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Freitag, 2. Januar 2015

Fisch am Freitag / Der Weihnachtsbaumfisch

mein Weihnachtsfisch
Mein Weihnachtsbaum hat ganz viele verrückte liebenswerte Figuren. Viele dieser Kugeln habe ich aus Lauscha, ein Städtchen ganz im Glasbläservirus. Einfach schön---wo aber der Weihnachtsfisch dahergeschwommen ist, weiß ich leider nicht mehr. Den bekam mein Mann geschenkt, als Angler. Und ich mag ihn sehr---er soll Glück bringen ...allen...euch auch...ihr müsst nur daran glauben...
Habt ein glückliches neues Jahr, eure Kalle

Mehr Fisch am Freitag bei Andiva

Dienstag, 4. Dezember 2012

Endspurt

Endspurt ist eigentlich immer.
Weil ich mir auch immer ein Ziel vorgebe.
Dann kommt es natürlich unweigerlich auch zu einem Endspurt.
Natürlich nehme ich immer den heftigen Endspurt.
Den, wo man Abends schlecht einschläft und am Tage wirr umherläuft.
eigentlich schlafe ich schon beim hinlegen ein, meistens. wenn ich aber wach liege und mein Gehirn noch rattert, dann bewege ich mich auf der Zielgerade.
So wie jetzt.

Jetzt könnte man denken, Jeder hat Endspurt. Den meine ich noch nicht einmal, den mit Weihnachten und Jahresende und Weltuntergang. Ich habe einen kleinen Endspurt davor eingelegt, wie viele Fredissimas auch---ich habe Adventsmarkt.

Stimmungsvolles Windlicht

So ein Markt ist noch einmal eine Welt für sich.

Neben all den Dingen, die jeden Tag zu stemmen sind, auch die Geschäftchen, die weiter laufen, sitzt man nun noch Stundenlang an Marktvorbereitungen, man muss kleine liebevolle Preisschilder anfertigen, alles noch einmal durchsehen und noch einige Sachen aufbügeln, Deko für den Stand vorbereiten, oder basteln, Stoffe aussuchen, Werbung und Verpackungsmaterial sichten und einpacken, Online Shops auf Pause setzen, es sind tausend kleine Dinge.

Am Tag des Marktes ist mir meistens ein wenig flau im Magen. Wie wird das Wetter sein? Was zieh ich anß ( eine schöne Frage um den Mann mit der Hektik anzustecken) Passt alles ins Auto? Hab ich die Notfallbox? (die ist voller Strippen, Sicherheitsnadeln, Kerzen, Taschenlampe, Nägel, Hammer.....)

Dann wird der Stand inspiziert. Wenigstens da habe ich in diesem Jahr keine unliebsame Überraschung, weil ich die Marktleiterin bin und weiß, wie ich die Stände gestellt habe----dafür ist natürlich als Marktleiterin auch die Verantwortung groß. Die anderen Kunsthandwerkerinnnen haben auch einen guten Platz verdient und hoffentlich kommen viele Besucher, dass alle zufrieden sind und hoffentlich kommen die Teilnehmerinnen. Im letzten Jahr war das ja nicht so gut---siehe---http://fredissimas.blogspot.de/2011/12/ein-hauch-von-weihnacht.html

Aber in diesem Jahr habe ich das große Glück, dass sich Kunsthandwerkerinnen von sich aus angemeldet haben und angefragt haben---das erhöht die Chance, das alle kommen.

Normalerweise kommt man auf dem Markt an, sucht den Marktleiter bekommt seinen Stand zugewiesen, sieht, dass er nicht so ist wie abgesprochen, sieht, das Strom fehlt. Dann beginnt erstmal ein endloses Gerödel.....

Wenn ich nun meine schönen Dinge ausbreite, kommt auch feierliche Stimmung auf. Manch ein Scherz fliegt von Stand zu Stand....die Erwartung ist groß----

ein Sternenlicht

Jetzt wird der Markt eröffnet. Die ersten Käufer strömen auf den Markt und an meinem Stand vorbei. Ich lächel und Grüße und freue mich mit. Dann wird der Käuferstrom dünner, die Kälte kriecht in die Stiefel, Hunger macht sich breit. Das lächeln ist jetzt schon etwas dünn. Noch immer kein Verkauf.

Dann auch noch so freche Menschen, die mit ihren gerade gegessenen Bratwursthänden an den Sachen rumfingern wollen. Jetzt fühle ich mich schon ganz traurig und leer.

Als ich eine Kerze anzünde, denke ich an die Lieben zu Hause, die jetzt auch den Adventskranz ohne mich anmachen, ein paar schöne Lieder singen, von den Plätzchen und der Stolle naschen und kuschelnd am Kamin heissen Tee von der lieben Pflanzengärtnerin trinken. Ein Tränchen will sich aus den Augenwinkeln stehlen....und unweigerlich fällt mir das Märchen Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen ein.....

Da gebe ich mir einen Ruck, greife mir meine Thermoskanne, schenke heissen Tee in zwei mitgebrachte Tassen ein und gehe zur Frau am Nachbarstand---schenke ihr ein Tässchen Tee und ein paar aufmunternde Worte und freue mich auf blitzeblanke Kinderaugen vor meinem Stand----


ich bin auch da


Vielleicht sehen wir uns am 8. / 9. 12. ab 14 Uhr in Globig und wenn nicht, weil ihr zu weit weg wohnt, dann denkt an die Frauen hinter den Ständen, wenn ihr über den Weihnachtsmarkt spaziert. Schenkt ihnen ein lächeln und ein paar freundliche Worte....

die Krippe darf nicht fehlen
Eure Kalle von kallejasper und lieblingspuppen

Samstag, 17. Dezember 2011

Leichte Panik ergreift mich...


Eine leichte Panik kraucht in mir hoch. Nicht unbedingt, weil Weihnachten in diesem Jahr so früh kommt, nein, vielmehr macht mir der Weihnachtsbaum Angst.

Ich finde, dass so ein Weihnachtsbaum durchaus der Gradmesser für eine Beziehung darstellen kann. Jedenfalls ist das bei mir so.

Früher war ich anders, früher wollte ich auch nicht unbedingt einen Weihnachtsbaum. da war der Gradmesser eher die Milchbar...aber irgendwann rückte der Weihnachtsbaum wieder in mein Bewußtsein.
Auch die Erinnerung, dass ein Weihnachtsbaum bei mir zu Hause in meiner Kindheit eine sehr dramatische Angelegenheit war. Mein Vater war für den Baum zuständig. Und ab und zu kam Weihnachten einfach zu früh für meinen Vater. Und er brachte dann so eine übrig gebliebene Kiefer... eine Kiefer wollte damals niemand haben. Aber in der DDR wurde Weihnachtsbaumanbau nicht auf guten Holzflächen betrieben---es gab keinen Grund Luxusgütern soviel Raum zu geben. Weihnachtsbäume waren entweder die aus dem Wald entnommenen wildwuchsbäumchen oder unter der Hochspannungsleitung angebaute Bäume...
Wenn mein Vater es besonders gut meinte, zog er los in den Wald, um meiner Mutter eine Freude zu machen---und kam mit einem Strafbescheid und der Auflage so und so viele Bäume zu pflanzen wieder----wutschäumend kaufte er wieder eine Kiefer, und handelte sich die Verachtung meiner Mutter ein.

Aber ich schweife ab----grinsend natürlich---ein wenig. Ich weiß auch nicht, ob das Verhalten meiner Eltern auf mich abgefärbt hat. Aber ich kann durchaus auch den Weihnachtsbaum zu einer Beziehungsprobe ausufern lassen--- eigentlich bin ich ja eher als ruhiger Mensch bekannt, aber in Zeiten allgemeiner Anspannung, und dazu zähle ich Weihnachten auch, macht sich auch in mir eine gewisse Nervosität breit.

Als ich also anfing Weihnachtsbäume anzuschaffen, war ich gerade in einer verhängnisvollen Emanzipationsphase gefangen, welche sich dahingehend ausdrückte, dass ich dachte ich mache besser ALLES allein!!!! Also kaufe ich auch auf dem Markt meinen Weihnachtsbaum selbst, da der damalige Herr im Haus keine Anstalten machte. Von meinem letzten Renovierungsanfall wußte ich, dass die Decke in der Stube 3,70 m hoch ist und siehe es gab sogar einen Baum in 3,50m Höhe---einen schönen großen Tannenbaum!!!! Mein ganzer Stolz! Aber schon ihn nach Hause zu schleppen, erwies sich als nicht so einfach. So ein Riesenbaum wiegt richtig was!!!!! Also zerrte und schob und zerrte ich meinen schönen Tannenbaum vom Marktplatz Richtung Wohnung und ich war nicht mehr ganz so euphorisch. Zu Hause angekommen hab ich dann doch mit letzter Kraft dem Herrn im Hause zugeflüstert, dass er diesen SCHeinachtsbaum jetzt bitte in den Ständer donnern soll, ehe ich mich vergesse. Wie vorhin schon bemerkt, auch ich kann ab und zu die Contenance verlieren....

Er begab sich mit großem Brimborium und dem Baum in den Keller.... Um nach nicht allzu langer Zeit wieder in der Küche zu stehen, in der ich jetzt doch besonders heftig beschäftigt war, und mir zu erklären, dass dieser Baum nicht in den Ständer geht. Pah geht nicht gibs nicht-- also ab!!!!!

Es klingelt, die Nachbarn erklären mir, dass ich jetzt sofort die Treppe zu wischen habe, sie erwarten Weihnachtsbesuch und ich sei dran----arrrrrrrghhhhhhhhhhhhhh


Ich nehme Wischlappen und Eimer und wische die Treppe---

Gefühlte zwei Minuten später steht er mit leidendem Gesichtsausdruck wieder in der Küche---er hat sich an der Säge gekratzt.

Ok---mein Blutdruck steigt, ich trockne mir die Hände ab, begeb mich in den Keller, schau mir den Baum von links an und von rechts, nehme die Säge und säge ungefähr 1 m Spitze ab. Zerre den Weihnachtsbaum die Treppe hoch, stelle die abgesägte Spitze ins Kinderzimmer und stelle den geschändeten Weihnachtsbaum jetzt so in die Ecke, dass er die halbe Stube einnimmt.

Nehme Wischlappen und Eimer, wische die Treppe---und warte auf den Augenblick an dem irgendjemand irgendein Wort an mich richtet.....

Diesen damaligen Mann kenne ich heutzutage nicht mehr---

Nun ist ja ein neuer Mann in meinem Leben, wobei dieser liebenswerte Mann sich schon als Ganzjahresgrinch entpuppt hat, jedenfalls, was Feierlichkeiten mit der Familie angeht, und mit diesem Fehlverhalten auch unseren Thronfolger und Erbberechtigten schon infiziert hat.

da aber prinzessin Sauerkrauthaar jetzt auch noch in unserem Leben weilt, ist es auch endlich wieder Zeit für Weihnachtsbäume.

Nun ist die große Frage: ist er Mister right??????

Ein schönes 4.Adventswochenende, eure Kalle von kallejasper und lieblingspuppen