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Dienstag, 11. Oktober 2016

An einem verregnetem Ferientag

An so einem Verregnetem Ferientag ruft das Frollein Sauerkrauthaar: " Mir ist laaaaaaaaaaaangweilig"!

Ärgs wie ich das hasse.

Also wird gezaubert.

Bastelkram eben.

Da nehme ich ca 15 Klorollenhülsen, meine stärkste Waffe die Heißklebepistole, ein Tuschkasten nebst Pinsel, eine Schere und Perlen , Federn.....

Jetzt schnippel ich 5 ungefähr gleich große Ringe aus den Klorollen.

Die Prinzessin darf sie innen anmalen.

Dann zücke ich meine Pistole und klebe wild drauf los.

Puh der Nachmittag ist gerettet und die Prinzessin ist glücklich und Stolz zugleich. Sehr zum nachahmen empfohlen an verregneten tödlich langweiligen Ferientagen zum Beispiel.

Eure Kalle







Freitag, 19. Juli 2013

"MAMAAA, mir ist langweilig" , Teil 1

Mir graut es vor diesem Satz, weil ich ihn nicht verstehen kann und deswegen oft etwas hilflos meinen Sprösslingen gegenüber stehe, wenn ich ihn zu hören bekomme.
Mir ist nie langweilig, denn selbst wenn der Haushalt bis in die letzte Ecke blinkt, die komplette Wäsche erledigt, der Einkauf für die nächste Woche geschafft und das Essen für die nächsten zwei Tage gekocht ist, fällt mir- neben meiner Hauptarbeit an meinen Puppen- noch in 1000 Jahren etwas ein, was ich unbedingt ausprobieren, erledigen oder lesen will.
Auch bilde ich mir ein, dass mir als Kind nie langweilig war, außer beim Kaffeeklatsch bei Tante Rosi und Tante Hilde, die Kinder nicht besonders mochten und in deren Anwesenheit man bestenfalls nur atmen durfte.

Wie dem auch sei, vor ein paar Wochen, als die Sommer- Ferien in greifbare Nähe rückten und es noch so aussah, als würden sie komplett ins Wasser fallen, entwarf ich eine what- we- can- do- bevor- mutti- is- hüpfing- out- of- the- window or kill the Wollmice- Liste, mit der ich künftig im Notfall reagieren kann.

Kinder stellen in der Regel gerne etwas her und sei es noch so Alltags untauglich.
(Den ersten Stifte- Halter aus der Pappe einer leeren Küchenrolle, den mein TK im Kindergarten gebastelt hat, habe ich tapfer zwei Jahre lang für jeden sichtbar auf meinem Schreibtisch drapiert, auch wenn man ihn 100 Mal am Tag wieder aufstellen und den daraus hervor springenden Stiften hinterher hechten musste.)

Also stehen auf meiner Liste nur Aktivitäten, denen Kinder auch gerne mal fast ganz alleine nachgehen können und Leid geplagte Eltern in der Zwischenzeit zumindest mal in Ruhe ein Tässchen Kaffee zu sich nehmen können, um bis zur Nachtruhe tapfer durch zu halten.

Teil 1 meiner Serie "Kampf gegen Langeweile", beschäftigt sich mit der fast schon vergessenen und in den 80er Jahren noch sehr beliebten Freizeitbeschäftigung "Salzteig herstellen, verarbeiten, bemalen und dann Onkel Heiner zum 70sten schenken".

Dazu nehme man eine Schüssel und kippe 2 Tassen einfaches feines Kochsalz hinein. 
Darauf gibt man 2 Tassen billiges Mehl (Type 405) und 1/2- 1 Esslöffel   Tapetenkleister (je nach Tassengröße).
Dann mischt man das Ganze kurz mit einem Schneebesen durch und kippt noch eine Tasse warmes Wasser hinzu.
Zum Schluss wird Alles schön durchgeknetet, bis sich ein schöner und glatter Teig ergibt.

Kleiner Tipp:
Falls Sie die Tassen und den Löffel mit in die Schüssel geworfen haben, dann entfernen Sie alles bitte wieder ganz unauffällig.
Nur so ist gewährleistet, dass ein glatter Teig mit ohne Gefahren für Leib und Leben entsteht.
(Letzteres habe ich wegen der Sicherheit und der Liebe des Gesetzeshüter zu Warn- Hinweisen dazu geschrieben, wo wir doch heute schon an dem Punkt sind, an dem auf ein geschweißten Medizin- Bällen "Bitte nicht verschlucken" stehen muss.
Und wo wir schon dabei sind: Dieser Teig ist NICHT zum Verzehr geeignet!)

Sollte der Teig zu matschig geraten sein oder zu fest, dann fügen Sie bitte so lange Mehl und oder Wasser dazu, bis Sie den Teig optisch anspruchsvoll finden.

Und jetzt kann es auch schon losgehen.
Und falls Ihre Kinder nun sagen, dass sie nicht wissen, was sie damit machen sollen, dann geben Sie jetzt bitte nicht auf.
Sie sind Ihrem Kaffee schon greifbar nahe, also halten Sie durch!

Zücken Sie einfach sämtliche Ausstech- Formen für Plätzchen, die der Shopping- Kanal in Ihr trautes Heim gebeamt hat.
Bombardieren Sie Ihre Kinder mit Trinkhalmen, stumpfen Stricknadeln und dem Gebiss von Opa Klaus, fast Alles kann dazu dienen so ein Teig- Oevre formschön zu veredeln.

Die vollendeten Gebilde werden anschließend bei ca. 120 Grad (je nach Dicke) bis zu einer halben Stunde gebacken.

Nach dem Abkühlen können Ihre Sprösslinge noch Einen drauf setzen und die Teilchen bemalen.
(Am Besten eignen sich dazu Acryl-, Plaka- oder Acryl haltige Wasserfarben.)

Dazu habe ich da mal was für Sie vorbereitet, damit Sie sich überzeugen können, dass bei dem Gepamp tatsächlich was bei rauskommt:

Salzteig nackig und

bemalt

Für Tante Hedwig und Onkel Dieter

Das hier bekommen wir auch noch irgendwo unter!


Sollten Sie sich an der Aktion beteiligen oder ein Kunstwerk Ihrer Kinder besonders haltbar machen wollen, dann empfehle ich Ihnen, das betreffende Teil mit Klarlack zu versiegeln.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen oder auch nur ein bissl Ruhe vor den Langeweile- Monstern, diese Fotostrecke hat mir schließlich Zeit für ein Bad in der Wanne und drei Tassen Kaffee verschafft!

Liebe Grüße
und bis zum nächsten Mal,
Ihre Susannelfe

Freitag, 7. Dezember 2012

Fisch am Freitag: Notizheftchen von Andiva


Langeweile?

Wie Kalle bereits erwähnte: Eine Fredissima kennt keine Langeweile… Nicht nur, weil eine Fredissima tausende von Projekten hat, an die sie gleichzeitig arbeitet. Nein, nicht nur das. Sondern auch, weil das Wort Langeweile schon vom Ansatz her falsch ist.

Für mich persönlich gibt es Zeit und es gibt Zeitmangel. Zeitmangel vor allem, wenn die tausende von Ideen alle gleichzeitig ihre gierigen Fingerchen hochheben und sagen „Ich war zuerst dran. ICHICHICH will JETZT realisiert werden!!!“ und Zeit, diese Ideen zu verwirklichen. ABER: Vorher auch die Zeit, sie reifen zu lassen!

Nicht jede Idee kommt gleich als fertiger Gedanke-To-Go daher.  Sie kommt als Ansatz oder auch als Denkanregung, als Brainstorming-geeignetes-Weiterdenkding oder auch als Assoziationsanreiz für die NOCH bessere Idee. 

Ideen sind im Prinzip wie Früchte. Man kann sie entweder frisch und roh verzehren, mit vieeeeeeelen anderen Früchten Obstsalat aus ihnen machen oder auch zu Kompott verarbeiten, aber lassen Sie die Idee nie zuuuuuuuu lange reifen. Sie könnte faul werden… Hehe… Wortwörtlich… Wobei wir wieder bei der Langeweile wären…

Nö, für mich gibt es keine Langeweile und ZeitVERSCHWENDUNG ist auch nur eine Frage der Ansicht. Lange Warteschlangen an der Kasse? Der Weg zur nächsten Postfiliale ist so weit? Der Bus hat Verspätung? Na, und? Diese Zeit kann man so sinnvoll nutzen, um die Ideen weiterzuspinnen, die frisch gepflückt wurden und darauf warten, verzehrt oder verarbeitet zu werden.

Man nennt es auch Muße, glaube ich. Das Gehirn braucht solche Leerlaufzeiten, um überhaupt Neues entwickeln zu können, um Platz für Nachschub zu schaffen. Kennen Sie das nicht? Man grübelt und grübelt und grübelt über ein Problem… Dann schläft man eine Nacht darüber oder macht einen Waldspaziergang… und plötzlich fällt die Lösung einem wie Schuppen vom Fisch… äh… vom Fischauge… Neeee… von den Augen!!!!

Oder unter der Dusche oder kurz vorm Einschlafen… Das sind die Momente, wo der Geist ein Zeitfenster zum Ausruhen findet und DANN kommen die Einfälle wie von selbst…Nicht, wenn man grübelt. Dann erst recht nicht.

Und deshalb habe ich IMMER ein Notizbüchlein dabei, um in solchen Momenten die besten aller Ideenfrüchtchen festzuhalten… Wie zum Beispiel das bezaubernde Fisch-Heftchen, das Andiva mir mal bei einem früheren Fredtreffen geschenkt hat.

Übrigens: mehr Fisch am Freitag gibt's auch wieder bei der Frau Diva aufm Blog...

Es winkt, Eure Cherry von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami