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Mittwoch, 19. November 2014

Kürbis Spezial

Herbstzeit, Kürbiszeit. Wir dachten, es ist einfach mal an der Zeit, die gute alte orange Herbstfrucht ins rechte Licht zu rücken und zu zeigen, was man mit Kürbissen so alles anstellen kann... Mal gucken, was den Fredissimas dazu so einfällt...

KUNSTPAUSE
Kürbisse sind Dank ihrer leuchtenden Farbe bei mir ein begehrtes Deko Objekt, bedürfen sie doch außer bewundernden Blicken keiner weiteren pflegerischen Zuwendung.
So nisteten sich im vergangenen Herbst ein paar schöne Exemplare auf unserer Haustreppe ein.
Im Schatten der Sonne sah einer von ihnen immer aus, wie ein listiger Vogel, der mich mit einem Auge etwas mürrisch skeptisch, aber
doch auch wohlwolled liebenswert musterte. Da rattert natürlich das Kopfkino und die grauen Zellen brüteten in der Folgezeit die Kürbiskrähe aus, mit einem knarzigen Aussehen, einer rauen Schale um einem goldenen Kern und einer liebenswerten Seele.
Das war die Geburtsstunde des Kürbis Fliegus, der dann auch flugs in diesem Herbst in memoriam an den schönsten Kürbis, der bei uns je Deko war,  auf das Papier flatterte.
Päuschengrüße!

Orange mag ich als Farbe eigentlich gar nicht. Zu sehr assoziiere ich damit niederländische Grölfans in Fußballkreisen... Aber ich liebe die Farbe Orange in meiner favoriten Herbstsuppe: Kürbissuppenfarbe! Yeah! Das ist die leckerste Herbstfarbe, die es für mich gibt! Vor allem, wenn man zur Herstellung dieser Köstlichkeit einen Hokkaido-Kürbis verwendet. Dessen Schale kann man nämlich mitessen. Sie verleiht der Suppe dadurch ein besonders nussiges Aroma und erspart einem das lästige Schälen. Das ist nämlich die einzige Krux an der Kürbissuppe: den Kürbis selbst, bzw. seine Härte... Eigentlich braucht man zum Zerteilen des Kürbisses eine Machete. Ich kann aus Erfahrung berichten, dass man damit das harte, runde Teilchen am besten kleinkriegt. Aber wenn man keine Machete zur Hand hat, tut es auch einen handelsübiche Kreissäge... oder, okay, ein scharfes Messer und jemand, der einem mit einer starken Hand zur Seite steht. Wenn man ganz besonders viel Glück bei der Kräfteverteilung hatte als Gott die Gaben verteilte, dann kann man das auch selbst schaffen.

Ansonsten braucht man je nach Gusto noch eine Stange Porree, eine Zwiebel, das eine oder andere Möhrchen und wenn man beim Einkaufen dran denkt, noch ein paar Zentimeter frischen Ingwer. Ich hab nicht dran gedacht. Daher fehlt er auf dem Foto. Aber die gute Hausfrau *höhö* hat auch immer ein Döschen Trockeningwer im Schrank zu stehen. Gemüse einfach kleinschnippeln, grob geschnippelt tut's auch. Dann dauert's nur beim Kochen ein Tick länger. Alles in ein wenig Olivenöl anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen (soviel, dass das Gemüse gerade bedeckt ist = ca. 1 Liter), ca. 20 Minuten köcheln lassen, den Pürierstab einmal reinhalten (und einschalten). Dann mit Salz, Pfeffer, Chili, Curry, Ingwer abschmecken, halbe Packung Sojasahne reinrühren (klar, geht auch echte Sahne, wenn Sie unbedingt dick werden wollen... Geschmacklich unterscheidet sich das eh nicht großartig)... Wer die Geduld dazu hat, kann die Suppe vor dem Essen noch kurz ziehen lassen und anschließend mit (im Idealfall selbst gebackenem) Brot servieren.

Die Kürbiskerne habe ich rausgepult, abgewaschen und im Backofen etwas antrocknen lassen. Allerdings musste ich feststellen, dass man sie super schlecht aus den Hülsen lösen kann und habe sie den Vögeln gespendet... Aber theoretisch könnte man sie auch selbst essen, wenn man die Machete nochmal zur Hand nimmt!

Ich glaube ja, dass es mehr Kürbisköpfe gibt---sozusagen ganzjährig. Aber am Ende des Oktober gibt es besonders viele und damit auch nicht ein Rest von Verstand oder Kernen übrigbleibt, wird gekratzt, geschabt und gelöffelt. Unsere Prinzessin Sauerkrauthaar hat da mal was vorbereitet. 
Sollte der Kürbis dann schön hohl sein, kann man ein Bild hinein schnitzen, möglichst gruselig und zum Erhellen ein Licht hineinstellen....


MIR, fällt dazu nur das schönste KÜRBIS-Filzohrgebamsel ...von der ganzen Welt - von unserer KALLE - ein, das ich immer, zu dieser Jahreszeit, als Schmuck trage...seht selbst:



Herbstliche Novemberumärmelgrüßchnetüteabstell,

Eure An(gel)nette *♥*


Ich habe diesen Monat zum ersten Mal Kürbismarmelade gekocht.

Das Rezept kommt hier, insgesamt solltet ihr am Ende ca. 1 kg Mus/Flüssigkeit haben, also sind alle Mengenangaben nur ungefähr.
  • ein Stück beliebigen Kürbis 
  • je nach Geschmack 2-3 Karotten
  • ebenfalls nach Geschmack Saft von 2-4 Orangen
  • ein Stück Ingwer 
  • Zimt, Kardamom, Nelken
  • eine Packung Gelierzucker 1:2 und
  • eine Packung Gelfix
  • sterilisierte Schraubgläser
Das Gemüse kleinschneiden, mit den Gewürzen und dem Saft weich kochen.

Die Gewürze entfernen und das Gemüse pürieren, danach abmessen, ob es 1 kg ergibt, ansonsten ggf. noch Flüssigkeit ergänzen.

Das Mus mit dem Gelierzucker und dem Gelfix vermischen und nach Angabe auf der Packung aufkochen.

Achtung! Ihr braucht einen großen Topf, weil die Vormarmelade ziemlich hochkocht.

Alles in die vorbereiteten Gläser füllen und diese auf dem Kopf stehend abkühlen lassen.

Das nächste Mal werde ich etwas großzügiger mit den Gewürzen und dem Ingwer sein und evtl. noch eine Prise Chilli untermischen.





Donnerstag, 13. Februar 2014

Angelnettes Blogverlosung


WIR FEIERN
 o °
.... o ° °o
....~~~~/.
.....~~~/
......~~/
.......~/
…....║
.. -=≡±≡=-...eine GEBURT + einen GEBURTSTAG 

mit fetter Hauptgewinn-VERLOSUNG !!!

Alpenveilchen mit Glücksschweinchen-Karte
von Hasenfratze
HURRA und JUBEL...
WIR feiern mit einer BLOG - VERLOSUNG x 2 ...mit ausschließlich Hauptgewinnen !!!
*kicher*
+ begleitet von meinem geliebten RILKE *YEAH*


G E B U R T


EK-Töchterchen hat am 25.01.2014 das Licht dieser Welt erblickt,

gesund und munter! *freu...jubel...hüpf...strahl*

Augenstern Anaïs gut behütet unter Kalles Decke

Du musst das Leben nicht verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke, 8.1.1898, Berlin-Wilmersdorf


G E B U R T S T A G

 ICH runde meinen Geburtstag - heute - und einmalig...*hüstel*
 => zum 60. x
...und fühle mit JUNG + FRISCH + hübsch BEKLÖPPELT...wie immer 
+ meistens ;-) 
...doah ;-))) *örks...freu...JUBELNDseufz*
Ich mit ca. fünf Jahren von meinem Papa,
in Öl auf Leinwand gemalt ;-D
Hinter den Dingen
Gedicht Rainer Maria Rilke

Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht,
dann geht er schweigend mit ihm aus der Nacht.
Aber die Worte, eh jeder beginnt,
diese wolkigen Wort sind:
Von deinen Sinnen hinausgesandt,
geh bis an deiner Sehnsucht Rand;
gib mir Gewand.
Hinter den Dingen wachse als Brand,
dass ihre Schatten, ausgespannt,
immer mich ganz bedecken.
Lass dir alles geschehn: Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.
Lass dich von mir nicht trennen.
Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen.
Du wirst es erkennen
an seinem Ernste.
Gib mir die Hand. 

So lasst UNS gemeinsam feiern !!!
*YEAH...SchampusundSchnittchenverteilundhierabstell*

...mit dieser - meiner BLOGverlosung mit 6 x 2 (sex...*kicher*) Haupt-Preisen und nochmals 1 x Trost-Preis ( = 13 meiner Geburts- und GLÜCKSzahl ) aus meinem himmlischen Schatzkästchen - aus Produkten von DaWanda-, FREDISSIMAS und anderen Künstlerinnen:


Stoffherz mit Brieftascherl für Botschaften
von Amarillis mia bella
Herzkette mit Zirkonia
von Dunkelrot


Taschenbuch v. Carlos Castaneda
"Die Lehren des Don Juan"
Taschenbuch v. Prentice Mulford
"Unfug des Lebens und des Sterbens"
von Copperhead vier Coppinskis vom Feinsten
auf Leinwand -> je zwei zum Aussuchen
Sandrose mit Aromaöl "Gute Laune"




Leinwandbild "Der kleine Prinz"
von Marrybess
Pizzamagnet von Stricktdagegen +
zwei Brotmagnete von Kirschblüten-Tsunami  














Perlenohrhänger mit Muranoglastropfen re. oben
+ Tropfenohrringe li. unten von Kunstpause

Blütenbrosche von Meta Murphy
Tüte mit bunten Klammern von Art of Lahja
+ Memoboard der Kooperation
Kirschblüten-Tsunami / fresh-fish




Stoffnackedei mit Spruch von GlückstagByHeide
+ Perlen-Jade-Peridot-Armband rechts

aufklappbares Fabergé-Ei aus Porzellan mit innenliegender Uhr
+ ein echtes Coppinski-HERZ von Copperhead
Kette mit Feuerachatscheibe
an Lederband von Kunstpause












indische, reichbestickte Schnabelschuhe,
Gr. 39 (fallen klein aus)



BEDINGUNG zum Mitmachen:

Schreibt einen lustigfröhlichen BLOGbeitrag zu diesen EVENTS
...hier undoder in mein Gästebuch und wandert damit

- am 15. Feb. 24:00 Uhr - ins Lostöpfchen ;-)))
+ am Sonntag werden dann schon die Gewinne ausgeschüttet...JEPP !!!

Es gibt immer + für die ersten SEX = 6 gezogenen Namen => je 2 HAUPTGEWINNE und dann nochmals 1 fetten TROSTPREIS + zwar wild gequirlt - aus all dem Schönen - ausgesucht => lasst EUCH überraschen !!! YEAH *und sich kindlich mitfreut* ;-)

Also viel Spaß an der Freude, aber zackiiisch,
*GLÜCKtütchen abstell und Däumchen für Euch alle drück*

Eure An(gel)nette
*hibbelgibbel...freu...hüpf...fettgespanntbin...Gläschenschwenk...cheers...klonk...hicks*


P.S.:
Wir sehen UNS...am Sonntag zur Gewinnausschüttung !!! *doah*

Und => "Essen ist die Erotik des Alters, nicht der Sex."
Alfred Biolek
...und das - mit diesem Zitat - noch gesagt haben möchte! *wissterbescheid...zwinker*




Sonntag, 1. Dezember 2013

Angelnettes FREDISSIMASCHÄTZE von

Hand - Werks - Art

Seit 2001 ist FREDISSIMA – GRIT – auch Goldmarie – genannt, gelernte Goldschmiedin und liebt diesen Beruf. Ab 2010  hat sie den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und eine kleine Ateliergemeinschaft eröffnet. 
Große Freude macht Ihr das Entwerfen von Schmuckstücken, wenn der Kunde nicht so recht weiß, was er möchte, und sie mit dem Ergebnis Begeisterung auslöst. 


So auch bei mir....jubel: Hatte einen einzelnen Labradoritstein und verschiedenste Gold-Restteilchen


+ Frau Handwerk zauberte mir einen unikaten und bezaubernden Blütenring :



In Ihrem Blog:

könnt Ihr begeistert lesen und staunen und in die Goldschmiede... Hand –Werks - Art Einblick gewinnen! „zwinker“

Zudem fasste sie mir einen Matrixopalstein in Silber,
und diesen energiegeladenen, kraftspendenden Ring trage ich OFT + mit solch einer Freude:


Dazu nahm sie allerlei beschädigten Silberschmuck von mir in Augenschein und hämmerte, schleifte und vergrößerte mir einiges an Ringen, die ich sonst hätte nicht mehr tragen können !!! „YEAH...freu“

Auch erstand ich ein Lederwickelarmband mit Herzverschluss, seht und staunt...


Besucht ihr reizendes SCHMUCKlädchen, da bleibt – fast – kein Wunsch unerfüllt...bitteschööön:


Zur Geburt meines ersten EK, werde ich mir, entweder ein Arm- oderund Halskettchen mit graviertem Fußabdruck aussuchen und mich darauf  + dem herzlichen Kontakt mit GRIT  sehr freuen ;-) „gibbel“

Wie von Frau Goldmarie mal angedacht, warte ich auch noch - sehnsuchtsvoll - auf einen Workshop in ihrer Goldschmiede, denn damit erfüllen sich mir => 3 Wünsche:

1)  Bin eine SCHMUCKelster....dasabernienimmernichtzugebenwerd ;-)
2)  Schliebe Goldschmiedearbeiten + möchte da mal a bissl reinschnuppern ...hehe!
3)  Schseh meine alte Heimat wieder => die wunderschöne Pfalz, habe 22 Jahre meiner Jugend dort verbracht – Schule und Studium ;-))) „Yeah“

In Frau Handwerks 2tem Shöppken, der „schulzeschmiede“  findet ihr herrliche Schmiedearbeiten, 
und ich liebäugle schon lange auf eine hübsche Gürtelschnalle und auf den 5er Set Bronzewürfel ....hibbel...gibbbel...schmacht,
seht hier:


So, das war nun mein letzter Beitrag zum Thema „Meine FREDISSIMA-SCHÄTZE“

T´schuldigung an diejenigen, die IHRE SCHÄTZE bei mir noch suchen,
und die in meiner Rubrik - Vorstellung fehlten !!
Da habe ich – ausnahmslos -  schon ALLES verschonken ;-)
GULP...ohnevorherFOTOSgemachtzuhaben...soSCHADEPUPADE... ;-(

Das sind :

http://de.dawanda.com/user/TuttiJule  „hatIhrLädchengeschlossen*

...und hier werde ich zukünftig einkaufen, wenn´s EK da sein wird!!! „freu...hibbel...gibbel“


Fühlt EUCH alle fett geschätzt und geknuddelt  ;-x
Eure Schätzken machen andere MENSCHEN sehr glücklich!!! “YEAH..ichmirdaganzsicherbin“

DANKEschööön...für Eure Aufmerksamkeit
und bis auf demnächst...vielleicht,
dann zu anderen Themen ;-D

Besinnlischen 1. ADVENT wünsch,
und vorab...schon eine frohe Weihnachtszeit,

Eure Angelnette "fettesUmärmelundleckerPlätzchentütchenabstell"





Freitag, 14. September 2012

Märchenhafter Fisch am Freitag


Erinnert ihr Euch an Eure Kindheit, als Euch unsere Märchen noch in ihren Bann gezogen haben und ihr fest davon überzeugt ward, dass Alles möglich ist, wenn man nur intensiv genug daran glaubt?
Mit dem Erwachsenwerden verliert man leider viel zu leicht den kindlichen Glauben, zu sehr sind wir in unserem Alltag verstrickt und klagen viel zu schnell über die kleinen und großen Sorgen, die uns nun in ihren Bann geschlagen haben.
Doch das Leben wird wieder viel leichter, wenn wir Tage erleben, an denen wir einfach nur sind, an denen wir innehalten können und uns Zeit für uns und die schönen Dinge nehmen können, uns unserer Freundschaften bewusst werden, in den Tag hinein leben und ihn so verbringen, wie es uns gerade passt.
Ich persönlich liebe Märchen und Geschichten, dabei finde ich Zeit für mich und kann Kraft zum Weitermachen sammeln.



Deswegen erzähle ich Euch heute auch einmal eine Geschichte, die sich vor langer Zeit zugetragen haben soll:
Es war einmal ein junges Mädchen, das keine Eltern mehr hatte. Sie waren Beide nacheinander an harter Arbeit und Hunger gestorben. 
Seit dem lebte das Mädchen ganz alleine tief im Wald, in einem sehr kleinen, ärmlichen Häuslein.
Das war zu einer Zeit, in der Wunder und Märchen noch wahr wurden und die Menschen noch sehr mit Sagen, Mythen und Fabelwesen verbunden waren.
Von Anbeginn der Zeit erzählten sich die Alten im Dorf, dass im großen See in besagtem Wald Nixen, Wassermänner und andere Fabelwesen leben. Diese Wesen seien erlöste Menschenkinder, die nach langem Elend mit einem schöneren Leben beschenkt worden seien. Sie lebten angeblich am Seegrund in kleinen Schlössern und Palästen und hätten keinerlei Sorgen und würden angeblich über große Zauberkräfte verfügen. 



Man erzählte sich weiter, dass man einen Wunsch erfüllt bekommt, wenn man solch ein Wesen einmal zu Gesicht bekäme. 
Da zu dieser Zeit viele  Dorfbewohner sehr ärmlich und entbehrungsreich lebten, war es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Menschen von Zeit zu Zeit auf den Weg machten, um diesen See zu suchen.
Doch nur ein wahrhaft liebend Herz war in der Lage, tatsächlich dort einmal zu landen. Und niemand im Dorf kannte einen Anderen, dem es schon einmal geglückt war, diesen zauberhaften Ort zu finden.
Das Mädchen wusste um diese Geschichten, doch war sie trotz ihres Kummers um die verstorbenen Eltern glücklich und zufrieden mit der Welt.
Sie kümmerte sich um die verletzten Tiere des Waldes, baute hinter dem Haus ein kleines Gärtchen an, in dem sie Salat, Kartoffeln und ein paar Obstbäume pflanzte, damit sie niemals Hunger leiden musste und ihre Ernte auch gegen Dinge wie Mehl oder Werkzeug eintauschen konnte.
Sie war so unglaublich schön, wie keine Andere im ganzen Land.



Doch wusste sie nichts davon, sie war weder eitel noch hochmütig. 
Wanderer bekamen bei ihr immer ein aufmunterndes Wort, einen Schluck kühlen Brunnenwassers oder ein Stückchen Brot. Den alten Mütterchen half sie immer das Feuerholz nach Hause zu tragen, und die Kinder mochten sie besonders gerne, weil sie schöne Geschichten erzählen und ganz wunderbar singen konnte.
Unter den jungen Männern im Dorf, brach irgendwann ein heftiges Werben um sie aus, jeder wollte sie zur Frau haben. Doch den Einen ging es nur darum sich mit ihr zu schmücken, und die Anderen wollten einfach nur versorgt werden und endlich eine Frau haben.
Da sie alle Männer zurückwies, machte sich langsam aber sicher ein Unmut über sie breit. Man fing zu tuscheln an. Es sei doch merkwürdig, dass sich ein einsames Mädchen nicht vermählen wolle, da stimme doch was nicht. Die jungen Frauen im Dorf waren dabei besonders eifrig, zu groß war der Neid auf die Schöne. Das Ganze ging so weit, dass man munkelte, dass sie eine Hexe sei und vielleicht sogar die eigenen Eltern auf dem Gewissen habe.
Die Kinder kamen nur noch um sie zu beschimpfen oder um ihr böse Streiche zu spielen. Wanderer mieden ihr Haus, aus Angst verhext zu werden und niemand hatte mehr ein freundliches Wort für sie übrig.
Das Mädchen wurde tief betrübt, sie konnte einfach nicht verstehen, wie sie in diese Lage geraten war. Nie hatte sie jemandem etwas Böses getan oder gewünscht und ihre Ablehnung der Brautwerber gegenüber kam nur daher, dass sie sich nur noch nicht verliebt hatte.
Eines Nachts tobte ein heftiges Gewitter über dem Ort, es stürmte und regnete als sei der Weltuntergang gekommen. Der Donner war so laut, dass sich die Menschen unter ihren Betten und in ihren Schränken versteckten- stundenlang wüteten wilde Blitze über dem Himmel.
Am nächsten Morgen versammelten sich die Leute auf dem Marktplatz und waren sich alle einig, dass das Mädchen Schuld an dem Unwetter sei.
Sie rannten mit Fackeln, Mistgabeln und sonstigem Werkzeug bewaffnet in den Wald und wollten „die Hexe“ erschlagen.
Zum Glück war das Mädchen gerade unterwegs um Beeren zu sammeln. Auf dem Heimweg hörte sie die tobende Meute und sah versteckt durch die Büsche hindurch mit Entsetzen zu, wie die Dorfbewohner ihr Häuslein niederbrannten und ihren Garten und ihr gesamtes Hab und Gut dem Erdboden gleich machten.
In ihrer Angst und Not rannte sie davon, immer tiefer in den Wald hinein. 



Sie besaß nichts mehr, außer den Kleidern am Leib und ihr Leben, aber das wollte sie nicht auch noch verlieren. Sie fürchtete sich ganz schrecklich. Bei jedem unbekannten Geräusch zuckte sie zusammen, immer in der Furcht, dass sie verfolgt und gefunden werden würde. Als es schon tiefe Nacht war, brach sie zusammen und schlief auf der Stelle ein.
Als der Morgen kam, fand sie sich am Ufer eines großen Wassers wieder. Es war so weit, dass sie das andere Ufer nicht erkennen konnte. 
Keine zwei Meter von ihr entfernt, befand sich ein Wassermann auf einem kleinen Baumstamm und beobachtete sie neugierig. Er war in der Nacht ans Ufer gekommen, um mit seinem Freund- dem Salamander- den Mond zu beobachten. 



Dabei hatte er das Mädchen gefunden und sich auf Anhieb in sie verliebt.
Er blickte ihr tief in die Augen und fragte sie, wie sie an seinen See gekommen sei.
Das Mädchen erzählte ihm ihre Geschichte und mit jedem Wort fühlte sie sich leichter. Ihr Kummer schmolz dahin und als sie fertig war, war sie einfach nur glücklich darüber noch am Leben zu sein.
Der Wassermann gewährte ihr einen Wunsch, doch anstatt um etwas für sich selbst zu bitten, wünschte sie sich Frieden und Schutz für die Bewohner ihrer Heimat und dass sie glücklich werden würden.
Das beeindruckte ihn so sehr, dass er sie mit sich nahm und sie nach ihrer Verwandlung durch den mächtigen Seezauber zu seiner Frau machte.
In der Nacht ihrer Hochzeit hatten alle Dorfbewohner den selben Traum. Sie träumten von dem Mädchen, wie es ihnen in einem hellen Lichterkranz zuwinkte und ihr dabei viele wunderschöne Blumen aus den Ärmel fielen. Dort, wo die Blumen auf den Boden trafen, wuchsen augenblicklich weitere Blumen.
Das Traumbild brachte Allen die Einsicht über ihr Handeln und sie wachten weinend, gerührt und voller Reue auf. Sie schworen sich, dass sie nie wieder jemanden aus ihrer Mitte jemals  so ungerecht behandeln würden und lebten viele Generationen lang in Eintracht, großem Mitgefühl und in Frieden miteinander.
Somit erfüllte sich der Wunsch des Mädchen, welches mit ihrem Wassermann glücklich bis an ihr Lebensende tief im See ein wunderbares Leben verbrachte.



Mehr Fisch am Freitag gibt es meist bei der Diva und der Kunstpause, habt ein schönes Wochenende,
Eure Elfe

Dienstag, 3. Juli 2012

Farbiger Dienstag - Heute: Braun

Liebe Bloglesers,

Stier von kallejasper
ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass sämtliche "undankbare" Farben immer an mir hängenbleiben? Pink, Lila, Schwarz... und heute: Braun. pfffff...

Wie Sie sich denken können, kamen von den Fredissimas die tollsten Anregungen zu der Farbe, alle eher im Fäkalbereich angesiedelt. Und jetzt soll ich was über Braun schreiben. Ehrlich gesagt mag ich die Farbe nicht besonders, in meiner Garderobe gibt es keine Erdfarben, ich bin eher der "Wintertyp" und trage wenn Farben, dann kräftige Farbtöne und halt viel Schwarz. Braun als Kleidungsfarbe finde ich abscheulich, genauso wie Beige.

Windeltasche von Der Nähbär
Bei Braun kommen mir sofort die 70er-Jahre in den Sinn. Die Eltern einer Freundin hatten eine wundervolle Couchgarnitur in braun-orange gestreift. Ich selbst trug seinerzeit braune Strickhosen mit einer beigen Bluse und einem gehäkelten Leibchen in hellbraun-dunkelbraun-beige. *schauder* Ich fand das damals schon scheußlich, aber das Mitspracherecht bei Kleidung gab es erst sehr viel später. Getragen wurde, was die Eltern kauften oder die Cousinen ablegten. Keine Diskussion.

Topfwichtel von Susannelfe
Ich frage mich schon, warum Braun so eine Trendfarbe der 70er war? Zurück zur Natur? Die warme Ausstrahlung von Holz..? Keine Ahnung.

Da ich in den letzten Monaten ab und an mit dem Gedanken an eine Ferienwohnung im Schwarzwald gespielt habe, habe ich mir einige Immobilien im Internet angesehen. Gerne verkauft werden Wohnungen aus Ferienanlagen der 70er, oft noch im Originalzustand. Kolossale, braune Schrankwände verstecken praktische Klappbetten. Klappbetten lösen bei mir eine gewisse Klaustrophobie aus... *Deckel zu und...*

"Macken"-Tasche von cherry_bomb
Die "Designer-Version" ist häufig gepaart mit beigen Flächen... Ebenfalls gern gesehen: Holzbalkendecken in dunkelbraun und "hoffentlich" noch mit den wundervollen Holzschutzmitteln der 70er für die Ewigkeit gebeizt... Da lobe ich mir doch die pflegeleichten Holzimitatpanele an den Decken meines großzügigen, grundsanierten Freiburger Designerlofts aus den 60ern. DAS hat doch Stil, so ein hübsches Beige mit Holzmuster, ist ganz bestimmt auch frei von Schadstoffen und gut für die Umwelt. *Ironiemodus aus*

Aber ich soll ja irgendwas positives schreiben über Braun.
Hm.
Kennt jemand noch "Brauner Bär"? Das war ein Eis der 70er, innen hatte es eine pappige Karamellfüllung und auf der Packung war ein Indianer abgebildet. Es gab irgendwann eine Neuauflage von diesem Eis, ich habe es auch gekauft, aber das früher hat besser geschmeckt. Zumindest in der Erinnerung.

Button von Kirschblüten-Tsunami
Um bei den Kindheitserinnerungen zu bleiben, da gäbe es noch anderen braunen, da schokoladigen Süßkram: Diese geflochtenen Stangen, kennt die noch jemand? Leckerschmecker hießen die Dinger und ich habe im Hinterkopf noch die Werbung die in etwa so ging: "Läääkaschmääckaaaa hört nie auf..." Also ich sehe schon, bei Braun werden in erster Linie Kindheitserinnerungen ausgelöst und Gedanken ans Essen. Klar, Schokolade ist ja braun. Also der Kakao in der Schokolade, um genau zu sein und dann eben das Endprodukt. Und das, was am Ende aus ihr wird ist auch braun.
ups.

Kette von kunstpause
Sie sehen schon, Braun schickt meine Muse eher in die nicht so stubenreine Ecke.

Ah, jetzt habe ich mal bei Wikipedia gespickt, um mir ein paar Anregungen zu suchen. Da steht unter "Psyche", dass Sonnenbräune positiv belegt sei.
Tja.
Hm.
Solariumsbräune...?

Knopfring von Filzgarten
Sofort fällt mir ein Bild ein.
Das Bild hängt in einem Schaufenster.
Im Schaufenster einer Bar um genau zu sein.
Also, so einer Bar, wo MANN nicht nur hingeht, um was zu trinken.
Sie wissen schon.

Auf dem Bild ist eine solariumsgebräunte Dame abgebildet. Naja, gebräunt... sie sieht eher gegerbt aus. Ich habe diese Dame die "Schlangenlederhandtasche" getauft. Und just dieses Bild ploppte in meinen Kopf, als ich das mit der Sonnenbräune las.

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Nein?
Gut, dann bin ich ja beruhigt.
Sonst hätte ich mich am Ende noch in einem Exkurs über die Deutsche Vergangenheit ausgelassen. Oder darüber, warum in den 70ern das Braun vielleicht eine Form der Vergangenheitsbewältigung und somit Katharsis durch extreme kollektive Dauer-Exposition gewesen sein könnte.

Für heute lassen wir das mal.
Bis zur nächsten undankbaren Farbe!

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel