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Samstag, 25. Februar 2012

Fredomino - heute: was verstecken

Wir starten mit diesem Beitrag eine neue Blog-Rubrik, das FREDOMINO.
Fast hätte ich FREDOMINA geschrieben, aber damit hat es nicht wirklich was zu tun. Vielleicht. Jedenfalls schmeiße ich heute den ersten Fredomino-Stein und ihr dürft gespannt sein, was als nächstes passiert.

Wenn man rausschaut, kann man sehen, dass die Tage länger werden, die Nächte kürzer, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern wie die Bekloppten und die Menschen benehmen sich komisch.
Also manche.
Die grinsen dann seltsam, wirken nicht ganz zurechnungsfähig und sind von rosa Nebel umgeben.

Die Pfauen spreizen ihre Federn (habt ihr schon mal gesehen, wie hässlich diese Viecher im Winter sind?), die Männer blicken an sich herab und stellen fest, dass es Zeit für das Fitness-Studio ist (adieu Winterspeck - hallo Frühlingsrolle!), bei den Frauen wandert der Ausschnitt tiefer und der Rocksaum höher.

Der Frühling ist da! Und was tut man im Frühling? Genau, die ganze Natur ist nur an der Vermehrungssache interessiert. Überall schwillt, sprießt und drängt es raus, nach oben, alles will größer werden. Ja. So ist das dann.

Übrigens gab es im 19. Jahrhundert die sogen. "Hysterieforschung", die sich damit beschäftigte, wodurch Frauen hysterisch werden. Eine Theorie besagte, dass die Gebärmutter der hysterischen Frau nach oben wandert, und dann mit guten Düften wieder nach unten gelockt werden müsse. Wenn ich mir manche Männer so ansehe... aber die haben ja bekanntlich keine Gebärmutter, muss also was anderes sein. Das wäre mal eine Aufgabe für die Wissenschaft. Also nicht, den Männern eine Gebärmutter zu verpassen, sondern das andere Thema.


Kondomversteck von klamottenlabel
Anyway, wo war ich? Ach ja, Frühling und der allgemeine Sturm und Drang draußen.
Und drinnen.
Ich mein, die Vermehrungssache machen Menschen ja in der Regel nicht öffentlich.

Und wenn man sich NICHT vermehren möchte, was tut man dann?

Genau, Mann bedient sich einer Gummivorrichtung, die bei Bedarf... aber das muss ich nicht erklären, oder?
Der verantwortungsbewusste Mensch hat solche Dinger in seiner Hand- oder Hosentasche, wo sie schon gerne mal zu den unpassendsten Gelegenheiten rauskullern können.
Was liegt näher, als das Ganze dezent zu verpacken? Gut, in  der entsprechenden Situation könnte so ein Täschchen auch geplant herauspurzeln, und dann...

Jetzt hab ich aber genug Schweinkram geschrieben für heute, auch wenn mir zu diesem Thema noch mehr einfallen würde, aber hier lesen ja Kinders mit.

Deshalb: wer schmeißt den nächsten Stein aus dem Glashaus (oder von anderswo)?

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel

P. S.: An den Ergebnissen der nächsten Runden habe ich keine Schuld...

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Dirty Donnerstag - Einem popkulturhistorischen Phänomen auf der Spur

Niemand weiß genau, wer seine Eltern waren.
Niemand weiß genau, woher er kam.
Niemand weiß genau, warum er enstand.

Niemand weiß genau, wann er gehäkelt wurde.
Niemand weiß genau, wer ihn gehäkelt hat und mit welcher Nadelstärke.
Niemand weiß genau, ob die Wolle kratzig war, ob sie vom Schaf stammte, von Kuh, Hund oder Katze.

Und niemand weiß genau, weshalb er eine Legende wurde:

DER ROTE HÄKELSCHLÜPPI!

Roter Schlüppi von Filzgarten (!!!)
Liebe Leserinnen und Leser, begleiten Sie mich auf einem kleinen Exkurs in die westliche Popkultur und betrachten Sie mit mir einige Zitate und Phänomene im Licht des ROTEN HÄKELSCHLÜPPIS.

Schon Ötzi selig soll ihn getragen haben. Eine Analyse der gefundenen Fäden durch das unabhängige Dr. Best-Institut für Forschung an unerklärlichen Freds (Dr. Best's Independent Institute for the Examination of Inexplicable Freds) ist derzeit noch zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Wir werden Sie an dieser Stelle selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Erste Sichtungen sind aus der Antike überliefert. So war es allgemein üblich, dass die Römer unter ihrer Toga einen Roten Häkelschlüppi trugen.

Zeitgenössische Darstellung
Öffentlich und offen getragen wurden Rote Häkelschlüppis von Gladiatoren in der Arena. Wer einen Kampf gewann, durfte die Häkelschrift des Schlüppis des Besiegten kopieren. Je kunstfertiger ein Gladiatoren-Schlüppi gehäkelt war, desto erfolgreicher war sein Träger in vorangegangenen Kämpfen.

Leider ist nicht eindeutig überliefert, ob die bei Kämpfen gerne eingesetzten wilden Tiere auch Häkelschlüppis trugen, und wie im Fall eines Sieges verfahren wurde.

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen Cäsars letzte Worte "Auch Du, mein Sohn Brutus..." in einem neuen Licht. Erst kürzlich wurden Dokumente entdeckt, die eindeutig belegen, dass Brutus einem verfeindeten Untergrund-Häkelkränzchen angehörte und Cäsar ermordete, um an die geheime Häkelschrift des Kaiserlichen Schlüppis zu kommen.

Cäsar soll die ursprüngliche Häkelschrift einem betrunkenen Druiden abgeluchst haben, den er bei einer Partie Scrabble besiegte. Genaueres finden Sie in Cäsars Werk "Der Gallische Schlüppi".

Den Rest der Geschichte kennen wir: Der Untergang des Römischen Reichs!
Und er begann mit einem Roten Häkelschlüppi.

Das Mittelalter, die Zeit der Hohen Liebe und des Minnesangs war gleichsam auch Blütezeit des Roten Häkelschlüppis. Während ihre Ritter sich auf Kreuzzüge begaben, sich mit anderen Blechdosenbewohnern prügelten, oder in einer Schänke betranken, saßen die alleingelassenen Ehefrauen in ihrer Burg, tranken Latte Macchiato, sahen sich Pornos an, shoppten im Internet und häkelten Schlüppis.

Da Rot sehr teuer war, wurde es doch aus dem Saft gepresster Cochenille-Läuse gewonnen - Sie glauben gar nicht, wie teuer so eine Läusepresse war! - konnte man an der Farbe des Schlüppis die gesellschaftliche Stellung der Frau (oder des Mannes, denn sie häkelten ja nicht nur für sich selbst) erkennen. Weil die hygienischen Zustände im Mittelalter nicht die Besten waren, fiel es auch gar nicht groß auf, wenn einfallsreiche Damen ihre Schlüppis mit Blut färbten. Sie wissen schon... ich muss das nicht weiter ausführen, oder?

Bei Turnieren war es gang und gäbe, dem favorisierten Ritter einen kunstvoll gehäkelten Schlüppi an die Lanze zu binden.

Wenden wir uns einem der bekanntesten Dichter des Mittelalters zu, Walther von der Vogelweide. So erwähnt er in seinem Gedicht "Under der linden" in der 2. Strophe den Roten Häkelschlüppi (hâkelte slûpp).
Ich kam gegangen
zuo der ouwe:
dô was mîn friedel komen ê.
Dâ wart ich empfangen,
hêre frouwe,
daz ich bin saelic iemer mê.
Kuster mich? wol tûsentstunt:
tandaradei,
seht wie rôt mir ist der hâkelte slûpp.  
Begeben wir uns nun weiter, in die Aufklärung und Neuzeit.

Kants wichtigstes Werk
Wie allgemein bekannt ist, war Immanuel Kant dem Häkeln auf geradezu manische Weise verfallen. So schreibt er in seinem Werk "Kritik des reinen Häkelns":
"Häkle den Schlüppi nur nach derjenigen Anleitung, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie eine allgemeine Anleitung werde."
Ein gern analysierter Gegenstand seines wichtigsten Werkes ist die Unterscheidung zwischen dem analytischen und dem synthetischen Schlüppi. Doch ich möchte Sie nicht mit derartigen philosophischen Spitzfindigkeiten langweilen, liebe Leserinnen und Leser!

Hermann Hesse, ebenfalls der Nadel verfallen, schreibt in "Siddhartha ":
"Schlüppis kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht."
Im Director`s Cut von "007 James Bond jagt Dr. No", konnten einige der Zensur zum Opfer gefallene Szenen rekonstruiert werden, in denen der Titelheld auf den Roten Häkelschlüppi Bezug nimmt. So stellt er sich als "James Bond - Häkelschlüppisammler mit Lizenz zum Töten" vor. In dem Film geht es dann auch folgerichtig darum, dass James Bond versuchen muss, Dr. No die weitaus größere Schlüppisammlung streitig zu machen, um einen erneuten Schlüppikrieg zu verhindern.

Es ist leider völlig unverständlich, weshalb diese ungeschnittene Version niemals in die Kinos kam.

Marilyn Monroe sang ursprünglich in"Blondinen bevorzugt" "Schlüppis are a girl's best friend". Bei der späteren Fassung wurden aus "Schlüppis" "Diamonds", da man der Meinung war, dass das amerikanische Publikum eine derartige Liedzeile besser annehmen würde. Sie wissen schon... prüde Amerikaner eben.

Sie sehen, lieber Leserinnen und Leser, dass der Rote Häkelschlüppi ein fester Bestandteil der westlichen Kultur ist, sozusagen eine Art Leitkulturschlüppi.

Was hat es nun auf sich mit dem Roten Häkelschlüppi?
Wie können wir dieses Phänomen fassen?
Weshalb schlägt es Menschen in seinen Bann?
Lässt sie unsägliche Verbrechen begehen, ja Kriege auslösen?

Man möchte ihn besitzen, haben, unterwerfen... Der Rote Häkelschlüppi ist die Verherrlichung des Häkelns, der E-ROT-ik, eine Morgenröte der ewigen Verlockung und eine Bedrohung zugleich. Sein Rot lässt uns erschauern, wohlig und begehrlich zugleich.

Schlüppi im Trend
Doch dann kam jenes fatale Jahr 2009.
Eine Gruppe Unerschrockener nähert sich dem Phänomen, eignet es sich an, zieht es ins Lächerliche.

Die Macht des Roten Schlüppis scheint gebrochen. Er wird zum Gegenstand von Gespöt, Hohngelächter, zum Symbol sexueller Verwahrlosung (Ferkeletten!) und Geschmacklosigkeit.

Verniedlicht, verharmlost, unschuldig gemacht, wird der Rote Häkelschlüppi zum Trend für Millionen (siehe nebenstehende Abbildung)!

Aber, meine hochverehrten Leserinnen und Leser, sollten wir nicht besser die Augen offen halten?

Sind dies nicht eher die ersten Anzeichen einer beginnenden Weltherrschaft unter dem Roten Häkelschlüppi?
Elend und Verwahrlosung?
Niveaverlust und Sittenverfall?
Tätowierungen im Steißbereich und String-Tangas?

Denken Sie nur mal an den Kommunismus, der im Zeichen des Roten Häkelschlüppis stand! Nicht auszudenken, wenn sich das wiederholt!
Welche Seuchen und Pestilenzen wird der Rote Häkelschlüppi über die Menschheit bringen? Und - noch wichtiger - wird es den Unerschrockenen gelingen, ihn komplett zu unterwerfen?

Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn die Parole heißt "Porno am Donnerstag - aber bitte mit Nivea!"

Eure Doro - Fred-Kulturbeauftragte von my-meerkat und klamottenlabel.

Dienstag, 15. November 2011

Farbiger Dienstag - Rot

Ein herzhaftes "Tschuldigung" an die potentiellen LeserInnen unseres Blogs - der Beitrag zum Farbigen Dienstag kommt - wegen nachbarlichem Wasserschaden mit Auswirkungen auf mein Wohnzimmer :(, erst am Mittwoch.

Rot ist, wie ein Blick in meine Shops zeigt, meine Lieblingsfarbe!
 
 Rote Ohrringe von SchmuckerGarten
Rote Filzrose von Filzgarten

Für mich bedeutet sie Feuer, Wärme, Leuchten, Lebenslust, Liebe und Leidenschaft. Rot wird als Signalfarbe verwendet - für den Ausdruck von Liebe, von Sinnlichkeit, aber auch von Aggression und Wut. Das rote Licht ist langwellig, wird bei schlechter Sicht leichter wahrgenommen, und daher auch zum Anzeigen von Gefahr verwendet. Im Tierreich fehlen teilweise die Rezeptoren für Rot, das gilt aber offenbar nicht für Stiere und das sprichwörtliche "Rote Tuch"!



Romantische Halskette mit Schaumkoralle
und 925/Sterlingsilberrose von Hand-Werks-Art


Da die Gewinnung des roten Farbstoffs sehr aufwändig war (Purpurschnecken, Cochenilleschildläuse), blieb die rote Farbe meist den Herrschenden vorbehalten und war ein Symbol für Macht. In der Chakrenlehre steht Rot für das Wurzelchakra, in der katholischen Religion für die Macht der Kardinäle, in China bedeutet Rot Glück, in der Politik steht es oft für Kommunismus, in der Medizin für heilsame Rotlichtstrahlung, ... die Beispiele ließen sich ins fast Unendliche fortsetzen.


Frühstücksbrettchen von
Kirschblueten-Tsunami
 Coconblüten mit Bernstein  von Andiva


Kissen von CherryBomb
Kette Schaumkoralle mit Lava von Feng-Huang



Elfe von susannelfe
 Nikolausstiefel von kallejasper
Johannis-Tasche von MetaMurphy





















Die große Bedeutung dieser Farbe zeigt sich auch in vielen Redewendungen, z.B. "Etwas ist ein rotes Tuch", "roter Faden", "Rotstift ansetzen", "Rote Zahlen schreiben", "Rot sehen", "Rotlichtmilieu", ...

Karte Weihnachtskäfer von kunstpause




CD-Hülle von my meerkat


Und unter den Fredissimas geht die Fama vom legendären "Roten Häkelschlüppi" um, das hängt mit einer Homepage voll mit Glitzer, roten Rosen und eben diesem roten Schlüppi (samt Inhalt) zusammen, aber das ist eine andere Geschichte!