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Dienstag, 26. November 2013

FRUCHTIGER DIENSTAG

ASPERLN

ES IST VOLLBRACHT! DIE ASPERLMARMELADE IST FERTIG!!! (endlich, seufz!)

O.k., das ist jetzt nicht DER Knüller für die gesamte Menschheit, möglicherweise nicht einmal für die Hardcorekochblogleserinnen oder eingefleischten Gartenpflänzchenfans, ABER für MICH mit Sicherheit! DAS WAR EINE ARBEIT, ich sag's Euch!

Ihr fragt, was Asperln überhaupt sind - es handelt sich hier um nichts anderes als MISPELN!
Nein, nicht MisTeln - das sind die weißen Perlen auf den grünen Zweigen, die man um diese Jahreszeit herum im Türrahmen aufhängt und lippenspitzend.... eh schon wissen...

MisPeln sind die braunen, kugeligen Früchte der bis zu fünf m hohen Bäumen von irgendwelchen Biobauern oder Alte-Sorten-Liebhabern, die man erst ernten kann, wenn sie der Frost so richtig in die Mangel genommen hat. 

Hier könnt Ihr sie sehen, die Mispeln, Mispelchen, Asperln, Aschperln, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen oder wie die Saarländer so charmant sagen, Hundsärsch, hehe:


Für manche schmecken sie "äh, interessant", was so viel wie "Bäh, den braunen Matsch da kannst du dir behalten!" bedeutet, für die anderen ist es eine ganz besondere, aromatische Frucht, die etwas säuerlich schmeckt und angeblich an Birnen, Quitten, Äpfeln oder ähnliches erinnert.

Da es in meinem Pflänzchenreich genau mal EIN EINZIGES Bemmerl geschafft hat, stolz sein Bäuchlein in die Luft zu strecken, habe ich doch lieber vom nahen Biogärtner ein paar Kilo in meiner Gier gekauft. Zum einfach so Schnabulieren, waren es doch zu viele...also ab ins weltweite Netz, wo ich ein Rezept für Marmelade gefunden habe (übrigens auch eines für einen Likör, aber davon vielleicht ein andermal).

Des war a Patzerei, i sogs Euch ;o) Seht selbst:


Da ich Euch nicht mit irgendwelchen Zutaten, Mengen- und Zeitangaben langweilen möchte, hier die Kurzversion im Schnellfotodurchlauf:

endlich alles rausgequetscht
mit Zucker aufkochen und rühren, rühren, rühren











waaah, heiß!
kopfüber versteckt













STOP! 
Für's letzte Foto bremsen wir uns stark ein, damit wir genüsslich und in Ruhe die fertigen Marmeladegläser anschauen können. Zufälligerweise kamen nämlich die bestellen Etiketten aus Frau Lahjas Shop zur gleichen Zeit an, somit konnte ich gleich die Gläser behübschen, und mit Frau Elfis Eichhörnchen in Positur, stilgerecht präsentieren.
TADAAAAAAA!


Den Rest haben wir gleich so verputzt, mjami! Es war zwar mehr wie ein Gelee (bin ja leider nicht so die geübte Marmeladingerin), aber ich lass mal ein bisschen Zeit im Keller vergehen und dann schauen wir mal...

Liebe Grüße von Eurem Gartenpflänzchen (❀‿❀)






Dienstag, 1. Oktober 2013

FRUCHTIGER DIENSTAG - Fruchtsnooker


Mit Essen spielt man nicht... Dooooooooooooch!!!! Man muss das Essen nur so umgestalten, dass die Schwiegermutter/ die Kindergärtnerin / der Tagesvater nichts dagegen einwenden kann... und sich ein Fruchtsnookerspiel klöppeln... Und dann einfach alle Kugeln, die man versenkt hat, aufessen...

Für dieses Snookeressen braucht man:

- 1 Melonenausstecher (es sei denn, man hat Schnitztalent und macht das freihändig)
- Stück Wassermelone
- Tütchen Marzipankartoffeln
- Kiwi
- Nektarine, Mango oder gelbe Melone
- Lakritz
- Blaumohn
- Puderzucker oder Kokosraspel
- rosa "muisjes" = Anisstreusel /gezuckerte Anissamen...
- Stange Zitronengras

Die gezuckerten Anissamen gibt es in Rosa, Blau und auch in Weiß zu kaufen. Die sind in den Niederlanden sehr geläufig, weil man die traditionell nach der Geburt eines Kindes auf rundem Zwieback isst, aber auch in Belgien, wo man sie gerne als Brotaufstrich (äh... Brotaufstreusel in diesem Fall) nimmt... Ich liebe diese Anisteilchen, auch wenn sie gerne vom Brot herunterkullern (vor allem, wenn man nicht genug Butter als "Fixierer" nimmt) und dann in der Küche Verstecken spielen... jahrelang... Es gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten, eine pinke Kugel zu machen... Die Fruchtgummis, die ich dafür vorgesehen hatte, erfüllten ihren Zweck nicht, da sie sich nicht gut formen ließen... Lebensmittelfarbe soll auch viele Möglichkeiten bieten...

Und nun zum DIY Fruchtsnooker für freche Früchtchen...

Ein Snookerspiel besteht aus verschiedenfarbige Kugeln und ein Queue, die es nachzubauen gilt:

15 rote Kugeln --> Wassermelone ausstechen, Rest zu Obstsalat verarbeiten oder was soll man sonst mit einem Melonenkrater anstellen???...

1 weiße Kugel... dafür habe ich eine Marzipankartoffel in Puderzucker gewälzt. Man kann aber auch Kokosraspeln nehmen, wenn man es exotisch mag oder auch weiße Schokokugel oderoderoder... Macht doch, was ihr wollt...

1 gelbe --> Nektarine oder Mango ausstechen, Rest in den Obstsalat oder direkt in den Mund...

1 grüne --> hier musste eine Kiwi her... der Obstsalat wächst... hehe..

1 braune --> das war einfach... Marzipankugel pur (Schokoladenkugeln sind natürlich auch prima)

1 pinke --> Marzipankartoffel mit rosa "muisjes" gespikt

1 blaue --> Marzipankartoffel etwas anfeuchten und in Blaumohn wälzen. Man kann aber auch die blaue "Muisjes"-Variante nehmen...

1 schwarze --> das war eine Herausforderung... Es gibt kein schwarzes Obst... Zumindest nicht welches, das man danach noch essen will... Letztendlich ist es eine halbe Marzipankartoffel geworden, die ich kleiner geknetet und mit Lakritzstückchen gespikt habe (halbierte und geviertelte Katzenpfötchen von Katjes... schön in den Marzipan reindrücken)

Für den Queue muss man gar nichts Besonderes machen, wenn man Zitronengras oder ein Essstäbchen nimmt. Das sieht ja so schon richtig aus. Wenn Ihnen das zu wenig Herausforderung bietet, dann versuchen Sie mal, mit einer Möhre einen überzeugenden Queue hin zu bekommen. Oder experimentieren Sie mit Salzstangen, die Sie zusammen binden... Geht sicherlich auch, dauert nur länger...

Und dann, um das Ganze ein bisschen nach Snookertisch aussehen zu lassen, habe ich grünes Papier unter eine Glasschale gelegt. Besser noch wäre ein grünes Tablett, damit Platz zum Ausbreiten vorhanden ist... Dann kann man nämlich auch richtig spielen!

Viel Spaß beim Nachklöppeln und beim Vernaschen!

Es winkt,
Eure Cherry von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami



Dienstag, 24. September 2013

Fruchtiger Dienstag - Heute: Kürbis-Schokoladen-Brownies

Jetzt im Herbst bieten sich neben diversen Baumfrüchten auch andere Früchte an. Eine sehr vielseitige Frucht ist der Kürbis. Wie Kalle habe ich Kürbis als Kind gehasst, da es ihn bei uns ebenfalls nur in der widerwärtigen süß-sauer eingelegten Version gab. Da schüttelt es mich heute noch!

Als ich dann vor 20 Jahren nach Freiburg zog, galt mein mittäglicher Besuch oft dem hiesigen Bauernmarkt auf dem Münsterplatz. Ich war unglaublich überrascht und erstaunt, WAS es hier alles gibt und was hier alles wächst. Bei einem Ausflug an den Kaiserstuhl entdeckte ich Feigenbäume, die Früchte tragen. In manchen warmen Jahren werden sie sogar reif. Und auf dem Markt gibt es im Sommer Pfirsiche, Aprikosen, Auberginen, Artischocken und sogar Melonen! Es hat ein bisschen gedauert, bis ich begriffen habe, dass das alles hier in der Gegend angebaut wird.

Ja, und dann lagen da auch die Kürbisse. Irgendwann habe ich einen gekauft und mir gedacht, ob man den nicht einfach in die Nudelsauce schmeißen kann. Das Ergebnis war überraschend gut und danach fing ich an, alle möglichen Variationen zu probieren. Seit diesem Zeitpunkt ist Kürbis im Herbst und Winter ein häufiger Gast in meiner Küche.

Vor einiger Zeit stolperte ich zufällig über ein Rezept für Schokoladen-Kürbis-Brownies. Als dann neulich ein Stück Butternut-Kürbis  - das sind die mit dem "Flaschenhals", bisschen fade Zeitgenossen - übrig war, dachte ich mir, dass ich das ausprobieren will. Neben Kürbis braucht man natürlich noch einige andere Zutaten, wie Zartbitterkuvertüre und allerlei anderes für den Teig. Das im Rezept verwendete Kürbispüree habe ich selbst hergestellt. Dazu muss man einfach nur den Kürbis seiner Wahl kleinschneiden und mit etwas Wasser weich dünsten, danach pürieren oder zerstampfen, das war's auch schon.

Die beiden Teige mit Schokolade und mit Kürbispüree sahen sehr lecker aus und der Duft, der später aus dem Ofen kam, hatte schon fast etwas weihnachtliches. Naja und dann... also diese Brownies... *schmatz*... machen echt süchtig *Krümel aus dem Mundwinkel wisch*

Ich habe die kleingeschnittenen Brownies an meinen Freund und seine WG weitergegeben, sonst hätte ich mich wohl vergessen und das ganze Blech in mich gestopft. Und das, wo ich sonst kein großer Fan von Süßkram bin.

Das Rezept und die Anleitung findet ihr bei stolen sweets, meine Brownies sind nicht ganz so kunstvoll, aber wie gesagt, lecker ohne Ende!

Viel Spaß und guten Appetit wünscht Euch Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Dienstag, 27. August 2013

Fruchtiger Dienstag - Heute: Tomatenchutney

Der Sommer geht so langsam zuende, dafür kommen jetzt diverse Früchte und Gemüse in rauen Mengen auf den Markt. Meine eigenen Tomaten sind - sagen wir mal - nicht ganz so üppig ausgefallen. Zuviel Regen im Frühjahr, zuviel Kälte und dann extreme Hitze. Mal abgesehen davon, dass sie nur im Topf und nicht im Freiland wachsen. Ich habe da auch schon was vor, aber das ist eine andere Geschichte.

Samstag habe ich dazu genutzt, endlich mal wieder auf den Bauernmarkt bei mir im Viertel zu gehen und einen Berg reifer (gerne auch schon fast überreifer) Tomaten gekauft. Das Chutney-Ritual mache ich jedes Jahr: Ein großer Topf voll wird gekocht, portionsweise eingefroren und erfreut uns dann den Winter über.

Für Tomatenchutney braucht Ihr einiges an Gewürzen, die man am besten im Asia-Markt kauft. Und Ihr braucht Zeit und ein paar Putzlappen, denn Tomatenchutney kochen ist immer mit Sauerei verbunden. Warum, dazu komme ich später. Hier erstmal die Zutaten - auf größere Mengen müsst Ihr das hochrechnen, ich mache das immer so Daumen mal Pi, mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wovon man wieviel braucht.

Tomatenchutney (Tamatar chutney)

8 reife Tomaten
4 EL Wasser
2 TL Ghee (geklärte Butter) oder neutrales Pflanzenöl
2 EL schwarze Senfkörner (es MÜSSEN schwarze sein, mit anderen klappt es nicht!)
2 oder 3 frische Chilis gehackt (je nachdem, wie scharf man es mag)
3 Nelken
2 Lorbeerblätter
1 Zimtstange
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 TL gem. Koriander
1 EL frischer gehackter Ingwer
1 Prise Asafötida (kann entfallen)
1 TL Salz
4 EL brauner Zucker (weißer geht aber auch)

Die Tomaten blanchieren, mit 4 EL Wasser pürieren und beiseite stellen. Das Ghee in einem Topf erhitzen und die Senfkörner hinzufügen. Den Topf unbedingt verschließen, da die Körner in der Hitze platzen und  herumspringen. Wenn die Körner aufhören zu springen, die folgenden 6 Gewürze und den Ingwer eine Minute unter Rühren rösten. Nun die Tomaten, die Asafötida und das Salz zugeben und umrühren.
mittelgroßen Topf auf mittlerer Flamme erhitzen und die Senfkörner hineingeben.

Achtung: Hier spritzt es immer ganz ordentlich! 

Den Topf zudecken und auf niedriger Flamme 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Zunächst nur ab und zu umrühren, wenn das Chutney dicker wird, öfter umrühren, bis fast keine Flüssigkeit mehr im Topf ist.

Wer sich traut, kann das Chutney auch die ganze Nacht auf Stufe 1 vom Herd köcheln lassen, dann wird es besonders gut. Ich würde das aber nur bei größeren Mengen empfehlen.

Jetzt den Zucker einrühren und die Temperatur erhöhen und unter schnellem Rühren für weitere 5 Minuten kochen, bis das Chutney die Konsistenz einer dicken Sauce erreicht. Die Nelken, Lorbeerblätter und die Zimtstange herausnehmen (ich lasse die immer drin...), das Chutney in eine Servierschüssel umfüllen und auf Zimmertemperatur abgekühlt zu einer Mahlzeit oder als Tunke für Snacks servieren.

Guten Appetit wünscht Euch Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Dienstag, 13. August 2013

DIENSTAGSMISCHMASCH



Ich wollte mal ausprobieren, was passiert, wenn ich die Rubriken "Fruchtiger Dienstag" mit "Büchertausch" zusammenmixe. TADAAAAA! Hier ist das famose Ergebnis:

Meine Lieben, heute lege ich Euch ein besonderes Buch mit dem Namen GRENZENLOS KOCHEN - Ein Ort schaut über den Tellerrand" ans Herz. Diesmal ist es kein Roman sondern, Ihr habt es schon erraten, ein Kochbuch...und eigentlich ein bisschen VIEL mehr!


Hier findet man viele verschiedene Rezepte von fast überall aus der Welt, aber auch couragierte und engagierte Menschen, für die Integration etwas Lebendiges und ganz Normales ist.

Am Anfang (2002) stand die Idee von vier neu in die Marktgemeinde St. Andrä-Wördern (Niederösterreich) zugezogenen Migrantenfamilien, die anderen MitbürgerInnen kennenlernen zu wollen.
Und wie kommen am besten die Leut’ z’samm? Genau, beim Essen!

Also beschloss man (mit Hilfe des Bürgermeisters), einen Kochabend zu organisieren. „Jeder kocht ein Rezept aus seiner Heimat, schaut dem anderen über die Schulter, kostet und plaudert!“, so war es geplant und so hat es auch geklappt.
Bald wurde jeden Monat gemeinsam Essen zubereitet (der Verein „Grenzenlos Kochen“ formierte sich) und mit der Zeit entstanden weitere Projekte wie Grenzenlos Deutsch, Fußball, Integration, Literatur, Werkstatt und vieles mehr, vor allem auch mit und für die im ÖJAB Wohnheim lebenden AsylbewerberInnen.

Über einiges davon könnt Ihr Euch auf diesen Seiten informieren und die wunderschönen und ausdrucksstarken Bilder auf Euch wirken lassen.


In den letzten 11 Jahren ist viel Positives geschehen und gemeinsam gekocht wird immer noch - die Rezepte kann man in mittlerweile drei Kochbüchern und zwei Jahreskalendern nachlesen.

Natürlich möchte ich Euch ein paar Vor-, Haupt- und Nachspeisentitel nicht vorenthalten:
Warmer Schafkäse im Dattelmantel (Österreich/Frankreich/Griechenland)
Karottensuppe – indisch gewürzt (Österreich/Indien)
Piroggen (Österreich/Russland)
Yassa (Mali)
Pastel de papas (El Salvador)
Kekstorte (Türkei)
Cranachan (Schottland)

Hier findet bestimmt jeder ein paar Sachen, die ihm das Wasser im Mund zusammenrinnen lassen – bei MIR funktioniert’s IMMER ;o)

Und spätestens mit den Worten der „Süddeutschen Zeitung“(!): „Der Duft der internationalen Küche eines Dorfes macht ganz Österreich Appetit.“, gelüstet Euch hoffentlich nun allen nach diesem Buch!

Wenn Ihr mich jetzt fragt: "Alles schön und gut, aber wo bleibt das Fruchtige?", kann ich umgehend mit: "Ätsch, auf Seite 31 gibt's ein Früchterezept aus dem Schlaraffenland!", antworten.

Alles Liebe,
Euer Gartenpflänzchen *sich nun einen gemischten Salat mit Blüten der Saison von S. 56 schnippselt*



Dienstag, 6. August 2013

Fruchtiger Dienstag - Puddingpralinen

Eine Weile bin ich um sie herum geschlichen... und bin immer wieder hingefahren, um zu gucken, wann es denn so weit sei... um die Brombeeren am geheimen Ort... bis sie noch ein bisschen reifer sind, dachte ich Mal um Mal als ich ein saures Teilchen in den Mund steckte... aber nicht mehr lange!!!

Bis ich dann am Sonntag hinfuhr... Die Plastikdose im Fahrradkorb zum Einlesen der fruchtigen Schätzchen und voller Vorfreude auf die fette Beute...

Aber was war das? Spuren von Brombeerdieben sah ich am bisher immer verlassenen Ort. Gerupft und geschunden hingen die Zweige fast traurig an den Sträuchern... Wie mit einer Machete zugerichtet lagen ganze Ranken gar am Boden. Rücksichtslose Pflücker waren da am Werk gewesen um die normalerweise unzugängliche Rückseite leer zu rauben als die Vorderseite schon leer geblutet war… Nur wenige zarte Früchtchen konnte ich vor der nächsten Meuchelei retten… und waren sie zwar ein wenig sauer, ich wollte sie nicht den hämischen Fruchtzwergen zum Opfer fallen lassen… denn es müssen Zwerge gewesen sein. Hoch empor wuchsen nämlich noch Prachtstücke. Aber bin ich doch selbst auch ein Fruchtzwerg und kam nicht heran…

Was nun machen mit dieser mageren Ausbeute? Marmelade kam wegen der zu geringen Quote nicht in Frage. Für den puren Verzehr waren sie ein Tick zu sauer… Da kam die Idee mit dem Eiswürfelbehälter. Puddingpralinen sollten es werden!

Pudding nach Anleitung gekocht (es empfiehlt sich eine gute Marke zu wählen, die gut fest wird… ich tat es nicht…).  Die Hälfte des Eiswürfelbehälters mit Beerchen gefüllt, die andere Hälfte leer gelassen (schließlich wusste ich nicht, ob das klappt mit der zarten Füllung).  Pudding drauf gegossen. Zuerst nur in den Kühlschrank gestellt. Nach einer halben Stunde dann der Wackelversuch. Hmmmm... Wohl doch noch etwas zu wackelig. Ab ins Eisfach damit. Dann gegoogelt: Darf man Pudding einfrieren? Google-Ergebnis negativ, also nicht zuuuuuuuuu lange, also nur zum Anfestigen im Gefrierfach gelassen. Stürzversuch. Stürzversuch negativ. Mit Messer die Puddingwürfel von den Rändern gelöst. 

Die mit frischen Brombeeren, Cocktailkirschen und Puderzucker dekorierten Puddingpralinen auf dem Bild bezeugen vom Schwierigkeitsgrad der Puddingpralinenmanufaktur. Der Geschmack allerdings ist nicht zu toppen!!! Mjammi…

Fazit: sieht (einigermaßen) schön aus, schmeckt vorzüglich. Sollte man das Experiment nachahmen wollen, empfehle ich, vorher irgendwas in die Eiswürfelschale zu tun, damit es besser „flutscht“… Jemand Erfahrung damit???? Dann wäre ich für Tips dankbar.

Es winkt, 
Eure Cherry von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami


Dienstag, 23. Juli 2013

Fruchtiger Dienstag ... Erdbeermarmelade


Schon wieder Erdbeeren im Glas ... diesmal aber nicht als Kuchen, sondern ganz klassisch mit Rhabarber zu Marmelade gekocht ....
 
Ich habe ca. 600g Rhabarber und 1400g kleine Erdbeeren genommen, dazu 1 kg klassischen 1:1 Gelierzucker und noch 500g 1:2 Gelierzucker sowie den Saft einer Zitrone, etwas Vanillezucker und ein Schnapsgläschen Cointreau (Limoncello oder anderer Alk geht auch).
Erst einmal die sauberen Marmeladengläser zum Sterilisieren in die Spülmaschine geworfen und ein Deckelsüppchen gekocht (Deckel in Wasser auskochen). Währenddessen den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden.
Piep piep – Spülmaschine ist fertig, Gläser auf ein feuchtes Tuch neben den Herd stellen.
Rhabarberstücke zusammen mit dem Cointreau in einen großen (!) Topf geben und bei milder Hitze weich dünsten. Zitronensaft und Erdbeeren (große Erdbeeren vorher klein schneiden) dazu geben, Herd auf volle Pulle und das Obst pürieren.
 
 
Die 3 Zuckersorten mischen und dazugeben. Immer feste rühren, jetzt steigt schon ordentlich Schaum auf.
 
Den Schaum abschöpfen, wenn alles mindestens 3 Minuten kräftig gekocht hat, Gelierprobe machen: dafür 1 Tropfen Marmelade auf eine Untertasse geben und schräg halten. Geliert der Tropfen, wird später auch die Marmelade fest, sonst noch ein bisschen weiter kochen. Marmelade kochend heiß in die Gläser füllen, sofort zudrehen (Aua! Topflappen benutzen!). Gläser bis zum Abkühlen nicht bewegen.
 
 
Und weil jetzt alle Marmeladenköche einen Bärenhunger haben, gibt es Pfannkuchen mit dem abgeschöpften Erdbeerschaum – ein Traum ;-)
 
Und wenn die Gläser dann abgekühlt sind, kommt noch ein schönes Etikett drauf, damit man später auch noch weiß, was drin ist und ab in den Keller damit. Zum Festwerden braucht die Marmelade noch 1-2 Tage , hängt auch davon ab, wie groß die Gläser sind.
 
 
Viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmen wünscht Erika von art of lahja ....

Dienstag, 16. Juli 2013

Fruchtiger Dienstag - Erdbeerkuchen im Glas

noch ungebacken...
Nachdem der Sommer sich nun doch entschlossen hat, zu kommen ist jetzt Früchtezeit. Erdbeeren en masse, von morgens bis abends, Erdbeermarmelade, Erdbeereis, Erdbeerquark... Und Erdbeerkuchen!

Damit wir auch im Winter was von dieser köstlichen Zeit haben, habe ich mich dazu entschieden, mich an Erdbeerkuchen im Glas zu versuchen. Aussehen tut er köstlich, er riecht gut, wie er schmeckt, wird sich dann zeigen. So ein Kuchen im Glas ist ca. 6 Monate haltbar. Theoretisch.

Ihr braucht für Kuchen im Glas Gläser, die nach oben weiter werden (Tulpengläser), oder welche, die glatt sind, sonst kriegt ihr den Kuchen nicht raus. Weckgläser oder einfache Twist-Off-Gläser funktionieren gleichermaßen.

Ich habe 4 Weckgläser á 450 ml je zur Hälfte gefüllt, man muss ein bisschen probieren, wie stark der jeweilige Teig aufgeht und beim backen die Stäbchenprobe machen, um festzustellen, ob der Teig durch ist. Wichtig ist auch, dass der Glasrand sauber ist, sonst schließen die Gläser nicht richtig und ihr bekommt Schimmel rein.

Und hier kommt das Rezept, allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern hier heruntergeladen.

Fertig!
250 g weiche Butter
250 gr Mehl
8 EL Erdbeermarmelade (am besten selbstgemachte)
200 gr Zucker
4 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
2 TL Backpulver






4 Weckgläser (450 ml) mit Butter einfetten.
Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.
Die Eier einzeln einrühren.
Mehl und Backpulver darüber sieben.
Alles gut verrühren.

Den Teig auf die Gläser verteilen, dabei als erstes einen EL Marmelade ins Glas geben, dann eine Schicht Teig, dann wieder Marmelade. Die letzte Schicht sollte Teig sein.

Etwa 35 Minuten bei 180°C backen (Stäbchenprobe!). Die Gläser sofort verschließen.


Guten Appetit!


Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel