ist es, das Moos auf den Steinen, die verschiedenen Gewächse am Ufer, der Wald.

Je weiter man geht, desto enger wird es, das Tal wird zur Schlucht. Bemooste Steine liegen neben Treibholzstämmen, Wasser läuft über Gesteinsformationen, das Plätschern wird langsam zum rauschen. Der Weg wird steiler, die ersten Geländer am Rand tauchen auf, ab und zu muss man den Kopf einziehen, um ihn nicht an den überhängenden Felsen zu stoßen.

Breitachklamm von oben
Das Rauschen wird langsam zum einem Brausen, die Schlucht zur Klamm.

An einer Stelle musste ich mich etwas festhalten, da der Weg steiler wurde und ich in meinen Stiefeln nicht so besonders geländegängig bin.

Unter mir schäumte und brauste das Wasser, schlug an die Felsen. Die Kraft des Wassers, die den Stein bearbeitet, konnte man 15 m weiter oben noch im Metallgeländer spüren. Die Gewalt des Wassers ist schier unermesslich. Durch einen Felssturz am 23. September 1995 wurden 300.000 m³ Wasser (etwa 30 m hoch) gestaut, die sich dann ein halbes Jahr später ihren Weg bahnten und die Klamm vollständig verwüsteten.

Ich finde, dass Wasser die unbarmherzigste Naturgewalt ist, die es auf diesem Planeten gibt. 
Und wie hart Wasser sein kann, könnt ihr selbst ausprobieren.
Haltet mal im Regen die Hand aus dem Autofenster, wenn ihr schnell fahrt, das tut ganz schön weh!

Seeungeheuer aus Wangen im Allgäu
Die ersten Lüftlmalereien grüßten mich schon in Wangen im Allgäu, darunter dieser dicke Fisch. Lüftlmalerei ist eine bestimmte Art der Fassenmalerei. Man findet sie vor allem in Oberbayern, dem Allgäu und auch in Tirol. An der Grenze zur Schweiz habe ich im Schwarzwald auch einige entdeckt, die sich im Stil jedoch von den bayerischen unterscheiden. Ich glaube, es handelt sich hier um eine Darstellung von Jona und dem Wal... Der Fisch wäre dann zwar kein Fisch, aber... naja... vielleicht ist es auch nur die einäugige Schlange...

Füssen im Allgäu
In der Nähe meines 2. Campingplatzes am Forggensee befinden sich mehrere Orte. Neben den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau kann man die Lechstadt Füssen besuchen.

Nach dem Zeltaufbau musste ich einkaufen und fuhr in das 4 km entfernte Füssen. Der sprichwörtliche weiß-blaue bayerische Himmel war dem Nieselregen gewichen. Die Stadt war voll, ein Jazzfestival mit kostenlosen (und guten!) Straßenkonzerten und schöne Cafés lockten.
Diesen prachtvollen goldenen Hecht (diesmal stand dran, was es ist) habe ich dann bei meinem Bummel durch Füssen entdeckt.
Das war ein interessanter Urlaub, allerdings hätte das Wasser von oben etwas weniger sein können.



Mehr Fisch gibt es wie jeden Freitag bei Andiva.

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel.

P.S: Den kompletten Urlaubsbericht mit mehr Fotos findet ihr auf meinem Motorrad-Blog.




Kommentare:

  1. Also Ihnen sollte man mal einen Reise- Berichts- Job zukommen lassen.
    Dann reisen Sie für mit ohne Reisekosten durch alle schönen Flecken unseres feinen Landes, kommen nach ein bis zwei Wochen wieder, berichten ganz unkompliziert in Blogform darüber, bekommen jedes Mal einen Batzen Geld und wieder ein bis zwei Wochen Zeit fürs Bastelmuddi- Leben, und dann gehts wieder los.
    Natürlich sind Sie dann auch voll versichert, bekommen alle Spesen im Voraus bezahlt und haben 6 Wochen Urlaub im Jahr!
    Wenn Sie wollen, dann tanze ich beim nächsten Vollmond dafür ummen Dornbusch!!!
    PS: Schliiiebe Ihre Reiseberichte!

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    1. Frolln Ölfe, den Arbeitgeber suche ich noch :-D

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  2. Ich liebe deine Art der Beschreibungen, so kurzweilig!

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  3. Atemberaubende Breitachklamm kennisch,
    schliebe das Allgäu,
    SIE... mit den tollen Reiseberichten,
    und Fisch sowieso ;-))) *♥freu*

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