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Montag, 20. April 2015

Herz am Montag Nr. 64 - Lebensabschnittspartner

Dies hier ist ein ganz besonderer Post, denn ein wichtiger Lebensabschnitt ging zuende.

Eigentlich sollte ich mir auch so ein Schloss kaufen, denn sie wird immer in meinem Herzen bleiben.

Sie - das ist mein erstes Motorrad, eine Honda CBF 500.

Mir ihr war ich am letzten Freitag nach der Arbeit nochmal auf Tour, denn mein anderes Motorrad - Conchita, die Africa Twin - wartete gerade auf einen neuen Schuh für vorne und war nicht wirklich einsatzbereit. Da schon feststand, dass ich mich diese Saison von der CBF trennen würde, wollte ich ihr noch einmal Auslauf gönnen  und sehen, ob alles in Ordnung ist mit ihr.

Ich glaube, dass es denen von Euch, die nicht Motorrad fahren und sich auch nicht vorstellen können, was
Die CBF auf einer der letzten Touren...
daran toll sein soll, schwer verständlich zu machen ist, was ich empfinde.

Als ich vor 4 Jahren mit dem Führerschein anfing, dachte ich mir auch, dass das alles bestimmt Quatsch und Hype ist, von wegen "Motorradfeeling", "Freiheit", "Abenteuer" und vor allem der ganze Kult um das eigene Moped, die Benzingeschichten und all das.

Als ich die CBF damals im Juli 2011 gekauft habe und damit zum ersten Mal alleine von Rastatt nach Freiburg fuhr, fühlte es sich auch noch nicht so an. Aber nach ein paar Wochen sah das schon anders aus.

Der erste gemeinsame Urlaub...
Motorrad fahren, das ist einfach genau das - Freiheit! Abenteuer! Es fühlt sich ein bisschen wie fliegen an, der Wind auf der Haut, die Sonne, der Regen, der Staub, die Anstrengung... alles das... ist unbeschreiblich schön, intensiv. Und dieses Gefühl, das man etwas unter dem Hintern hat, das auf die kleinsten Befehle reagiert, das einen auch mal - wie ein unwilliges Pferd - abwirft (zum Glück nur beim Endurotraining passiert), oder in der Kurve zu buckeln beginnt, wenn man nicht den richtigen Gang erwischt... das Gefühl, einen steilen Pass hochgefahren zu sein und oben auf dem Berg zu stehen... das Gefühl, mit 170 den Winddruck zu spüren, der einen schier vom Moped bläst (ich habe die 186, die eingetragen sind, nie ausprobiert)... nach 10 oder mehr Stunden völlig fertig aus dem Sattel zu kippen und sich pattschnass in eine Unterkunft zu schleppen... mit leerem Tank auf einer Brücke zu stranden und von einem wildfremden Motorradfahrer Benzin zu bekommen... mit anderen Motorradfahreren zu fahren... alles das schweißt zusammen.

Man wird eins, ein Team mit seiner Maschine, man spricht mit ihr, man putzt und pflegt sie, man liebt sie, man
Gemeinsam reiten wir in die Sonne...
streichelt sie...

Nach meiner ersten Saison hatte ich Tränen in den Augen, als die CBF in der Garage verschwand, zugleich habe ich ihr und mir geschworen, baldmöglichst das Saisonkennzeichen abzuschaffen.

Alles das ist jetzt Geschichte, zumindest mit meiner CBF.

Auf der vorletzten Tour durfte sie nochmal an den Bodensee zum Frühlingsritual (Amarena-Eisbecher in Konstanz) und abends die Hausstrecke den Thurner runter nach St. Peter.

Einen besonders schönen Sonnenuntergang haben wir auch noch spendiert bekommen. Das ist jetzt Vergangenheit. Bye-bye, kleine CBF, mach es gut!

Es winkt mit einer Träne im Knopfloch - Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Montag, 22. Dezember 2014

Herz am Montag Nr. 47 - Tütenherz

Aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund mag mich die kleine Tochter von meinem Chef. Im Sommer bekam ich ein Glas selbstgekochte Erdbeermarmelade und nach Nikolaus dieses Tütchen.

Ein dickes, rotes Herz mit einem Pfeil durch ist draufgemalt und drumrum noch diverse Weihnachtskugeln.

Ok, im ersten Moment dachte ich "Was machen die Luftballons auf der Tüte?", bis mir klar wurde, dass es Weihnachtskugeln sein müssen.


Die Tüte habe ich zugegebenermaßen gerade erst für das Fotoshooting aufgemacht.

Ich habe dieses Jahr - wie die meisten Jahre zuvor auch - Unmengen Plätzchen gebacken und verschenkt. Ein paar übrige liegen noch in einer Dose herum. Und wie meist vor Weihnachten kann ich das süße Zeug schon Wochen vor Heiligabend nicht mehr sehen.

Für das nächste Jahr werde ich entweder weniger backen, oder noch mehr Gebäck unters Volk werfen, damit für den Inhalt von Überraschungstütchen auch noch Platz und Lust vorhanden ist.

Ich wünsche Euch schöne und herzerwärmende Feiertage.
Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Sonntag, 30. November 2014

MONATSIMPRESSIONEN NR. 3 / NOVEMBER


Wie haben die weitverzweigten Fredissimas den November erlebt? Wir haben für euch wieder Eindrücke aus Berlin, Eschborn, Heiligenroth, Freiburg und Globig gesammelt.

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CHERRY BOMB / KIRSCHBLÜTEN-TSUNAMI

November in Berlin... Grau und trist? Mitnichten... Am 9. November erhellte sich der graue Alltag mit der Lichtgrenze, einer Installation, die auf 25km Länge entlang der ehemaligen Mauerstrecke in Berlin aufgebaut wurde. Anlass war der Mauerfall vor 25 Jahren, der an diesem Tag wortwörtlich ins Licht gerufen wurde.
Ich muss zugeben, dass dieses Ereignis für mich damals keine Bedeutung hatte. Ich hörte davon im Radio und meine einzige Reaktion war "aha". Ich lebte in Brüssel, studierte an der Uni und war mit anderen Sachen im Alltag konfrontiert.

Umso bedeutsamer wurde der Mauerfall für mich als ich 1992 den Grund fand, nach Berlin umzuziehen. Mein damaliger Freund kam aus Ostberlin und ergriff nach der Wende die Gelegenheit, ein Auslandssemester in Brüssel zu absolvieren, wo wir uns kennenlernten. Ohne Mauerfall wäre das nicht möglich gewesen... Er war übrigens begeistert, dass ich nicht fragte, ob er aus Ost- oder aus Westberlin kam, aber das lag nur daran, dass ich so wenig von der Deutsch-Deutschen Geschichte wusste, dass mir nicht mal großartig bewusst war, dass Berlin zweigeteilt war... LOL... Bei uns in Belgien war die Ost-West-Trennung nicht mal eine Silbe im Geschichtsunterricht wert. Ja, so ist das machmal. Man ist jung und hat von nix eine Ahnung. So war's zumindest bei mir... Aber ich wette, die wenigsten Leute außerhalb Belgiens wissen, dass es in Belgien ein langer Sprachenkampf gab, dass z.B. im 1. Weltkrieg viele flämische Soldaten starben, weil die Offiziere die Befehle auf Französisch gaben und dass viele Flamen vor Gericht verurteilt wurden, weil sie die Anklagen, die gegen sie erhoben wurden nicht verstanden, weil diese auf Französisch ausgesprochen wurden. Auch das ist eine bittere Trennungsgeschichte, die erst aufgehoben wurde, als Niederländisch (von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen) als Amtssprache anerkannt wurde. So hat vermutlich jedes Land auf dieser Welt irgendeine Trennungsgeschichte in seiner Geschichte erlebt. Grenzen (seien sie geografisch oder sprachlich) sind nur so weit naturgegeben, dass sie einen territiorialen Abgrenzungswunsch verkörpern. Nur wenn diese Grenzen zu Barrieren und zwischenmenschliche Hindernisse werden, wird es problematisch...

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ANGELNETTE
Mein TK, mit Familie wohnt, in der Nähe von diesem Park
+ wir gehen da viel spazieren...jetzt auch mit dem ETK ;-)))

Ich habe 10 Jahre lang, von 1978 - 1991, mit Unterbrechung (jetzt ist da die UNI Frankfurt)
nebenan, in der U.S. Army Engineering Europe Buildings, gearbeitet !!!
=> verbindet mich also sehr viel mit diesem Park, da ich die Mittagspausen dort auch oft verbracht habe !!! *weisstebescheid*

Dazu zwei Gedichte meines Liebelingspoeten, runden meine stimmungsvollen und stillen Impressionen - für diesen Monat - ab:

Auf dem Wolschan

Am Abend des Tages von Allerseelen

I

Die dürren Äste übergittern
des Himmels abendblasse Scheiben;
und über Grüfte, reich mit Flittern
geschmückt, geht Wehmut, und es zittern
die Lichter durch das Blättertreiben.

Im müden Blau, im regungslosen,
schwimmt fern der Mond. Die Lebensbäume,
die seine blanke Stirne kosen,
sind schwarz. Der Duft von welken Rosen
schleicht her wie Geister toter Träume.

II

Ferner Lärm vom Wagendamm. -
Hier keimt Friede und Vergessen,
zwischen zweien Grabzypressen
hangt der Mond wie ein Tam-Tam.

Schlägt die Ewigkeit nicht sacht
jetzt daran mit schwarzem Schwengel?
Bange schaut ein Marmorengel
in das Äug der Spätherbstnacht.

Rainer Maria Rilke ( 1875 - 1926 )

Eure An(gel)nette *♥umärmel*

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ART OF LAHJA



Nachdem ja der erste Advent dieses Jahr in den November fällt, startete auch die Plätzchenbacksaison ein Wochenende früher als sonst – das TK wünschte sich ein Lebkuchenhäuschen. Beim ersten Versuch hatten wir den Honigkuchenteig zu dünn ausgerollt und die Platten brachen zusammen. Das TK verwandelte sie kurzerhand in Honigkuchenpralinen. Das zweite Häuschen wurde dann etwas kleiner und stabiler - und da steht es nun und bringt fröhlich-bunte Weihnachtsstimmung in den trüben November – bin mal gespannt, ob es bis Weihnachten hält und wünsche euch eine schöne Adventszeit!

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MY-MEERKAT / MÖFZI

Dieser November zeichnet sich bis durch ziemlich viele "geschenkte" Wochenenden aus.

Das Wetter war einige Male so schön und warm, dass man sich eher im Frühsommer oder Frühjahr wähnte, als im grauen November. Von seiner grauen Seite zeigt er sich in erster Linie hier unten in Freiburg. Das nennt sich dann Inversionswetterlage" und heißt, dass es unten kalt, nebelig und grau ist, während oben bei angenehmen Temperaturen die Sonne scheint.

Es kostet zwar etwas Überwindung, durch das feuchte Grau zu fahren, oben wird man dann aber immer belohnt, so auch dieses Mal. Die Wochenenden sind zur Zeit ein lustiger Mix: sobald das Thermometer halbwegs in den zweistelligen Bereich klettert, kommt Conchita aus der Garage und wird um den Block gejagt. Abends geht's dann in die Küche zum Plätzchen backen und Socken stricken. So macht auch die "kalte" Jahreszeit Spaß!

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November das ist für mich der Monat, wo die Kräfte sich zurückziehen. Es sieht aus wie ein Sterben---und bis zum Frühjahr ruht so vieles. Es ist der Monat, an dem ich Licht anzünde für die Lieben, die nicht mehr bei uns sind. Tod ist allgegenwärtig. Ich schau nach Innen und nach vorn. Mein Hund ist nun alt. Auch er wird nicht mehr ewig bei uns sein. Da wollte ich noch einmal einige schöne Fotos zur Erinnerung. An einem sonnigen Novembertag haben wir uns noch einmal ganz fest umarmt und verbunden gefühlt. Deswegen dieses Foto....eure Kalle

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Wer auch Monatsimpressionen gesammelt hat, darf die hier unten verlinken.

Einzige Bedingung: die Fotos sollten aus dem aktuellen Monat stammen. Ein paar Zeilen mit Bezug zum Foto (persönlicher Kontext) wären aber auch schön.

Mittwoch, 19. November 2014

Kürbis Spezial

Herbstzeit, Kürbiszeit. Wir dachten, es ist einfach mal an der Zeit, die gute alte orange Herbstfrucht ins rechte Licht zu rücken und zu zeigen, was man mit Kürbissen so alles anstellen kann... Mal gucken, was den Fredissimas dazu so einfällt...

KUNSTPAUSE
Kürbisse sind Dank ihrer leuchtenden Farbe bei mir ein begehrtes Deko Objekt, bedürfen sie doch außer bewundernden Blicken keiner weiteren pflegerischen Zuwendung.
So nisteten sich im vergangenen Herbst ein paar schöne Exemplare auf unserer Haustreppe ein.
Im Schatten der Sonne sah einer von ihnen immer aus, wie ein listiger Vogel, der mich mit einem Auge etwas mürrisch skeptisch, aber
doch auch wohlwolled liebenswert musterte. Da rattert natürlich das Kopfkino und die grauen Zellen brüteten in der Folgezeit die Kürbiskrähe aus, mit einem knarzigen Aussehen, einer rauen Schale um einem goldenen Kern und einer liebenswerten Seele.
Das war die Geburtsstunde des Kürbis Fliegus, der dann auch flugs in diesem Herbst in memoriam an den schönsten Kürbis, der bei uns je Deko war,  auf das Papier flatterte.
Päuschengrüße!

Orange mag ich als Farbe eigentlich gar nicht. Zu sehr assoziiere ich damit niederländische Grölfans in Fußballkreisen... Aber ich liebe die Farbe Orange in meiner favoriten Herbstsuppe: Kürbissuppenfarbe! Yeah! Das ist die leckerste Herbstfarbe, die es für mich gibt! Vor allem, wenn man zur Herstellung dieser Köstlichkeit einen Hokkaido-Kürbis verwendet. Dessen Schale kann man nämlich mitessen. Sie verleiht der Suppe dadurch ein besonders nussiges Aroma und erspart einem das lästige Schälen. Das ist nämlich die einzige Krux an der Kürbissuppe: den Kürbis selbst, bzw. seine Härte... Eigentlich braucht man zum Zerteilen des Kürbisses eine Machete. Ich kann aus Erfahrung berichten, dass man damit das harte, runde Teilchen am besten kleinkriegt. Aber wenn man keine Machete zur Hand hat, tut es auch einen handelsübiche Kreissäge... oder, okay, ein scharfes Messer und jemand, der einem mit einer starken Hand zur Seite steht. Wenn man ganz besonders viel Glück bei der Kräfteverteilung hatte als Gott die Gaben verteilte, dann kann man das auch selbst schaffen.

Ansonsten braucht man je nach Gusto noch eine Stange Porree, eine Zwiebel, das eine oder andere Möhrchen und wenn man beim Einkaufen dran denkt, noch ein paar Zentimeter frischen Ingwer. Ich hab nicht dran gedacht. Daher fehlt er auf dem Foto. Aber die gute Hausfrau *höhö* hat auch immer ein Döschen Trockeningwer im Schrank zu stehen. Gemüse einfach kleinschnippeln, grob geschnippelt tut's auch. Dann dauert's nur beim Kochen ein Tick länger. Alles in ein wenig Olivenöl anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen (soviel, dass das Gemüse gerade bedeckt ist = ca. 1 Liter), ca. 20 Minuten köcheln lassen, den Pürierstab einmal reinhalten (und einschalten). Dann mit Salz, Pfeffer, Chili, Curry, Ingwer abschmecken, halbe Packung Sojasahne reinrühren (klar, geht auch echte Sahne, wenn Sie unbedingt dick werden wollen... Geschmacklich unterscheidet sich das eh nicht großartig)... Wer die Geduld dazu hat, kann die Suppe vor dem Essen noch kurz ziehen lassen und anschließend mit (im Idealfall selbst gebackenem) Brot servieren.

Die Kürbiskerne habe ich rausgepult, abgewaschen und im Backofen etwas antrocknen lassen. Allerdings musste ich feststellen, dass man sie super schlecht aus den Hülsen lösen kann und habe sie den Vögeln gespendet... Aber theoretisch könnte man sie auch selbst essen, wenn man die Machete nochmal zur Hand nimmt!

Ich glaube ja, dass es mehr Kürbisköpfe gibt---sozusagen ganzjährig. Aber am Ende des Oktober gibt es besonders viele und damit auch nicht ein Rest von Verstand oder Kernen übrigbleibt, wird gekratzt, geschabt und gelöffelt. Unsere Prinzessin Sauerkrauthaar hat da mal was vorbereitet. 
Sollte der Kürbis dann schön hohl sein, kann man ein Bild hinein schnitzen, möglichst gruselig und zum Erhellen ein Licht hineinstellen....


MIR, fällt dazu nur das schönste KÜRBIS-Filzohrgebamsel ...von der ganzen Welt - von unserer KALLE - ein, das ich immer, zu dieser Jahreszeit, als Schmuck trage...seht selbst:



Herbstliche Novemberumärmelgrüßchnetüteabstell,

Eure An(gel)nette *♥*


Ich habe diesen Monat zum ersten Mal Kürbismarmelade gekocht.

Das Rezept kommt hier, insgesamt solltet ihr am Ende ca. 1 kg Mus/Flüssigkeit haben, also sind alle Mengenangaben nur ungefähr.
  • ein Stück beliebigen Kürbis 
  • je nach Geschmack 2-3 Karotten
  • ebenfalls nach Geschmack Saft von 2-4 Orangen
  • ein Stück Ingwer 
  • Zimt, Kardamom, Nelken
  • eine Packung Gelierzucker 1:2 und
  • eine Packung Gelfix
  • sterilisierte Schraubgläser
Das Gemüse kleinschneiden, mit den Gewürzen und dem Saft weich kochen.

Die Gewürze entfernen und das Gemüse pürieren, danach abmessen, ob es 1 kg ergibt, ansonsten ggf. noch Flüssigkeit ergänzen.

Das Mus mit dem Gelierzucker und dem Gelfix vermischen und nach Angabe auf der Packung aufkochen.

Achtung! Ihr braucht einen großen Topf, weil die Vormarmelade ziemlich hochkocht.

Alles in die vorbereiteten Gläser füllen und diese auf dem Kopf stehend abkühlen lassen.

Das nächste Mal werde ich etwas großzügiger mit den Gewürzen und dem Ingwer sein und evtl. noch eine Prise Chilli untermischen.





Montag, 17. November 2014

Herz am Montag Nr. 42 - Liebe macht glücklich und Schmerzensherz

Wenn man jetzt so rausguckt, kann man kaum glauben, dass man am ersten Novemberwochenende noch im
T-Shirt herumlaufen konnte und ein Eis auch ganz gut geschmeckt hat.

Bei meinem letzten Pott-Besuch gab es einiges zu entdecken, unter anderem das Haus Schlossgasse Nr. 4. Dort war die Tür recht herzlich geschmückt und die nebenstehende Dekokugel trägt eine passende Aufschrift, nämlich "Liebe macht glücklich!"

Nun ja... es kommt ganz drauf an, finde ich.

Wenn sich zwei Bekloppte treffen, die beschließen, die Kurven des Lebens gemeinsam in maximaler Schräglage zu meistern, könnte es stimmen. Ich denke ja, dass man zuallererst sich selbst lieben muss, bevor man es bei und mit jemand anderem probiert. Indes, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und was wäre das Leben schon ohne Herausforderungen und ohne Liebe?

Auf den weniger befestigten Pfaden durch den Wald liefen wir zur "Sieben-Schmerzen-Kappelle".
Über den Grund der Kapellenstiftung wird spekuliert. Einerseits heißt es, die Kapelle hätten die Westerholter wegen der unrechtmäßigen Enthauptung der Anna Spiekermann im Jahr 1706 gestiftet. Andere Quellen nenen Henrika von Aschebroick zu Schönebeck, die die Kappelle im Gedenken an ihren früh verstorbenen Mann errichtet haben soll. Hier findet Marienverehrung statt und man kann an einem Minikreuzweg über die sieben Schmerzensstationen meditieren.

Schon bei der ersten Station hatten wir so unsere Probleme: "Deine Seele wird ein Schwert durchbohren".
hm.
Das muss aber eine kräftige Seele sein, die harten Stahl durchbohrt... auch die nächsten Stationen lösten bei uns eher Diskussionen als meditative Stimmung aus.
Aber gut, wir sind nicht gläubig und unsere Meditation findet in erster Linie auf zwei Rädern bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit statt. Was uns negativ auffiel war, dass die Kapelle so aufwändig renoviert wurde, dass nun wohl eine Videoüberwachung notwendig erscheint.

Die am gegenüberliegenden Baum installierte Kamera mit Steinen vom Baum zu kicken, um daraus eine Helmkamera zu bauen, haben wir dann doch gelassen. Ist ein bisschen groß, das Teil.

Das Schmerzensherz über der Kapellentür erinnert mich an das Tattoo auf meinem rechten Oberarm. Allerdings steht da ein völlig unreligiöses "Motorbikes" drauf.

Wobei... ein bisschen religiös bin ich da schon, zumindest was die regelmäßigen Huldigungen an meine Maschine(n) betrifft und das Stechen hat auch ein bisschen weh getan.

Herzliche Grüße ohne Schmerzen schickt Euch Doro von my-meerkat und klamottenlabel



Freitag, 7. November 2014

Fisch am Freitag - Frisch aus Gelsenkirchen

Am letzten wunderschönen, fast schon sommerlichen Novemberwochenende (In der Sonne dösen! Eis essen! Rotwein und Ziegenkäse auf der sonnigen Terrasse verputzen!) nutzten wir die Zeit zwar nicht zum Motorradfahren, aber zu einigen schönen Spaziergängen in der näheren und ferneren Umgebung .

Ein nicht umtauschbares Bahnticket und das möglicherweise doch nicht so stabile Wetter hielten mich davon ab, meine Conchita dieses Jahr nochmals über die Autobahn zu jagen.

Der Spaziergang durch Buer führte an einer Eisdiele vorbei und später an einem Feinkostgeschäft. Wir bewunderten die Auslagen wie diverse Luxusnudeln, eingelegte Bohnen und Kichererbsen, feinstes Meersalz und andere Leckereien und schmiedeten nebenbei Pläne für das eigene Abendessen.

Dabei sprang mir diese Dose ins Auge. Auch wenn ein Wal nicht wirklich ein Fisch ist, aber das wollen wir hier mal nicht so eng sehen...

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel


Mehr Fisch am Freitag gibt es wie immer bei Andiva.

Freitag, 31. Oktober 2014

MONATSIMPRESSIONEN Nr. 2 / Oktober

Unsere Monatsimpressionsrubrik geht in den 2. Monat.
Im September hatten die Fredissimas diese Lieblingsbilder und Gedanken dazu und nun sind wir schon wieder einen Monat weiter im Jahr *seufzt*...

Oktoberimpression von Kallejasper: Ziegenbock

Für mich war der Oktober voller Sorgen. Nicht nur die Dinge die von Außen an mich herankamen, wie der Feuerteufel im Dorf und Ebola, nein auch hier auf dem Hof hatte ich meine Sorgen. Mein Ziegenbock kam nicht in die vorgeschriebene Stimmung, bezüglich Zeugung. Ich entschloß mich Kulle auf den Hof zu holen. Wie das Bild zeigt, ist die sorgenvolle Zeit nun zu Ende? Bei euch hoffentlich auch, eure Kalle

Oktoberimpression von Cherry Bomb: Rosen statt Kastanien

Auf der Suche nach Esskastanien (siehe Blogbeitrag vom 13. Oktober) führte mich die Mundraubseite in den Treptower Park. Es sollten ganz in der Nähe vom Rosengarten tatsächlich welche stehen. Für Berlin eher eine Seltenheit, da Esskastanien üblicherweise da wachsen, wo das Klima feucht aber warm ist. Leider waren die Mini(mi)ermotten schneller als ich und ich fand keine prallen Kullerfrüchte, sondern nur braunes Laub, angefressen und gelöchert... Ich glaube, ich war einfach zu spät dran und andere (nicht nur die Miniermotten) waren schneller beim Ernten als ich... Aber immerhin habe ich diese mir noch unbekannte Plastik gefunden und was Neues über den Park gelernt:

Der Rosengarten im Treptower Park wurde zu den Weltfestspielen der Jugend 1974 angelegt. Eine Plastik von Achim Kühn mit dem Symbol der Weltfestspiele erinnert an das Ereignis. 2012 wurde der Park im Park komplett überarbeitet. Über 100 Rosensorten gruppieren sich um einen gewaltigen Fontänenbrunnen. Eine große Sitzfläche erlaubt sowohl den Blick auf die Spree, als auch auf den Garten.

Oktoberimpression von Angelnette: Keschdekuchen

Herbstzeit - Sammelzeit + Kastanienzeit -

Was bin ich - früher - mit den Kidis, in dieser Zeit, sammeln gegangen
+ zwar ALLES, was von den Bäumen fiel: Blätter, Hutzeln, Früchte und natürlich Kastanien...hehe ;-)
Auch die Nichtessbaren, wurden verbaschtelt...YEAH !

Jetzt sind meine Kinder groß, sehr groß...erwachsen, vielleicht ;-D
und dessenthalben habe ich für diesen Kuchen, die Kastanien auch gekauft...
denn...so alleine,
macht das Sammeln - MIR - keinen spass ;-(

ABER -
im nächsten Jahr ....wird wieder - fröhlich - in die Keschde gegangen ...hibbel...gibbel...freu,

denn mein quickfröhliches Enkeltöchterchen kommt dann, mit der Omama, mit !!!

KASTANIENTORTE
( im pfälzischen => Keschdekuchen)

...sehr einfach + GUT ;-)

Zutaten:

6 Eier
270 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
900 g passierte Kastanien (Rohgewicht)
Puderzucker

Zubereitung:
Eigelb mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eiweiß steif schlagen.
Den Eischnee mit den passierten Kastanien vorsichtig unterheben,
Den Teig in eine gebutterte Form geben und bei 200° 40 Min. backen!
Abkühlen lassen und Puderzucker drüber.

Sehr süß!

Ich habe mit ungesüßter Sahne und beiseite gelegten Kastanien dekoriert,
zudem noch mit 3 Feigenwalnusspralinchen,
vom TK - aus dem Türkei-Urlaub - mitgebracht, auf´m Tortenteller ;-)))

An (gel) nette *Guten Appetit...mampf*

Oktoberimpression von Filzgarten: Ahornboden

Der Inbegriff von Herbst in Tirol: tolles Wanderwetter, hohe Berge, sich verfärbende Blätter! Dieses Foto ist am Kleinen Ahornboden im Karwendel entstanden. Die meisten Ahorne haben die Blätter bereits abgeworfen, manche zeigen sich noch in voller Pracht. Traumhaft!














Oktoberimpression von my-meerkat: Liebe und Tod im Oktober

Am ersten Oktoberwochenende war ich mal wieder in Gelsenkirchen. Freitag besuchten wir zu dritt die "Intermot" in Köln, um uns auf den neuesten Stand in Sachen Motorradwelt zu bringen. Der Tag war interessant, lustig und anstrengend zugleich.

Während sich die Männer an jedem Stand sofort auf die neuesten Supersportler stürzten, lief ich meist in die genau entgegengesetzte Richtung zu den Enduros und Adventure-Bikes. Nach guten 6 Stunden Messebesuch ließen wir den Tag bei leckeren vegetarischen Sushi, Algensalat, Kim-Chi und heißer Misosuppe ausklingen. Es war ein strahlender Tag gewesen mit einem makellos blauen Himmel, sommerlichen 
Temperaturen, einer Menge Rotwein und kuscheliger Zweisamkeit am Abend.

Alex, das letzte Grubenpferd liegt in Gelsenkirchen begraben. Für mich ist das Foto unauslöschlich mit dem Anruf am Morgen jenes Samstags verbunden. Ein lieber Mensch war gestorben, den ich leider nicht mehr kennenlernen durfte. An manchen Tagen liegen Liebe und Tod so nah bei einander...

Oktoberimpression von Gartenpflänzchen: von Blumen und Bienen

Dieses monatsmittig aufgenommene Foto eines meiner Gartenpflänzchen repräsentiert für mich den Oktober sehr schön. Er ist, für mein Gefühl, der Wendepunkt zwischen Herbst und Winter, ich merke wie noch alles am treiben ist, allerdings auch schon um einiges kraftloser und zurückhaltender.
Für mich persönlich ist dieser Monat viel zu schnell vergangen (seufz, in nicht ganz acht Wochen ist Weihnachten -> ich halt's nicht aus!), es gab viel zu erledigen. Die Natur hat sich noch ein Mal von ihrer farbenprächtigen Seite gezeigt, die letzten Früchte reifen lassen, die Tiere haben für die kalte Zeit Vorbereitungen getroffen und alle machen sich nun großteils bereit für die Winterruhe.
Aaaber wie es sich für eine anständige Gartenpflänzchenreichkönigin gehört, werde ich natürlich KEINE Ruhe geben und umtriebig bleiben, wie man es von mir gewohnt ist *zwinker*
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Wer auch Monatsimpressionen gesammelt hat, darf die hier unten gerne verlinken.

Einzige Bedingung ist: das Foto muss aus dem aktuellen Monat stammen und es sollten ein paar Zeilen mit Bezug zum Foto hergestellt werden.


Dienstag, 30. September 2014

MONATSIMPRESSIONEN Nr. 1 / September

Die Fredissimas stellen eine neue Blogrubrik vor: Monatsimpressionen. 

Ganz knapp formuliert ist die Idee dahinter: LIEBLINGSFOTO DES MONATS zeigen + ERKLÄRUNG oder Anekdote/Idee/Gedanken dazu liefern. Wir werden hier immer am letzten Tag des Monats in wechselnder Besetzung eine oder mehrere Fotos, die für uns den jeweiligen Monat ausgezeichnet haben, vorstellen.

Monatsimpressionen von my-meerkat - Motorradurlaub in Südfrankreich

Diesen Monat war ich etwas mehr als zwei Wochen mit meinem "neuen" Motorrad "Conchita" - einer Africa Twin Baujahr 1997 - in Frankreich und ein bisschen in Spanien unterwegs.

Das Foto entstand an einem der vielen Aussichtspunkte an der N260 in den 
spanischen Pyrenäen. Dieses Jahr bin ich auf dem Rückweg nach Hause 
einem kleinen Teil meiner Tour vom letzten Jahr gefolgt. Und auch dieses 
Jahr war die Zeit zu knapp, um all die Schönheiten am Wegesrand zu 
würdigen. Ich bin wieder  von der großartigen Schönheit der
Landschaften überwältigt. Weite Hochtäler wechseln sich ab mit engen 
Schluchten, karstige Gipfel mit grüneren Hügeln. Die Straße schlängelt 
sich manchmal eng und in unmöglichen Kurven durch Schluchten, um dann 
nach ein paar Kilometern wieder weit und fast schon autobahnartig zu 
werden. Das Reiseziel für das nächste Jahr steht schon fest: Es wird 
wieder in die Pyrenäen gehen!

Monatsimpressionen von Angelnette - Wirsingeintopf und Septembergedicht

Septembergedicht

Im September ist alles aus Gold:
Die Sonne, die durch das Blau hinrollt,
Das Stoppelfeld,
Die Sonnenblume, schläfrig am Zaun,
Das Kreuz auf der Kirche,

Der Apfel am Baum.
Ob er hält? Ob er fällt?

Da wirft ihn geschwind
Der Wind in die goldene Welt.

(unbekannt)

und einen einfachen Wirsingtopf von mir,

als Septemberimpression ;-)


Was ich da hatte, kam hinein...auch von der Menge her:

1 Wirsingkopf, Rispentomaten, Zwiebeln, Karotten, Champignons und Mais,
den ich vorgekocht hatte + dann - später - nur die Maiskörner verwendete ;-)
Gemüsebrühe, sowie Gewürze und Kräuter... je nach Geschmack !!!

Je öfters er aufgewärmt wird, um so besser schmeckt er, esse davon immer öfters...hehe ;-D

Regionale und saisonbedingte Küche
-> einfach + schnell + preiswert + vegetarisch + individualisierbar... mit einer Scheibe Brot oder Reis-, Nudel-, Kartoffelbeilage, wird daraus eine leckere Mahlzeit ;-D

Schau mal, was der Oktober bringen mag und lasse mich - von den kulinarischen Marktangeboten - überraschen,

Eure Angelnette *♥*

Monatsimpressionen von Cherry Bomb - Tempelhofer Freiheit

Der September war für mich ein guter Vogel-beobachtungsmonat. Das ehemalige Flughafengelände in Berlin-Tempelhof wird sehr rege genutzt, zum Grillen, zum Chillen, zum Rollschuhfahren und von mir hauptsächlich zum Fahrradfahren. Das ist ein bisschen wie Formel 1 auf zwei Rädern und mit Pedalantrieb. Man kann mal richtig schnell fahren, dem Mitfahrer zum Wettrennen herausfordern und das ohne auf Autos, Hunde oder sonstige Störfaktoren zu stoßen. Für Hunde gibt es dort mehrere Auslaufgebiete, so dass man auf dem restlichen Gelände an Tieren hauptsächlich Mäuse und dementsprechend viele Krähen und auch Raubvögel sieht. Das hier müsste übrigens ein Turmfalke sein...  

Fürs nächste Jahr kaufe ich mir ein Fernglas, damit ich die Tierchen noch besser beobachten kann, denn nach dem Rennen braucht man mal eine Pause und da legt man sich auf die Wiese oder auf einem der dort aufgestapelten Heuballen. 

Monatsimpressionen von Kallejasper - Tomatenernte


Es ist das erste Jahr, das ich bis Ende September noch so wunderbare Tomaten habe. Ohne Braunfäule, ohne Schnick und ohne Schnack--einfach so---herrlich---eure Kalle









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Ihr könnt euch gerne an der Impressionensammlung beteiligen und eure Blogseite hier unten verlinken. Einzige Bedingung ist: das Foto muss aus dem aktuellen Monat stammen und es sollten ein paar Zeilen mit Bezug zum Foto hergestellt werden.



Montag, 29. September 2014

Herz am Montag Nr. 35 - Reiseherz aus Blesle in der Auvergne

Blesle
Wie einige von Euch wissen, war ich im Urlaub mit meiner Conchita in Frankreich und Spanien unterwegs.

Auf so einer Reise passieren immer unvorhergesehene Dinge, wie z. B. dass ich meine EC-Karte in Freiburg vergessen habe und das - je nachdem wie man es nimmt - erst (oder schon) nach drei Tagen gemerkt habe.

Ich stand in Clermont-Ferrand an der Automantentanke und wollte gucken, ob sie meine EC-Karte akzeptieren würden. Das ist in Frankreich nicht immer der Fall, manchmal kann man nur mit Kreditkarte zahlen.

Als ich meinen Geldbeutel öffnete, lief es mir eiskalt über den Rücken: KEINE KARTE!
Blesle

Nach einigem Nachdenken wurde mir dann klar, dass sie noch friedlich in meinem anderen Geldbeutel in Freiburg schlummerte. Also Kommando zurück und an einem Tag wieder nach Hause, Karte einsammeln, kurz verschnaufen und dann wieder auf die Piste zurück.

Die genaue Geschichte findet ihr auf meinem Blog.

Bei meinem zweiten Anlauf gen Süden habe ich dann nichts vergessen, außer der Zeit.
Nach einer größeren Etappe am ersten Tag landete ich am nächsten Tag gegen Abend in Blesle.

Mein Abendspaziergang führte mich vom Campingplatz in den Ort selbst.

Dort war sehr wenig los.
Ein paar Leute saßen in der Brasserie und zwei, drei andere schlenderten durch die Gassen.
Ich landete zuerst auf dem Kirchplatz und später ging ich einmal um die mittelalterliche Stadtmauer herum, genoss die Wärme und das Urlaubsfeeling.

Bei meinem Streifzug habe ich dann diese Fensterherzchen entdeckt.

Der Fensterladen zierte eines der hübschen Steinhäuser, von denen etliche zum Verkauf stehen.

Interessanterweise war das der einzige Fensterladen, der mit Herzchen geschmückt war.

Dafür gab es ein Haus, an dem lauter emaillierte Nachttöpfe hingen, es war wohl ein Museum, wofür kann ich Euch leider nicht sagen.

Mein Herz habe ich ja schon lange an das Reisen mit dem Motorrad verloren.

Dieses Jahr war es eine ganz besondere Reise, eine mit viel Zeit, viel Spaß, vielen Kurven und vielen
Kilometern. Eine Reise, die mich durch großartige Landschaften führte und auf der ich viele schöne Begegnungen hatte.

Und am Ende habe ich mein Herz verschenkt und ein anderes  bekommen. Aber das steht auf einem anderen Blatt...

Hzerliche Grüße schickt Euch Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel.




Montag, 25. August 2014

Herz am Montag Nr. 30 - Ein Herz für Windräder

Bei einem der gemeinsamen Ausflüge mit Frau zuse und meiner Conchita alias Africa Twin war irgendwann
Africa Twin in freier Wildbahn
der Zeitpunkt gekommen, einen unbefestigten Weg zu nehmen.

Frau zuse ist ja schon lange immer mal wieder offroad unterwegs, für mich ist das noch Neuland. Seit ich die Twin habe, reizt es mich immer mehr, abseits vom Asphalt die Landschaft zu erkunden. Meine erste Enduroerfahrung letztes Jahr im April war wenig gloreich und endete in ziemlich vielen blauen Flecken und einem unglaublichen Muskelkater. Wer behauptet, dass "Motorsport" kein Sport sei, sollte mal Enduro fahren gehen.

Bei einer der Touren mit Frau zuse landeten wir nach mehreren Versuchen auf einem Versorgungsweg, der zu einem Windrad führte.

Windräder sieht man inzwischen an ziemlich vielen Stellen im Schwarzwald. Die Diskussionen um die Standorte schlagen ab und an immer mal Wellen. Es geht dann um tote Fledermäuse, Blinklichter, Landschaftsverschandelung und Lärm. In der nächsten Nähe von Freiburg findet man Windräder auf dem Rosskopf und auf der Holzschlägermatte, unterhalb vom Schauinslandgipfel.

Für uns als offroad-interessierte Motorradfahrer gibt es im Schwarzwald wenige Möglichkeiten, legale
Kein Zutritt für Aufziehherzen
Strecken jenseits von apshaltierten Wegen zu befahren. Aber es gibt Versorgungswege zu den Windrädern und dort stehen i. d. R. keine Verbotsschilder.

So hatte an diesem Abend meine Twin endlich die Gelegenheit, sich in ihrem Element zu fühlen. Sie tat das auch ganz willig und ich habe mich problemlos getraut, im stehen zu fahren, wie sich's für Offroad gehört!

Oben angekommen hatten wir einen wundervollen Blick in Richtung Vogesen, über uns machte das Windrad meditative Geräusche, um uns herum zwitscherten die Vögel.

Das Herz hat übrigens Frau zuse entdeckt. Es warnt wohl davor, sich mit Herzproblemen oder einem Herzschrittmacher dem Windrad zu nähern, oder gar in den Turm zu steigen. Unsere Herzen schlagen für die Windräder und ihre Versorgungswege im Schwarzwald.

Herzige Grüße schickt Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel


Freitag, 15. August 2014

Fisch am Freitag - Fisch mit Brille oder Brille mit Fisch?

Letzten Sonntag auf der Bauch-Beine-Po-Tour mit Frau zuse kamen wir unter anderem nach Zell imWiesental.

Zell ist eine alte Textilstadt, es gibt dort ein Textilmuseum, aber keine Textilindustrie mehr. Die wurde vermutlich irgendwo nach China verlegt.

So befindet sich Zell jetzt im Dornröschchenschlaf neben der B317 und ist zu einer Art Durchgangsort für Motorradfahrer geworden, die entweder aus dem Kleinen Wiesental kommen, oder ins Kleine Wiesental wollen. Der Corso führt mitten durch den Ort, vorbei an dem von mir sehr geschätzten Café Gutmann. Dort kann man in der kälteren Jahreszeit drinnen auf plüschigen Stühlen sitzen, Torte essen und zugucken, wie sich die ansonsten meist unsichtbaren Bewohner von Zell mit Kuchen für den Sonntagskaffeeklatsch mit oder bei Schwiegermuttern eindecken.

Im Sommer sitzt man draußen und die anderen Motorradfahrer fahren einem quasi über den Kuchenteller. Dabei kann man an der Kreuzung prima beobachten, wer noch die Vorfahrtsregeln beherrscht, wer weiß, was zu tun ist, wenn auf einmal vier Leute an der Kreuzung stehen, wer den lautesten Auspuff hat, wer das sauberste und wer das dreckigste Motorrad ...

An der Hauptstraße in Zell gibt es eine Handvoll Geschäfte, unter anderem auch einen Optiker. Und da waren die Fische im Schaufenster.

Sie lagen und hingen in der Auslage.

Natürlich müssen wir uns jetzt die Frage stellen, ob es sich nun um Fischbrillen oder Brillenfische handelt?

Vielleicht brauchen die Fische aber auch selbst Brillen, weil sie lesen lernen sollen, wie in diesem Beitrag von vor ein paar Wochen beschrieben?

Was meint ihr?

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel.

Mehr Fisch gibt es wie jeden Freitag bei Andiva.

Freitag, 8. August 2014

Fisch am Freitag - Reisefisch aus Peterzell

Opel Kapitän - Traumauto der frühen 60er Jahre
Auf einer meiner letzten Touren bin ich zufällig in ein Traktoren- und Oldtimertreffen gestolpert.
Obwohl ich überhaupt kein Autofan bin, finde ich Oldtimer wirklich toll.

Nun ja, meine Africa Twin ist mit ihren 17 Jahren ja auch schon fast einer...

Was mich an diesen alten Schätzchen fasziniert ist das individuelle Design der Karosserien, die Liebe zum Detail, die sich in geschwungenen Linien und chromglänzenden Accessoires niederschlägt. 
Ich liebe den Geruch von Öl, Benzin und warmem Gummi und bin fasziniert von der oft recht einfachen und überschaubaren Technik, die so ein Fahrzeug bewegt.
Und ich trauere schon lange den wundervollen Chromzierleisten meiner Kindheit nach.

Karman Ghia - Glamour pur!
Eines Nachts in meiner erster Wohnung wachte ich von Geschrei auf. 

Unter meinem Schlafzimmerfenster befand sich damals eine zwar nicht sehr befahrene, aber gerade zur nächtlichen Uhrzeit sehr lebhafte Kreuzung. 

Gerne versammelten sich dort nach Kneipenschluss sämtliche Betrunkene, die den Weg nach Hause nicht mehr oder nur noch mit Mühen fanden, um mehr oder weniger gelungene Ständchen zu gröhlen, oder lautstark über die Schlechtigkeit der Welt zu lamentieren. 
In jener Nacht aber stand ein streitendes Pärchen an der Ampel. Beide waren aus dem Auto gestiegen und beschimpften sich lautstark. Als ich das Fenster öffnete, um meinen Unmut kundzutun, war die Frau gerade dabei, das Auto von seinen Chromzierleisten zu befreien... Ich erinnere mich nicht mehr daran, was aus dem Auto und dem Paar geworden ist, nur an das rupfende Geräusch, mit dem sich die Zierleisten widerwillig vom Chassis lösten.
Warum gibt's eigentlich keine Kühlerhaubenfiguren mehr...?
Ich erinnere mich auch an die Ölkrise und daran, dass die Straßen damals leer waren, weil entweder nur Autos mit geraden oder mit ungeraden Kennzeichen fahren durften. Es waren sowieso sehr viel weniger Autos unterwegs als heute.
Ebenso werde ich nie das erste Auto meiner Mutter vergessen.

Ein eierschalenfarbener NSU Sport Prinz mit roten Kunstledersitzen, ohne Sicherheitsgurte (wir schrieben das Jahr 1970, die "straflose Gurtpflicht auf Vordersitzen" kam erst 1976), mit Halbautomatik (schalten ohne zu kuppeln), Schiebedach (nicht serienmäßig), Radio (ebenfalls nicht serienmäßig) und zwei Dreiecksfenstern, die im Lauf der Jahre undicht wurden. 
Wenn es im Sommer heiß war, tat man gut daran, sich nicht mit nackten Beinen auf die Kunstlederpolster zu setzen, da das äußert gemein brannte und die Haut am heißen Kunstleder klebenblieb. Wenn es im Winter kalt war, musste man die Fenster innen von Eis befreien, da die Heizung nur sehr unwillig funktionierte. Ein Lüftungsgebläse oder gar eine Klimaanlage gab es nicht, man machte das Fenster auf oder das Schiebedach, fertig.
Meine Mutter fuhr dieses Auto bis in die 80er-Jahre, es bekam zwischendrin einen Austauschmotor spendiert und endete leider irgendwann aufgrund eines Motorschadens und mit fortgeschrittenem Rostfraß in der Schrottpresse. 

Auch wenn ich Autos nach wie vor nicht wirklich mag, einen NSU Sport Prinz würde ich fahren. Oder einen RO80, das wäre ihre Alternative zum NSU gewesen...
Den Fisch habe ich auf dem Parkplatz gegenüber vom Oldtimertreffen entdeckt. Frische und geräucherte Forellen gibt es im Schwarzwald ja an fast jeder Ecke. Dabei sollte man dann aber lieber nicht auf die Oldtimer zurückgreifen...
Allzeit Gute Fahrt wünscht Euch Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Montag, 14. Juli 2014

Herz am Montag Nr. 24 - Herz ko. Ok?

In den letzten 5 Jahren meines Lebens gab es immer wieder Phasen, in denen ich extrem allergisch auf Herzen reagierte.

Mit so einem Herzen kann man nämlich eine Menge veranstalten.

Meist passiert das genau in dieser Reihenfolge: Erst klopft es ganz wild, dann rast es vielleicht im Sturm der Leidenschaft, es lässt sich berühren. Und am Ende wird es gebrochen.

Angeblich lassen sich mit einem gewissen Alleskleber, der den Namen eines trendigen Nachtvogels trägt, auch gebrochene Herzen kleben. Er gehört somit in jeden Medizinschrank und in jeden Nachtschrank. Denn gerne werden Herzen des Nachts erobert und gebrochen.

Wobei... im Nachtschrank könnte er - sofern neben einer Tube mit Gleitmittel gelagert - zu verherenden Konsequenzen führen... Deshalb entlasse ich Euch mit folgendem Merksatz in die Woche:

Am rechten Ort die rechte Tube, sonst klebt an Dir der falsche Bube!

Die Weisheit zum Montag kam heute von Eurer Doro von my-meerkat und klamottenlabel.

Freitag, 4. Juli 2014

Fisch am Freitag - Lindauer Küsschen

Abendstimmung im Seglerhafen Gohren
Meine letzte Motorrad-Tour führte mich nach langer Zeit mal wieder an den Bodensee.
Ich kämpfte mich Freitagabend tapfer durch den Feierabendverkehr und schlug mein Zelt im Campingpark Gohren in der Nähe von Kressbronn auf. Ruhig war es hier und ländlich.

Das Restaurant "Ultramarin" an nahe gelegenen Seglerhafen lockte mit seiner idyllischen Lage und gutem Essen. Mit einer Freundin aus Vorarlberg verplauderte ich so gemütlich den Abend, untermalt von stimmungsvollen Gewittereinlagen im Hintergrund.

Da ich für einen Wochenendtrip in der Regel keinen Kocher und kein Geschirr mitnehme, gehe ich meist
Bödele bei Dornbirn in Vorarlberg
frühstücken. Der nächste Morgen führte mich nach Lindau auf die Insel.

Bei herrlichstem Sonnenschein bummelte ich durch die Straßen und fand rasch ein Café, in dem es recht anständiges Frühstück zu einem guten Preis gab.Belagert von Spatzen stärkte ich mich mit leckeren Brötchen und Tee und wartete nebenbei auf die Reparatur meiner Sonnenbrille.

Die nette Optikerin steuerte noch gratis einen aktuellen Wetterbericht bei, so dass ich optimal vorbereitet auf Tour nach Vorarlberg gehen konnte.

Nebenan in der Eisdiele wurde gerade neue Werbung angebracht und beim näheren Hinsehen habe ich diese Fische entdeckt. Das Bodenseeküsschen - gratis! Scheinen ein herzliches Völkchen zu sein, diese Lindauer.

Ein schönes Wochenende und pannenfreie Touren wünscht Euch Doro von my-meerkat und klamottenlabel.


Mehr Fisch am Freitag gibt es wie immer bei Andiva.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Fredomino - heute: was essen

Vor über zwei Jahren, als ich von den lieben Fredissimas und ihrem Blog noch gar nie was gehört hab, gab es hier schon mal eine Rubrik mit dem Namen FREDOMINO.
Doro von MY-MEERKAT/KLAMOTTENLABEL hat im Februar 2012 das erste Dominosteinchen aufgestellt, damit Kalle von KALLEJASPER/LIEBLINGSPUPPEN inspiriert, deren Brautstrauß sozusagen der Gedankendominostein für Cherry von CHERRY-BOMB/KIRSCHBLÜTEN-TSUNAMI war, von der Ulla von FILZGARTEN/SCHMUCKERGARTEN volley auf die Gedankensprünge geholfen wurde.

Ulla hat uns damals einen wunderhübschen Eier-Blickfang gefilzt und, glaubt'ses oder nicht, DEN habe ich letztens auf meinem Herd gefunden.

he cought my EI ;o)

Herr Palat Schinke hat mir verschmitzt zugezwinkert und gemeint, er wäre gerne bereit, mir Gaumenfreude zu bereiten, wenn ich ihn dafür mit einer mexikanischen Gemüsefüllung belege.

hmmmmmm...o.k, o.k., ich geb's zu, es war ein bissi anders...also, Herr P. Schinke hat mir zugezwinkert, soweit war es richtig, aber dann habe ich kaum meinen Ohren getraut, fragt der Kerl mich doch tatsächlich: "Wieso lachen Gartenzwerge beim Fußballspielen?" Ich ganz verdutzt: "Keine Ahnung, wieso?" Worauf er verschmitzt antwortet: "Weil die Grashalme an den Eiern kitzeln."
Also, für so'n Schweinkram habe ich natürlich kein Verständnis, hab ihn gleich mit GEMÜSEfüllung belegt und sofort verputzt...vielleicht *grunz*.

Da gerade Kirschenzeit ist *mmmmmh und zwinker* habe ich auf Cherrys Anstoß den Faden äh das Dominosteinchen aufgehoben und den nächsten aufgestellt, damit das Fredominospiel weiter gehen kann.

Es schubst Euch ganz lieb,
Euer Gartenpflänzchen (❀‿❀)