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Montag, 30. November 2020

MONATSIMPRESSIONEN / November 2020

 Hier zeigen wir euch immer am letzten Tag des Monats unsere Monatsimpressionen.



❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤KALLEJASPER

Licht. Licht im November in Island ist Mangelware. Heute geht die Sonne um 11 Uhr auf und um 15.37 Uhr unter.
Das ist wenig.

In Island haben die Häuser riesige Fenster um das Licht hinein zu lassen. Auch wird jetzt in der Vorweihnachtszeit besonders gern alles beleuchtet und es gibt noch Lebertran, jeden Morgen.

Das mit dem Lebertran mache ich auch, auch kleine Lichterketten habe ich verteilt und ich versuche immer in der kurzen Zeit draussen zu sein, eine Pause zu machen und mich ins Licht zu stellen.


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Aber die Natur gibt sich auch besonders viel Mühe. Meist ist der Himmel pastellfarben, dann wieder glüht er rot oder leuchtet bebändert grün. Über die rosa Berge, wo bekanntlich die starken Männer wohnen, muss ich schon wild kichern.



Euch eine lichtvolle Zeit, eure Kalle

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ANGELNETTE




Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten...


(Rainer Maria Rilke)



Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)





Achtet GUT auf EUCH,

 in diesen Corona - Zeiten,

bleibt GESUND !!!


#wirbleibenzuhause 


Wünsche EUCH... eine besinnliche ADVENTSzeit im Dezember ... in LIEBE,

fühlt Euch - feste - umarmt

von An(gel)nette    *knuddel*



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CHERRY BOMB / KIRSCHBLÜTEN-TSUNAMI

In diesem Monat hatte ich das Bedürfnis, an Wasserstellen, die ich schon kannte, zurück zu kehren um neue Eindrücke in mich aufzusaugen... Da sind diese Impressionen entstanden:

Wuhletal / Berlin

Schlachtensee / Berlin

Mehr Impressionen sind auf meinem Blog Kirschenzeit zu sehen.

Es winkt Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami


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SCHNURPEL

Der November hatte hier dieses Jahr so gar nichts sprichwörtlich novemberliches, also kaum Schmuddelwetter und oft sogar
frühlingshafte Temperaturen.  Und da das Theater sich im zweiten Lockdown befindet und wir nicht spielen (aber wenigstens im Musentempel
so für uns im Geheimen weiterarbeiten) dürfen, blieb viel freie Zeit für kleine Fototouren in der Umgebung.
Ich schau den Zugvögeln hinterher und wünsche ihnen, daß sie ihre weite Reise und vor allem die Vogelgrippe gut überstehen.
 

 
Meine kleinen und großen gefiederten Freunde hier bleiben brav vor Ort und lassen sich manchmal sogar ablichten.
 



 
Ein Tier ohne Federn war eines Tages auch mit von der Partie.
 


 
Nun ist die Zeit der schönen Herbstfarben leider vorbei, der Dezember steht vor der Tür und bringt uns eine Weihnachtszeit, wie wir sie alle
wohl noch nicht erlebt haben. Aber das hat auch sein Gutes; es wird stiller, gemächlicher und gedankenvoller zugehen in diesem Advent 2020.
Und das kommt dem letzten Monat des Jahres bestimmt näher als das übliche Prozedere mit Rummelmusik und  proppevollen Einkaufsstraßen.
 
Bleibt gesund! und macht euch einen schönen Dezember
 
wünscht eure Frau Schnurpel
 




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FRAU ZUSE

November in gedrückter Stimmung. Aber trotzdem viel Draußen-Zeit. 
Als absolutes November-Highlight: die Laufchallenge vom Team Leistungsdiagnostik: 3 Laufrouten durch Freiburg als eine Art Schnitzeljagd - nur ohne Schnitzel. Unterwegs mussten Fragen gelöst werden die dann ein Lösungswort ergeben und damit erhielt man die nächste Route + Aufgaben.


Ich wünsche euch allen eine ruhige und gesunde Adventszeit.

Liebe Grüße
Claudi


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Dienstag, 30. April 2019

Monatsimpressionen #55: April 2019

Hier zeigen wir euch immer am letzten Tag des Monats unsere Monatsimpressionen.



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Der April begann mächtig: Freiburg Marathon. Wir, dass sind 7 Arbeitskollegen und ich, haben und zur Staffel angemeldet. 7km – 14km – 7km – 14km. Als die Idee im letzten Jahr heranreifte waren alle begeistert… - und wollten die 7km laufen, na super. In einem leichten Anfall von geistiger Umnachtung und totaler Selbstüberschätzung habe ich dann gesagt: ich mach die 14km. Der Hintergedanke war: den inneren Schweinehund von der Notwendigkeit überzeugen, dass man auch im Winter raus muss zum Laufen. Naja, hat irgendwie nur bedingt funktioniert.

Aber dann war der Tag da: nach 30 Jahren Nikotin und rund 20 Jahren mehr oder weniger Sportabstinenz: es ist Sonntag und ich werde 14km rennen – und überleben.

Im strömenden Regen zu-m Wechselpunkt am Stadtgarten (ja…REGEN) – dort angekommen hört es auf zu regnen. Das erspart meinem Kollegen, dass er die komplette Strecke mit dem Regenschirm neben mir herrennen muss, naja…er war da eh nicht so begeistert von.

Nach ein paar hundert Metern merke ich schon: ich bin viel zu schnell – ein Blick auf die Pulsuhr – Ich Depp sollte das Teil vielleicht auch einschalten…. Ich stelle die Uhr ein und schalte einen Gang runter.

Karthäuser Straße hoch – Dreisam wieder runter  - ich fühle mich wohl, es gibt überall etwas zu sehen, zu hören – es wird nicht langweilig – und schwuppdiwupp ist auch schon die Hälfte der Strecke vorbei.

Dann durch die Innenstadt – an vielen Stellen gibt es Livemusik, viele Zuschauer die einen Anfeuern,  die Anstrengung merke ich fast gar nicht. Die ganze Situation ist irgendwie irreal.

Stühlinger – Beurbarung – ich bekomme einen moralischen Anfall…tiefe Dankbarkeit meinem Körper gegenüber der das Mitmacht, stolz und Dankbarkeit vom Nikotin weg gekommen zu sein und jetzt so etwas machen zu können. Die Band am Straßenrand spielt Lokomotive Breath von Jethro Tull – ich muss laut lachen – haben die mich kommen hören?

Noch ein paar Straßen – links rechts links – die Messehalle kommt in Sicht. Staffel rechts abbiegen. Ich übergebe die Startnummer mit Chip an den 2ten 7km Kollegen und bin erst mal fertig – und froh – und kaputt und erleichtert – 1h37min – schneller als ich mir selbst zugetraut habe – ich bin Zufrieden. Duschen – umziehen – warten. Wir laufen gemeinsam mit unserem Schlußläufer ins Ziel – schön wars.

Später sitzen wir noch beisammen – nächstes Jahr den Halbmarathon? OK. Ich bin dabei. Wenn jetzt 14 geht, dann geht in einem Jahr auch 21.


Leider endet der April mit Krankheit und Ungewissheit einer nahestehenden Person. Ich drücke alle Daumen, dass alles wieder gut wird.

Tschüß April – Hello Mai!

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FRAU LAHJA



April, April – macht was er will! Gesundheitlich ging es auf und ab und auch wettertechnisch machte mein April seinem Namen alle Ehre und zeigte sich sehr abwechslungsreich: es begann am ersten Sonntag mit einem Ausflug nach Bonn zur Kirschblüte mit fast frühsommerlichen Temperaturen. In den Osterferien wurde dann ein bisschen gewerkelt und alte selbstbemalte Ostereier aus Kindertagen wieder ausgegraben. Der Balkon wurde bepflanzt, die Gartenmöbel aus dem Keller nach oben geschleppt, das Osterwochenende saßen wir fast nur draußen. Und dann am letzten Samstag noch ein Schreckmoment: Sommerreifen machen eben doch noch keinen Sommer - auf einen regnerischen Vormittag folgte ein strahlend sonniger Nachmittag und schlagartig Hagel- und Sturmböen – die Natur hat eben doch noch das Zepter in der Hand und das ist auch gut so. Insgesamt war es ein sehr schöner April.




Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Mai, lasst es euch gut gehen und schafft euch immer wieder ein paar persönliche Glücksmomente!
Die olle Frau Lahja


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Sonntag, 31. März 2019

Monatsimpressionen #54: März 2019

Hier zeigen wir euch immer am letzten Tag des Monats unsere Monatsimpressionen.


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ANGELNETTE

AN(GEL)NETTEs  -  IMPRESSIONEN -

✿ ☞.eine TÜTE BUNTES ☜ ✿ 

im FRÜHLINGSMONAT MÄRZ 2019... bitteeschööön 


Will dir den Frühling zeigen 
Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.
Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten –
dürfen ihn einmal sehn.
Rainer Maria Rilke


 Damit wünsche ich EUCH, 
herrliche FRÜHLINGS - Naturerlebnisse
... weiterhin... im April, mit dem Gefühl "Eins zu sein" mit der Schöpfung!

Alles LIEBE,
 fühlt EUCH umarmt

 von An(gel)nette *knuddel*




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CHERRY BOMB / KIRSCHBLÜTEN-TSUNAMI

Im wunderschönen England war ich mal wieder und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche von den Bildern, die ich gemacht habe, ich euch zeigen soll.

Eine Reise wert ist aber auf jeden Fall der Skulpturenpark in Yorkshire mit wechselnden Ausstellungen. Als ich dort war, fand ich u.A. Werke von Ai WeiWei vor und für einen kurzen Moment fühlte ich mich wieder an die Spree in Berlin versetzt als eine kleinere Version des Molecule Man von Jonathan Borofsky vor meinen Augen auftauchte:




1. Jonathan Borofsky: Molecule Man 1+1+1
2. Dennis Oppenheim: Trees: From Alternative Landscape Components
3. Giuseppe Penone: A Tree in the Wood
4. Ai Weiwei: Circle of Animals / Zodiac Heads
5. Rotkehlchen: Lebendobjekt in der Vogelbeobachtungsstation :-)
6. Sophie Ryder: Sitting

Mehr Impressionen sind auf meinem Blog Kirschenzeit zu sehen.

Es winkt Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami


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SCHNURPEL

Der März war hier durchgehend pfuibäh, was das Wetter betraf: grau, Sturm, Regen und kalt vom Feinsten.
Während meiner freien Woche auf dem Land hatte ich ein bisschen Glück, es gab sogar ein paar Stunden mit
Sonne (und ohne Regentropfen auf der Linse).
Ansonsten aber hatte ich ein tiefes Bedürfnis nach Winterschlaf........aber mal muss er ja kommen,
der Frühling.






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FRAU ZUSE




Endlich wieder Sonne
Endlich wieder Draußen

Ich werde leider nie lernen, den Ärger aus der Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen - Blöd, aber ich kann souveräner damit umgehen.

...und nur noch 1 Woche bis zum Freiburg-Marathon … ich werde es sowas von bereuen...

eine gute Zeit wünscht euch

Zuse


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Montag, 28. Juli 2014

Herz am Montag Nr. 26: Freiburger Herzigkeiten

Gerade habe ich mir wieder einmal die Fotos vom Fredtreffen im Juni angesehen und mich mit Vergnügen an die netten Tage erinnert. Eigentlich ist fast jedes Foto ein Kandidat für ein Montagsherz, schließlich sind wir ja alle tolle Herzchen!

Aber ganz gegenständliche Herzen gab es natürlich auch:




Herzliche Wegweiser














ein altes flechtiges Baumherz,














und vier luftige Herzen, eins davon ein Schrumpelherz mit Ohren!




Schöne herzliche Woche wünscht Ulla vom FilzGarten Wir freuen uns über alle, die ihr Herz hier zeigen!


Freitag, 27. Juni 2014

Fredtreffen 2014 - Besamen im Schwarzwald

BEEESAMEEEE BEEESAMEEEE MUCHOOOOO....

öhm.. vielleicht sollte ich von vorne anfangen. Nicht ganz von vorne, denn die Geschichte unserer Fredtreffen ist schon so lang, dass sie locker einen Roman von Proust'schen Umfängen füllen könnte.

Freitag

Jedes Jahr versammelt sich ein Teil der beklöppelten Fred-Insassen an einem geheimen Ort zu einem konspirativen Treffen. Dieses Jahr hatte ich die Ehre, die Insassen zu beaufsichtigen und zu bespaßen. Am Tag zuvor nach ungeplanten Motorrad-Pannen mitten im Schwarzwald, hatte ich es nicht geschafft, alles vorzubereiten. Ich war gerade dabei, meine Wäsche abzunehmen und in den Korb zu werfen, als Frau Handwerkerin bereits schwungvoll um die Ecke gebrettert kam. Nach einer kurzen Wohnungsführung und dem Verstauen von diversen angeschleppten Vorräten kamen die nächsten Insassinnen - Frau Lahja, Frau Gildi und Frau Ölfe an.

Unter Lobgesängen trugen sie nun ihre Gastgeberin in einer güldenen Sänfte durch die Stadt und ...*seufz* So war es leider wieder nicht, auch wenn die güldene Sänfte nebst vier passenden nubischen Sänftenträgern (vorzugsweise Vierlinge) bereits seit gefühlten drölfhundert Jahren auf meinem Wunschzettel steht, muss ich leider immer noch selbst laufen. Und im Winter ohne Heiznubiere auskommen. Aber das nur nebenbei.

Gegen Abend wurde Frau Kirsche unter den ohrenbetäubenden Hymnengesängen von Frau Gildi, Frau Ölfe und mir ("BEEEEESAMEEEEEE BEEEEESAMEEEEE MUCHOOOOOO") vom Busbahnhof eingesammelt und von Frau Gildi aufgrund des feierlichen Anlasses der rote Teppich entrollt. Den wir dann prompt in der Bahnhofstiefgarage liegenließen, was vermutlich zu einer mittelgroßen Ehekrise im Hause Gildi geführt haben wird. Genaues ist nicht überliefert. Frau Gildi und Frau Ölfe mussten ihren fleischlichen Gelüsten folgen und holten sich noch Tierisches und Bautzner Senf für die Bestückung des Grills aus dem Supermarkt, nicht ohne ausführlich mit Mannsvolk aus dem Schwarzwald zu schäker. Inzwischen war auch Frau Gärtnerin dem Feierabendverkehr entronnen und gesellte sich zu uns.

Da die Meute nun versammelt war, wurde der Grill angeheizt und zur Freude der gesamten Nachbarschaft unter weiteren Lobgesängen ("BEEEEESAMEEEEEE BEEEEESAMEEEEE MUCHOOOOOO") mit leckerem Essen bestückt. Nach Apperitiv und drölfzig Eierlikörchen aus dem Schokobecher konnten wir gemeinsam am vegetarischen Besatz des Grills packen und uns gemeinschaftlich der Todsünde der Völlerei hingeben. Die Tierteile von Frau Gildi und Frau Ölfe waren ebenfalls rasch verzehrt. Danach kam noch eine Runde lange Würstchen auf den Grill, die in Kombinationmit dem vorhautzurückziehenden Bautzner Senf scheinbar großartig mundeten. Um Mitternacht wurde zur Einstimmung auf den nächsten Tag wieder in ein allgemeines BESAMEN eingestimmt, sich die vollgefressenen Bäuche gerieben und irgendwann zu fortgeschrittener Stunde an den entsprechenden Betten gepackt.

Intermezzo "SENI-SENI LADY, going through emotion, love is where you find it, listen to your heart!"

Frau Gildi zeigte uns am Tisch noch ein beeindruckendes Werk deutscher Werbekultur, welches sie auf der Toilette einer Autobahnraststätte fotografiert hatte. Es zeigt eine Dame (auch Seni-Lady genannt) in Sportkleidung, welche sich am Fuß spielt. Darunter steht der Satz "Ich bleib ich, trotz Blasenschwäche". Die entspannte Haltung und die Sportkleidung der Dame ließ uns mutmaßen, dass es sich um Werbung für Blasenpflaster handeln musste, was uns nahtlos zum nächsten Tag des Fred-Treffens führt.

Samstag

Am nächsten Morgen stieß Frau zuse zu uns. Diese Neu-Fredissima sollte am Abend nach Bestehen der üblichen Rituale wie Eierlikör im Schokobecher, Meditation vor der Problemkerze, Befindlichkeitsbestimmung, Synchronmenstruieren und einem fünfzehnminütigen wissenschaftlichen Vortrag ohne Hilfsmittel zum Thema "Der Unterschied zwischen blasen und pusten - Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie" offiziell in unseren Kreis aufgenommen werden.


Zuerst jedoch wurden die Geschichten aus dem Hotel Helene zum besten geben. Der charmante Besitzer hatte nämlich bereits alle im Hotel übernachtenden Fredissimas mit seinem eigenen Schwarzwälder Charme bezirzt. Mal ganz zu schweigen von den Lobeshymnen, die über die wolkenweichen Bettchen angestimmt wurden. Nach dem gemeinsamen Abhängen in meinem Hof trennten sich die Wege. Frau Gildi und Frau Ölfe zogen das Bauch-Beine-Po-Programm im Café Schöpflin der Schauinslandwanderung vor, die die restlichen Fred-Damen todesmutig in Angriff nahmen. 

Trotz Höhenangst bestiegen auch Frau Lahja und Frau zuse die Gondel der Schauinslandbahn, um den Gipfel schmerzfrei und gemütlich zu erklimmen. Nach eingehender Beratung im Tal war man übereingekommen, die Völlerei des letzten Abends durch einen sportlichen Abstieg ins Tal auszugleichen. Nach der zwanzigminütigen Fahrt dem Gipfel entgegen, erklommen vier von sechs Fredissimas den Schauinslandturm und bewunderten die Landschaft, leider mit nicht allzu toller Fernsicht. Danach ging es bergab. Genauer gesagt bergab zur Holzschlägermatte, wo eine Rast eingelegt , die müden Füße ausgeruht und der Sonnenbrand geleckt wurde. Während wir dann weiter von den luftigen Höhen des Schwarzwalds abstiegen, führten wir eine höchst philosophische Diskussion zum Thema "Blasen und Pusten. Gelegentlich auch Tuten und Blasen", sowie zur perfekten, gegenderten Form des Ampelmännchens.


Ihr seht, ohne unseren Beitrag zum Welt-Nivea wäre es schon vorbei mit dem Abendland!

Nach getanem Sportprogramm sammelten Frau Gildi, Frau Ölfe und ich unter erneuten Lobgesängen Frau Mörf am Busbahnhof ein. Danach ging's zur Pizzeria Pinocchio, wo eigenes für uns ein großer Tisch mit rot-weiß karierten Tischdecken aufgefahren worden war. Giovanni ließ sich angesichts so viel holder Weiblichkeit zu einem italienischen Ständchen hinreißen. Bevor Pizza und Ravioli serviert werden konnten, mussten sich die Fredissimas noch meine schwungvolle Rede anhören. Danach vergnügte man sich mit der Betrachtung und Interpretation der Kinderzeichnungen in der Menükarte. Besonderes Entzücken riefen die Bilder "Superheld Pinogjo" und die "Fliegenden Pimmelhasen" hervor. Frau Ölfe flirtete ungeniert mit dem männlichen Pizzeria-
Personal und Frau Gildi orderte noch einen Nachschlag. Danach ging es gestärkt zurück zur heimischen Tränke, wo dann neben Wein, alkoholfreiem Bier, Eierlikör, Cola und Wasser auch leckerster finnischer Moosbeerenlikör gereicht wurde. Zur Einstimmung auf eine gute Nacht wurden erneute Lobgesänge angestimmt, danach begab man sich zur Ruhe ins Hotel oder auf die in der Auberge Chez Meerkatz (komfortbefreite Zone) bereitgestellten Schlafgelegenheiten.

Sonntag

Frau Ölfe und Frau Gildi reisten neben Frau Handwerkerin nach einem tränenreichen Abschied und dem Anstimmen der traditionellen Fredhyme ("BEEEEESAMEEEEEE BEEEEESAMEEEEE MUCHOOOOOO") als erste ab. Mit tränenfeuchten Taschentüchern in der Hand fuhren die restlichen Fredissimas zwecks Besichtigung in die Freiburger Innenstadt. Nach einer Runde ums Münster ging es hoch auf den Kanonenplatz, wo man eine schöne Rundumsicht auf die Stadt und das Umland hat. Unser Weg führte weiter durch die Konviktstraße und dann ins Café Capri. Dort wurden zur Stärkung drei verschiedene Varianten vom Erdbeerbecher geordert (Bitte nur Vanille-Eis! Bitte ohne Sahne! Bitte ganz normal!) und sich von der Hitze und den anstrengenden wissenschaftlichen Diskursen der letzten Tag erholt. Frau Gärtnerin brachte die Hinterbliebenen noch zurück zur meiner Wohnung und trat dann den Heimweg nach Tirol an.

Ermattet fassten wir nun zu Dritt die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Tage zusammen, um sie in eine ansehnliche Powerpoint-Präsentation zu packen, um den Fortbestand des Abendlandes zu sichern. Nachdem Frau Mörf wieder den Weg ins heimatliche Stuttgart angetreten hatte, blieb nur noch Frau Kirsche übrig, die todesmutig den Nachtbus von Freiburg nach Berlin bestieg.

Epilog

Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dieses Jahr die Fred-Insassinnen bei mir verköstigen und versorgen zu dürfen. Nicht verschweigen möchte ich, dass Frau Kirsche zur Seni-Lady des Wochenendes gekürt wurde, da sie tatsächlich Blasenpflaster brauchte und Frau zuse das Aufnahmeritual erfolgreich bestanden hat. Wir haben dieses Jahr ausnahmsweise auf den Gang über die glühenden Kohlen verzichtet.

Geblasen wurde ebenfalls, nämlich Seifenblasen mit dem Hello-Kitty-Seifenblasen-Set für Fortgeschrittene. Frau Ölfe zeigte diese hohe Kunst in Kombination mit Rauch. Wir ernennen sie daher zur "Bläserette ehrenhalber".

Geblieben sind Erinnerungen an wunderbare Stunden, Lachmuskelkater, Krümel auf dem Teppich und eine mit Alkohol gefüllte Vorratskammer, die 500 russische Matrosen auf Landgang nicht an einem Tag bewältigen könnten.

Mädels: Ihr seid wunderbar! Ich liebe Euch. Vielleicht. Bis zum nächsten Mal.



Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Montag, 20. Februar 2012

Narri-Narro... s'isch Fasnetmendig

Ich lebe seit fast 20 Jahren im so ziemlich äußersten südwestlichen Zipfel der Republik, im schönen, warmen (meistens jedenfalls) Freiburg. Als ich aus Bayern hierher zog, wusste ich wenig über die hiesigen regionalen und lokalen Bräuche. Schwäbisch-Alemannische Fasnet hatte ich wohl schon einmal gehört, aber ich konnte mir nichts rechtes drunter vorstellen.

Fasching sind für mich pappnasentragende, trötende, gröhlende, schunkelnde, albern angezogene Menschen, die sich in den Tagen und Wochen zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch zu kollektiven Frohsinns- und Besäufnisveranstaltungen treffen.
Wo Fasching draufsteht, ist Fasching drin. Punkt.

Gut, ich muss zugeben, dass ich als Kind Fasching toll fand. Da ich Anfang Februar Geburstag habe, war jeder Kindergeburtstag eine Faschingsfeier, und verkleiden fand ich klasse! Jedes Jahr überlegte ich mir ein neues Kostüm, das ich tragen würde. Als ich klein war, nähte meine Mutter die Kostüme, später tat ich das dann selbst.

Ich erinnere mich, dass ich eines Donnerstags im Februar in der Straßenbahn zu einer Freundin fuhr. Wir wollten zusammen kochen. Die Straßenbahn war vollgestopft mit seltsamen Gestalten, die alle geschnitzte Masken unterm Arm trugen und ständig Sprüche wie "fresse, saufe, Fasnacht, isch was de Fikse Spaß macht" zum Besten gaben.

Freiburger Fasnetrufer
Befremdet stand ich eingekeilt zwischen diesen seltsamen Menschen und hoffte, dass sie bald aussteigen würden. Es war "Schmotzige Dunschdig" und diese Menschen waren unterwegs zu einer der zahllosen Veranstaltungen. Was sie da anhatten, war keine Verkleidung, sondern ein "Häs" (oder Blätzleshäs) und was sie unter dem Arm trugen, keine Masken, sondern "Larven". Diese Menschen gehörten nicht etwa einem Karnevalsverein an, sondern einer Narrenzunft.

...hoorig, hoorig isch die Katz..
Übrigens hat "Schmotzig" nichts mit Schmutz zu tun, sondern leitet sich ab von Schmalz/Fett. Die schmalzgebackenen Fasnetküchle oder Scherben sind echt lecker. Ein ehemaliger amerikanischer Kollege erntete sehr erstaunte Blicke, als er im Sommer in einer Bäckerei "Berliner" kaufen wollte. Die gibt`s nur zu Fasnet, das weiß doch jeder!

 Interessant sehen sie ja schon aus, dachte ich mir. Gehen wir doch mal zu dem Umzug am Fasnetmendig (Rosenmontag) und schauen uns das an.

In der Stadt waren allerlei Gestalten unterwegs... Hexen, Teufelsfiguren, Tiergestalten, Fratzen... manche mit Saublodere (Schweinsblasen) und Streckscheren bewaffnet, andere mit Besen... ein kleines bisschen unheimlich war das schon.

Und es hatte nichts, aber auch gar nichts mit Pappnasen zu tun! Und... was ist denn das? Keine "Ein Prosit der Gemütlichkeit..." oder "Mer lasse de Dom in Kölle..."-Gesänge, sondern schräge und vor allem laute Musik! Das Stück da kenn ich doch? Oder doch nicht? Gugge nennen sich die Musiker und ihre Musik heißt - logischerweise - Guggemusik. Jede und jeder kann so einer Truppe beitreten, es gilt ja in erster Linie laut zu sein. Die schrillen und verrückten Kostüme der Musiker sind ein schöner Kontrast zu den Kostümen der Zunftnarren.



Weißnarren
Die Figuren variieren von Region zu Region. Während man im alemannischen Teil Badens eher Fratzen, Hexen und Teufel findet, sieht man Richtung Baar Weißnarren in kunstvoll bemalten oder bestickten Leinengewändern, im Bodenseeraum und in Oberschwaben Blätzle-, Spättle- oder Flecklenarren, die anstelle von Holz- Stoffmasken vorm Gesicht tragen. Eine besondere Variation sind die Wilden Leute, wie der Hoorige Bär der Poppelezunft aus Singen, dessen Kostüm mit Stroh verziert ist.

Die Kleidung der Hexen lehnt sich meist an traditionelle Frauenkleidung an. Oft tragen Hexen- und Teufelsfiguren geflochtene Strohschuhe, die Schwarzwälder "Finken".

Das närrische Treiben ist straff durchorganisiert.
Man kann sich nicht einfach eine Maske in einem Laden kaufen, irgendein Häs anziehen und einfach losgehen, sondern man muss einer der zahlreichen Narrenzünfte angehören.

Jede Zunft hat ihr eigenes Häs und eine eigene Maske. Allein in Freiburg gibt es um die 35 Zünfte, die auf unterschiedlich lange Traditionen zurückblicken können. Die Masken und Häs sind handgeschnitzt bzw. handgefertigt und werden oft von Generation zu Generation weitervererbt.

Günterstaler Bohrer
Mitunter basieren die Figuren auf lokalen Sagen oder Begebenheiten. Die Günterstaler Bohrer mit ihren korkenzieherartigen Nasen spielen auf die Geschichte an, dass sich Günterstal in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zum Heilbad aufschwingen wollte. Am Hölderlebach wurden Quellen vermutet und es wurde gebohrt... Heilwasser indes wurde nicht gefunden, die Günterstaler warten noch heute drauf...

Gässlevieh St. Georgen
Die Schwäbisch-Alemannische Fasnet hat ihre Hochzeit - wie andernorts auch - vom Donnerstag der Faschingsvorwoche bis Rosenmontag bzw. Faschingsdienstag. In den Umlandgemeinden und auch in einigen Stadtteilen beginnt der "Schmotzige Dunschdig" mit den "Hemdglonki"-Umzügen. Die Hemdglonki (oder Hemdglunker) tragen weiße Nachthemden und Glocken (Schelle), mit denen sie meist rhythmisch klingeln.

Am Schmotzige Dunschdig wird das Freiburger Rathaus von Narren besetzt, auf dem Rathausplatz der Narrenbaum aufgestellt und überall sieht man auf einmal Hästräger, die kunstvoll geschnitzten Masken unterm Arm oder vor dem Gesicht, allein oder in Gruppen durch die Stadt ziehen.

Man merkt der Fasnet ihren heidnischen Ursprung an, der Winter wird mit Feuer und unheimlichem Treiben verjagt. Wer würde nicht vor einer Reisigbesen schwingenden Hexe davonlaufen?

Jeden Sonntag ("Schiibesundig") nach Fasnet findet auf dem Schönberg am südlichen Rand von Freiburg und auf vielen anderen Bergen das "Schiibeschlage" statt. Buchenscheiben werden im Feuer zum glühen gebracht und mit Stöcken den Berg heruntergeschlagen.

Besonders beeindruckend fand ich einen Besuch beim Umzug der Elzacher "Schuttig". Die Schuttig tragen rote Häs, einen Dreispitz, der mit Weinbergschneckenhäusern und roten "Bollen" verziert ist und die wunderschönen, handgeschnitzten Masken. Leider habe ich es noch nie geschafft, am Schmotzige Dunschdig nach Elzach zu fahren, denn dann findet ein Fakelumzug statt. Die Hauptstraße ist voller Schuttig, die im Takt des Schuttigmarsches springen und hüpfen. Sogar die Allerkleinsten im Kinderwagen stecken schon im Häs. Allen voran läuft die Kapelle (übrigens mit sehr kuriosen, schultütenartigen Hüten auf dem Kopf), gefolgt vom einzigen schwarzen Teufelsschuttig, der seine hüpfende Truppe anführt.

Man weiß ja, dass unter jeder Maske und in jedem Häs ein Mensch steckt, aber so eine Straße voller rotgewandeter, maskentragender "Wesen"... das ist unheimlich. Ach, und eins mit der Saublodere übergezogen zu kriegen, tut übrigens weh!

Wenn die Fasnet in der Nacht von Fasnetdienstag auf Aschermittwoch zuende geht, wird in vielen Städten die "Fasnet begraben". Der Narrenbaum wird "gefällt" und der Alltag kehrt ein. Am Aschermittwoch treffen man sich auf dem Rathausplatz zur Geldbeutelwäsche. Abschied von der Fasnet... bis zum nächsten Mal... 's goht wiedr dagege...

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel