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Samstag, 11. Februar 2017

Kalle bastelt einen Pappkoffer Teil 2 / Das Innenleben

So nun ist es schon ein wenig her, das ich Zeit hatte mir einen Pappkoffer zu basteln. Heute zeige ich euch noch rasch, wie ich das Innenleben gebastelt hab.


Erst kleidete ich den Koffer mit passendem Stoff aus.
 Dabei machte ich auch noch die beiden Bänder ran, die verhindern, das der Koffer zu weit aufklappt.



 Dann ließ ich den Koffer in Ruhe trocken und fing an wieder Pappstreifen mit Holzleim auf einander zu leimen.



 So wird die Pappe schön stabil. Dann hab ich mal geschaut, wieviele kleine und wieviele große Fächer ich benötige und habe entsprechende Schlitze mit dem Cuttermesser in die Pappstreifen geschnitten. Oben bis zur Hälfte und den anderen Streifen von unten bis zur Hälfte.





Einmal angepasst---ja war ok. Dann konnte ich mit meiner Heißklebepistole alle Einschübe zusammenkleben.

und nun Trommelwirbel...



Serviettentechnik!!!!!




Ja ich weiß, das ist schon eine sehr merkwürdige Technik und ich bin und war echt kein Freund davon. Aber sie macht die blöde Pappe relativ schnell hübsch, und vor allem härtet sie das ganze noch mal ausgezeichnet...wahrscheinlich dieser Serviettenlackkleber Dingsbums.

ok und während das trocknet, habe ich mir noch drei Nadelkissen genäht.



Na?








Fertig....



und gefällt mir. Nun habe ich die Weihnachtsgeschenke wunderbar untergebracht und stelle mir den Koffer so an meine Nähmaschine.

Schalten Sie gern wieder ein, wenn es heisst:

Basteln mit Kalle---hehe

Freitag, 19. Juli 2013

"MAMAAA, mir ist langweilig" , Teil 1

Mir graut es vor diesem Satz, weil ich ihn nicht verstehen kann und deswegen oft etwas hilflos meinen Sprösslingen gegenüber stehe, wenn ich ihn zu hören bekomme.
Mir ist nie langweilig, denn selbst wenn der Haushalt bis in die letzte Ecke blinkt, die komplette Wäsche erledigt, der Einkauf für die nächste Woche geschafft und das Essen für die nächsten zwei Tage gekocht ist, fällt mir- neben meiner Hauptarbeit an meinen Puppen- noch in 1000 Jahren etwas ein, was ich unbedingt ausprobieren, erledigen oder lesen will.
Auch bilde ich mir ein, dass mir als Kind nie langweilig war, außer beim Kaffeeklatsch bei Tante Rosi und Tante Hilde, die Kinder nicht besonders mochten und in deren Anwesenheit man bestenfalls nur atmen durfte.

Wie dem auch sei, vor ein paar Wochen, als die Sommer- Ferien in greifbare Nähe rückten und es noch so aussah, als würden sie komplett ins Wasser fallen, entwarf ich eine what- we- can- do- bevor- mutti- is- hüpfing- out- of- the- window or kill the Wollmice- Liste, mit der ich künftig im Notfall reagieren kann.

Kinder stellen in der Regel gerne etwas her und sei es noch so Alltags untauglich.
(Den ersten Stifte- Halter aus der Pappe einer leeren Küchenrolle, den mein TK im Kindergarten gebastelt hat, habe ich tapfer zwei Jahre lang für jeden sichtbar auf meinem Schreibtisch drapiert, auch wenn man ihn 100 Mal am Tag wieder aufstellen und den daraus hervor springenden Stiften hinterher hechten musste.)

Also stehen auf meiner Liste nur Aktivitäten, denen Kinder auch gerne mal fast ganz alleine nachgehen können und Leid geplagte Eltern in der Zwischenzeit zumindest mal in Ruhe ein Tässchen Kaffee zu sich nehmen können, um bis zur Nachtruhe tapfer durch zu halten.

Teil 1 meiner Serie "Kampf gegen Langeweile", beschäftigt sich mit der fast schon vergessenen und in den 80er Jahren noch sehr beliebten Freizeitbeschäftigung "Salzteig herstellen, verarbeiten, bemalen und dann Onkel Heiner zum 70sten schenken".

Dazu nehme man eine Schüssel und kippe 2 Tassen einfaches feines Kochsalz hinein. 
Darauf gibt man 2 Tassen billiges Mehl (Type 405) und 1/2- 1 Esslöffel   Tapetenkleister (je nach Tassengröße).
Dann mischt man das Ganze kurz mit einem Schneebesen durch und kippt noch eine Tasse warmes Wasser hinzu.
Zum Schluss wird Alles schön durchgeknetet, bis sich ein schöner und glatter Teig ergibt.

Kleiner Tipp:
Falls Sie die Tassen und den Löffel mit in die Schüssel geworfen haben, dann entfernen Sie alles bitte wieder ganz unauffällig.
Nur so ist gewährleistet, dass ein glatter Teig mit ohne Gefahren für Leib und Leben entsteht.
(Letzteres habe ich wegen der Sicherheit und der Liebe des Gesetzeshüter zu Warn- Hinweisen dazu geschrieben, wo wir doch heute schon an dem Punkt sind, an dem auf ein geschweißten Medizin- Bällen "Bitte nicht verschlucken" stehen muss.
Und wo wir schon dabei sind: Dieser Teig ist NICHT zum Verzehr geeignet!)

Sollte der Teig zu matschig geraten sein oder zu fest, dann fügen Sie bitte so lange Mehl und oder Wasser dazu, bis Sie den Teig optisch anspruchsvoll finden.

Und jetzt kann es auch schon losgehen.
Und falls Ihre Kinder nun sagen, dass sie nicht wissen, was sie damit machen sollen, dann geben Sie jetzt bitte nicht auf.
Sie sind Ihrem Kaffee schon greifbar nahe, also halten Sie durch!

Zücken Sie einfach sämtliche Ausstech- Formen für Plätzchen, die der Shopping- Kanal in Ihr trautes Heim gebeamt hat.
Bombardieren Sie Ihre Kinder mit Trinkhalmen, stumpfen Stricknadeln und dem Gebiss von Opa Klaus, fast Alles kann dazu dienen so ein Teig- Oevre formschön zu veredeln.

Die vollendeten Gebilde werden anschließend bei ca. 120 Grad (je nach Dicke) bis zu einer halben Stunde gebacken.

Nach dem Abkühlen können Ihre Sprösslinge noch Einen drauf setzen und die Teilchen bemalen.
(Am Besten eignen sich dazu Acryl-, Plaka- oder Acryl haltige Wasserfarben.)

Dazu habe ich da mal was für Sie vorbereitet, damit Sie sich überzeugen können, dass bei dem Gepamp tatsächlich was bei rauskommt:

Salzteig nackig und

bemalt

Für Tante Hedwig und Onkel Dieter

Das hier bekommen wir auch noch irgendwo unter!


Sollten Sie sich an der Aktion beteiligen oder ein Kunstwerk Ihrer Kinder besonders haltbar machen wollen, dann empfehle ich Ihnen, das betreffende Teil mit Klarlack zu versiegeln.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen oder auch nur ein bissl Ruhe vor den Langeweile- Monstern, diese Fotostrecke hat mir schließlich Zeit für ein Bad in der Wanne und drei Tassen Kaffee verschafft!

Liebe Grüße
und bis zum nächsten Mal,
Ihre Susannelfe

Dienstag, 4. Dezember 2012

Endspurt

Endspurt ist eigentlich immer.
Weil ich mir auch immer ein Ziel vorgebe.
Dann kommt es natürlich unweigerlich auch zu einem Endspurt.
Natürlich nehme ich immer den heftigen Endspurt.
Den, wo man Abends schlecht einschläft und am Tage wirr umherläuft.
eigentlich schlafe ich schon beim hinlegen ein, meistens. wenn ich aber wach liege und mein Gehirn noch rattert, dann bewege ich mich auf der Zielgerade.
So wie jetzt.

Jetzt könnte man denken, Jeder hat Endspurt. Den meine ich noch nicht einmal, den mit Weihnachten und Jahresende und Weltuntergang. Ich habe einen kleinen Endspurt davor eingelegt, wie viele Fredissimas auch---ich habe Adventsmarkt.

Stimmungsvolles Windlicht

So ein Markt ist noch einmal eine Welt für sich.

Neben all den Dingen, die jeden Tag zu stemmen sind, auch die Geschäftchen, die weiter laufen, sitzt man nun noch Stundenlang an Marktvorbereitungen, man muss kleine liebevolle Preisschilder anfertigen, alles noch einmal durchsehen und noch einige Sachen aufbügeln, Deko für den Stand vorbereiten, oder basteln, Stoffe aussuchen, Werbung und Verpackungsmaterial sichten und einpacken, Online Shops auf Pause setzen, es sind tausend kleine Dinge.

Am Tag des Marktes ist mir meistens ein wenig flau im Magen. Wie wird das Wetter sein? Was zieh ich anß ( eine schöne Frage um den Mann mit der Hektik anzustecken) Passt alles ins Auto? Hab ich die Notfallbox? (die ist voller Strippen, Sicherheitsnadeln, Kerzen, Taschenlampe, Nägel, Hammer.....)

Dann wird der Stand inspiziert. Wenigstens da habe ich in diesem Jahr keine unliebsame Überraschung, weil ich die Marktleiterin bin und weiß, wie ich die Stände gestellt habe----dafür ist natürlich als Marktleiterin auch die Verantwortung groß. Die anderen Kunsthandwerkerinnnen haben auch einen guten Platz verdient und hoffentlich kommen viele Besucher, dass alle zufrieden sind und hoffentlich kommen die Teilnehmerinnen. Im letzten Jahr war das ja nicht so gut---siehe---http://fredissimas.blogspot.de/2011/12/ein-hauch-von-weihnacht.html

Aber in diesem Jahr habe ich das große Glück, dass sich Kunsthandwerkerinnen von sich aus angemeldet haben und angefragt haben---das erhöht die Chance, das alle kommen.

Normalerweise kommt man auf dem Markt an, sucht den Marktleiter bekommt seinen Stand zugewiesen, sieht, dass er nicht so ist wie abgesprochen, sieht, das Strom fehlt. Dann beginnt erstmal ein endloses Gerödel.....

Wenn ich nun meine schönen Dinge ausbreite, kommt auch feierliche Stimmung auf. Manch ein Scherz fliegt von Stand zu Stand....die Erwartung ist groß----

ein Sternenlicht

Jetzt wird der Markt eröffnet. Die ersten Käufer strömen auf den Markt und an meinem Stand vorbei. Ich lächel und Grüße und freue mich mit. Dann wird der Käuferstrom dünner, die Kälte kriecht in die Stiefel, Hunger macht sich breit. Das lächeln ist jetzt schon etwas dünn. Noch immer kein Verkauf.

Dann auch noch so freche Menschen, die mit ihren gerade gegessenen Bratwursthänden an den Sachen rumfingern wollen. Jetzt fühle ich mich schon ganz traurig und leer.

Als ich eine Kerze anzünde, denke ich an die Lieben zu Hause, die jetzt auch den Adventskranz ohne mich anmachen, ein paar schöne Lieder singen, von den Plätzchen und der Stolle naschen und kuschelnd am Kamin heissen Tee von der lieben Pflanzengärtnerin trinken. Ein Tränchen will sich aus den Augenwinkeln stehlen....und unweigerlich fällt mir das Märchen Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen ein.....

Da gebe ich mir einen Ruck, greife mir meine Thermoskanne, schenke heissen Tee in zwei mitgebrachte Tassen ein und gehe zur Frau am Nachbarstand---schenke ihr ein Tässchen Tee und ein paar aufmunternde Worte und freue mich auf blitzeblanke Kinderaugen vor meinem Stand----


ich bin auch da


Vielleicht sehen wir uns am 8. / 9. 12. ab 14 Uhr in Globig und wenn nicht, weil ihr zu weit weg wohnt, dann denkt an die Frauen hinter den Ständen, wenn ihr über den Weihnachtsmarkt spaziert. Schenkt ihnen ein lächeln und ein paar freundliche Worte....

die Krippe darf nicht fehlen
Eure Kalle von kallejasper und lieblingspuppen

Freitag, 2. Dezember 2011

Fredissimas Fisch am Freitag

Freitag ist Fischtag....
Um Nach dem schlüpfrigen Dirty Donnerstag das Nivea wieder zu heben
heute hier einmal mit einer auf Seide umgesetzten Hommage an einen meiner Lieblingsmaler..  
La baie des Anges von Marc Chagall zeigt den Fisch gleich 
 in verschiedenen Versionen, - oder zählt eine Meerjungfrau etwa nicht dazu?

 Immer ein wenig bockig beim fotografieren,
 Fische sind eben doch auch wieder eine schlüp(F)rige Angelegenheit ....
 Die Krawatte wird übrigens grad wieder Trend für die Dame von Welt,
im Zuge der Modeeinflüsse aus den vierziger Jahren.
Selbst trage ich meine Art wear - Kunst zum Tragen  Krawatten ganz  locker gebunden  über einem oversized Herrenhemd mit kleiner schwarzer Weste -  und mit? 
Klar: Glitzer und Highheels.... Richtige Männersachen eben :)
Dies war mal wieder ein Pausenfüller...
Vielleicht mag die Frau Diva ihren Druckfisch als Abbild hier heute auch noch zeigen? 
Mehr Fisch gibt es sonst wie immer bei der kunstpause und hier bei Frau Rieger