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Mittwoch, 23. November 2016

Inspiration, oder wenn ich malen könnte

ja, wenn ich malen könnte, dann malte ich das schöne Leben ringsumher.

Aber ich kann nicht malen.

Aber ich kann filzen.

Und ich habe so schöne Motive.

Und manchmal habe ich Zeit dafür.

Oder nehme sie mir, die Zeit.

Dann passiert das:

Ich sehe jeden Tag das kleine Mädchen.

Es wohnt hier.

Der Dackel auch.

Sie lieben es auf dem Sofa zu kuscheln und gemeinsam ein Buch zu lesen.


Manchmal können sie nur kuscheln.


Manchmal liest das Mädchen allein und der Dackel will spielen.


Aber immer liebe ich es ihnen beiden zuzuschauen.

Ihr auch?

Eure Kalle


Montag, 4. Januar 2016

HERZ AM MONTAG NR. 101 - Büchertauschverlosung

Vorige Woche habe ich Euch den Roman ICH UND DIE MENSCHEN von Matt Haig vorgestellt.
Mittlerweile habe ich ihn fertig gelesen - so viel kann ich Euch verraten, es ist ein Buch, das ich gerne auch noch ein, zwei, ein paar weitere Male lesen möchte.

Ihr kennt das sicher, Bücher, die man sich selbst einteilt - noch mal lesen oder weg damit. (Es soll angeblich *zwinker* Menschen geben, die sich von den allermeisten ohne weiteres trennen können.)
Ich habe da noch mehr Differenzierungen. Es gibt z.B. Bücher, die sind zwar echt schön, aber insgeheim weiß ich, ich lese sie kein zweites Mal (und behalte sie trotzdem) und Bücher, die so atemberaubend waren, dass ich richtiggehend enttäuscht bin, weil sie doch irgendwann einmal (überraschenderweise) eine letzte Seite haben (behalte ich selbstverständlich). Es gibt sogar welche, die ich NICHT fertig lese. Das ist für mich tatsächlich etwas Besonderes, ich finde, dass jede kleine Gedankenwelt eine Chance verdient hat, na ja, fast jede, manche sind tatsächlich meine Zeit nicht wert.

Aber ich schweife ein bisschen ab, eigentlich möchte ich bekannt geben, wer meinen Roman erhält.
Hiezu habe ich mein ganz persönliches Glücksschweinchen in die Lostopfarena mit den Namenskärtchen gestellt und geschaut, was passiert.

Rüssel war ein wenig überfordert und wusste mit den Kärtchen, nicht viel anzufangen.

Es war recht dankbar, als ich die verantwortungsvolle Aufgabe erklärt habe und wollte bei der Schnüffelziehung verständlicherweise unbeobachtet sein.

*GRUNZ* Ich durfte wieder schauen und siehe da, die Gewinnerin war...

HERZLICHE GRATULATION und viel Vergnügen beim Lesen :o)
Ich bin schon auf Deine Büchervorstellung gespannt.

Habt eine wunderbare Woche,
das wünscht Euch Euer Gartenpflänzchen (❀‿❀)




Dienstag, 29. Dezember 2015

BÜCHERTAUSCH Nr. 18 - Ich und die Menschen

Es ist wieder mal SCHLEUNIGST an der Zeit, ein gutes Buch zu tauschen! Schließlich ist es schon *murmel* über *räusper* ein *hüstel* Jahr *auf normallaut umstellt* her, dass wir diese Fredissimarubrik zuletzt (klickst Du -> HIER) belebt haben.

Na ja, der Zeitpunkt ist vielleicht so kurz nach Weihnachten nicht sooo günstig, haben wir doch wahrscheinlich eh ein, zwei (oder mehr) Bücher unter unserem Weihnachtsbaum gefunden und zum Auslesen (höchstwahrscheinlich) noch gar keine Zeit gehabt.
So jedenfalls war und ist es bei mir.

ABER, BÜCHER KANN MAN NIE GENUG HABEN!

Das Werk, das ich Euch heute ans Herz legen möchte, habe ich auch heuer als Weihnachtsgeschenk von meinem Pflänzchenmännchen bekommen...und noch NICHT ausgelesen.
Nichtsdestotrotz möchte ich Euch diesen Roman gerne vorstellen:

Er ist 2014 im dtv-Verlag erschienen, heißt im englischen Original "The Humans" und auf deutsch

Matt Haig, 1975 in Sheffield geboren und Autor mehrerer mit Preisen ausgezeichneter Romane und Kinderbücher, hat den mittlerweile internationalen Bestseller geschrieben.

Laut Umschlagtext "...geht es in diesem Buch darum, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Mit anderen Worten: in diesem Buch geht es um dich. Um all das Katastrophale, Sterbliche, Wunderbare, das dich ausmacht...."
Es soll u.a. "...lustig, philosophisch und romantisch..." sein und "...ein Roman mit einem ganz großen Herzen...".

Die ersten 99 Seiten habe ich nun schon gelesen und finde es bis jetzt sehr witzig und spannend.
Ein Außerirdischer wird entsandt, um in das Leben eines Uniprofessors, der DAS Problem der Mathematik gelöst hat, zu schlüpfen. Sein Auftrag ist es, den Fortschritt der Menschheit zu verhindern, indem er alles und alle, die von dieser mathematischen Lösung wissen, auslöschen sollte. Er ist von allem, was uns ausmacht, angewidert und kann nichts nachvollziehen, was uns Menschen "wichtig" erscheint.
Über unsere Sprache und Schrift kann er sich nur wundern.

"...Wie ich jetzt weiß, müssen die Menschen Bücher lesen. Sie müssen sich buchstäblich hinsetzen und ein Wort nach dem anderen lesen. Das kostet Zeit. Viel Zeit. Ein Mensch kann sich nicht mehrere  Bände auf einmal zuführen oder in wenigen Sekunden fast unendliches Wissen einverleiben. Er kann sich nicht einfach eine Wortkapsel mit einem neu erschienenen Buch in den Mund schieben wie wir. Man stelle sich das vor! Nicht nur sterblich zu sein, sondern auch noch gezwungen, einen Teil der wertvollen begrenzten Zeit auf Erden mit Lesen zu verbringen. Kein Wunder, dass die Menschen eine primitive Spezies waren. Kaum hatten sie annähernd genug Bücher gelesen, um mit dem erworbenen Wissen irgendetwas anfangen zu können, waren sie schon tot..."

Schön langsam macht er allerdings nähere Bekanntschaften und kann sogar positive Seiten an "uns" entdecken. Laut Buchrückentext stellt er sich die Frage: "...kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein?..."

Meinem Pflänzchenmännchen hat es besonders gut gefallen, weil es, seiner Meinung nach, eine Riesenerklärung an die Liebe ist und warum die Liebe das Leben lebenswert macht.

Ich bin schon SEHR neugierig, wie es weitergeht! Ihr auch?

Mit den besten literarischen Grüßen
einer primitiven Spezies namens Gartenpflänzchen (-‿❀)

Wenn Ihr Euch für dieses Buch interessiert, dann lest hier weiter.
Fredissimabüchertausch funktioniert so:

1. Jemand stellt ein Buch vor (heute war das ich).
2. Eine Leserin/ein Leser, die/der sich für dieses vorgestellte Buch interessiert, hinterlässt im Kommentarfeld den Wunsch, dieses zu bekommen.
3. Sie/er erhält dieses Buch frei Haus und gratis.
4. Im Tausch dafür schreibt sie/er hier bei uns einen (Gast-)Blogbeitrag, also die nächste Buchvorstellung.





Sonntag, 22. Februar 2015

FREDGEBURTSTAG

Anlässlich meines heutigen...Trommelwirbel!...TUSCH!...

4. dawanda-GEBURTSTAGES

möchte ich ein Loblied auf JEDES EINZELNE meiner Fredissima-Schätzchens singen "HULDIG! HULDIG! TRALLALLAAAAA!" ٩(❀‿❀)۶ und Euch mit dem folgenden Büchlein sagen, wie LIEB ich Euch alle habe und mir ein Leben ohne Euch und Fred nicht mehr vorstellen möchte♥

Frau KARIN CLAUß hat es Herrn Clauß gewidmet und es zu unserer Herzenserfreuung öffentlich zur Verfügung gestellt: ♥ ICH OHNE DU ♥ heißt das liebenswerte Dingelchen und ist im PATTLOCH Verlag 2015 erschienen.

SCHAMPUS FÜR ALLE!*brüll* PROST! *klonk* AUF DIE NÄCHSTEN DRÖLF JAHRE!
Allerliebste, feierliche Grüße von Eurem Gartenpflänzchen (❀‿❀)



Montag, 2. Juni 2014

Herz am Montag Nr. 18 / Büchertauschherz

Es ist mal wieder an der Zeit, einen Büchertausch ins Leben zu rufen.

Das funktioniert wie folgt.
1. Ich stelle (hier und heute) ein Buch vor.
2. Ein Leser oder eine Leserin, der sich für das Buch interessiert, hinterlässt im Kommentarfeld den Wunsch, das Buch zu bekommen.
3. Im Tausch dafür macht er die nächste Büchertauschrunde und schreibt hier bei uns einen (Gast-)Blogbeitrag (Buchvorstellung).
4. Das vorgestellte Buch wird dann auch wieder verschenkt und der Beschenkte ... also... ich brauche das jetzt nicht weiter zu vertiefen oder???? Ihr habt's kapiert...

Und da das heutige Thema HERZ AM MONTAG ist, befasst sich mein Buch ganz zentral mit dem Thema HERZ.

Das Buch, das ich euch ans Herz legen möchte, heißt MALIBU und wurde von dem bekannten niederländischen Autor LEON DE WINTER geschrieben (hier in deutscher Übersetzung, übrigens eine Spende von Frau Lahja.. Dankeschön!).

Der rote Faden im Buch bildet das HERZ der Tochter des Protagonisten. Sie kommt an ihrem 17. Geburtstag in einem Unfall ums Leben und der Vater stimmt zu, dass das Herz seiner Tochter als Spenderherz entnommen werden darf. Ihm plagen aber Schuldgefühle um die Todesursache und somit kommt er nicht mit sich und mit ihrem Tod ins Reine... Er weiß, dass irgendwo noch ein Teil seiner Tochter existiert und er ist der Meinung, dass ein Herz - ein Spenderherz - vielleicht sogar die Seele eines Menschen weiter in sich trägt. Deshalb macht er sich auf die Suche nach dem Herzempfänger oder nach der -empfängerin, denn er will wissen, ob er seine Tochter dann wieder erkennt.

Diese Geschichte wird von politischen Geschehnissen im jüdischen Milieu umrandet, religiöse Denkrichtungen werden angerissen und verständlich gemacht, aber auch die eigene Familiengeschichte der Hauptfigur (des Vaters) spielt eine wichtige Rolle in seinem persönlichen Zusammenspiel von Schuldgefühl und Handlungsrichtigkeit. Es ist interessant, zu realisieren, dass alles, was passiert, auch Konsequenzen hat und immer mitentscheidet, was danach im Leben passiert. Nichts bleibt folgenlos. Egal, ob man tatenlos bleibt oder ins Geschehen eingreift. Es hat immer Auswirkungen... Das muss natürlich nicht immer so drastisch sein, wie der Tod eines jungen Menschen... Aber es sorgt schon dafür, dass man sich Gedanken über das eigene Handeln macht.

Ich finde das Buch wirklich lesenswert. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben, richtig spannend und interessant. Es sind viele überraschende Wendungen im Buch, die aber nicht gekünstelt rüberkommen und bis zum Schluss hält es die Spannung.

Also? Wer möchte die Geschichte lesen?

Falls Mehrfachmeldungen kommen (Zeit dafür habt ihr bis zum nächsten Montagsherz), dann entscheidet das Los...


Es winkt
Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami



Sonntag, 4. August 2013

Büchertausch Nr. 12: Leon de Winter - SuperTex


12 ist meine Lieblingszahl und so ist es ja nur logisch, dass ich die 12. Buchvorstellung übernehme ;-) Das ist jetzt nicht das Buch, das ich ursprünglich vorstellen wollte, denn das hat über 600 Seiten und ich hatte jetzt einfach nicht die Zeit, es nochmal zu lesen – das hier hat „nur“ 265, ich hoffe, es findet einen Abnehmer – mir hat es gut gefallen wegen seines hintergründigen Humors.

Zunächst ein paar Worte zum Autor:
Leon de Winter, geboren 1954 in Herzogenbusch (NL: 's-Hertogenbosch) als Sohn niederländische Juden, die den Holocaust in einem Versteck überlebten, arbeitet als Filmemacher und Autor in Amsterdam und Los Angeles. Viele seiner Werke tragen stark autobiographische Züge, so auch Supertex, indem es um einen Vater-Sohn-Konflikt und um jüdisches Selbstverständnis in der modernen Gesellschaft geht.

Die Hauptperson Max Breslauer, übergewichtiger Millionenerbe eines Textilunternehmens in Amsterdam, erzählt auf der Couch seiner Psychoanalytikerin von der emotionalen Misere seines Lebens.
Auslöser war ein Autounfall: an einem Samstagmorgen war er mit seinem Porsche in mörderischer Geschwindigkeit durch Amsterdam gerast, um vergessene Unterlagen aus seinem Büro zu holen und hatte dabei eine chassidische Familie auf dem Weg zur Synagoge über den Haufen gefahren. Zum Glück kam der angefahrene Junge mit einem glatten Beinbruch davon, doch dessen empörter Aufschrei „was macht ein Jude am Schabbesmorgen in einem Porsche“ bringt Max zum Nachdenken.


In Rückblenden erfährt man von seiner Kindheit, dem Konflikt mit dem übermächtigen Vater, der als KZ-Überlebender ein Textilimperium mit Billigimporten aus Dritte-Welt-Ländern aufgebaut hatte und dann besoffen in seinem dicken Mercedes in einer Gracht landet und ertrinkt. Max‘ zwiespältiges Verhältnis zum konservativen Judentum, an das er erst seine große Liebe Esther und später auch seinen Bruder verliert, ist ebenfalls ein zentrales Thema.


Leon de Winter erzählt diese schwierigen Themen mit viel Witz und Humor und einem Auge für Situationskomik – zum Brüllen die Szene, in der Esther ihren Antrittsbesuch bei Max Eltern macht und von diesen genötigt wird, Unmengen von Mutters handgemachten Kroketten in sich reinzustopfen.

Am Ende findet Max dann doch noch seinen Frieden – es ist zwar nichts so, wie er sich das gedacht hatte aber doch irgendwie so, dass es sich gut anfühlt – und das ist es doch, was zählt.

Viel Spaß damit! Wer zuerst schrei(b)t, dass er es haben will, bekommt das Buch von mir zugeschickt und "darf" seinerseits ein Buch vorstellen und verschenken ....

Eure Erika von art.of.lahja

Mittwoch, 28. November 2012

Büchertausch Nr. 8 : Sabine Thiesler Hexenkind

Ich gebe es unumwunden zu, ich steh nicht auf Thriller---weil es mich zu sehr gruselt---



Wenn es dann noch um einsame Häuser irgendwo in der Wallachei, oder wie hier, in der Toskana geht---nee nee, das ist nichts für mich.

Im Klappentext liest sich das so:

In einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toskana entdeckt ein Pilzesammler eine schrecklich zugerichtete Leiche. Sarah, der deutschen Frau des Trattoriabesitzers Romano, wurde die Kehle durchgeschnitten.
Dieser brutale Mord ist aber noch lange nicht das Ende des Unheils, das bereits vor 20 Jahren begann:
Sarah flieht zusammen mit Romano und ihrer kleinen , hochbegabten Tochter Elsa aus Berlin und aus einer Beziehung mit einem genialen, aber gewaltätigen Musiker. In Romanos Heimat, der Toskana, fangen sie ein neues Leben an und eröffnen eine Trattoria. Aber ihr Glück währt nur kurz, denn der gemeinsame Sohn Edi ist nach einem Unfall geistig behindert. Sarah kompensiert ihr Unglück, in dem sie Beziehungen zu verschiedenen Männern hat. Sie lebt ein gefährliches Leben und ahnt nicht, dass sie längst von der Vergangenheit eingeholt wird. Das Verhängnis, das damals in Berlin begann, steigert sich wie in einer klassischen Tragödie auch über Sarahs Tod hinaus bis zu einem bitterbösen Ende.....


Nee das ist nichts für mich---- es ist gut geschrieben, es liest sich flott---aber mir genügen die wenigen Augenblicke zum Luftholen nicht.

Für Freunde des Genres wahrscheinlich durchaus zu empfehlen---meine Bücher brauchen etwas weniger Blut und auch nicht diese unerträgliche latente Spannung, das verkraftet mein Herz nicht und noch mehr schlaflose Nächte, weil ich schon das Messerchen wetzen höre, brauche ich auch nicht---


Also, wer hat den Mut und schafft so ein Buch zu lesen??????

Eure Kalle von kallejasper und lieblingspuppen

Samstag, 20. Oktober 2012

Büchertausch Nr. 5: Sofies Welt

Jostein Gaarder: Sofies Welt




Frau Pflänzchen hat mir den genialen Biff geschickt, und nun bin ich an der Reihe, ein Buch zum Tausch anzubieten. Diesmal laden wir auch Nicht-Fredissimas ein - wer das Buch gerne haben möchte, muss in der Folge selbst ein Buch anbieten und einen Blogbeitrag dazu schreiben.











"Die Geschichte der Philosophie als Krimi" - vorerst konnte ich mir nichts darunter vorstellen.  Aber schon bei der Inhaltsangabe wurde ich neugierig: manche Themen klangen recht ernsthaft, wie "... der Mensch ist zur Freiheit verurteilt", oder "... so werft ihn ins Feuer". Andere fand ich eher witzig, z.B. "... er wollte alle alten Materialien vom Bauplatz entfernen" - welche filosofische Frage steht wohl hinter diesem Ordnungswahn?




Mit einer gewissen Strenge waren offenbar mehrere der Philosophen (Philosophinnen kommen, meiner Erinnerung nach, nicht vor) geschlagen, wie auch die Titel "... ein peinlich genauer Mann der Ordnung ..." oder "... ich erlege mir selber eine strenge Zensur auf“ beweist. 



Und einige Titel regen die Fantasie an: „...nur so wirst du nicht durch den leeren Raum schweben“ (nein??? Wie dann?), oder „...das genialste Spielzeug der Welt“ (da würde wohl jede Fredissima ein anderes nennen). 




Das Buch ist gut und spannend zu lesen, nebenbei und ohne Anstrengung wird man auf einen Spaziergang durch die Geistesgeschichte eingeladen, so macht Wissen Spaß!

Also wer das Buch geschickt bekommen möchte, schreibt dies bitte in einem Kommentar!

Schönes Wochenende wünscht Ulla (Kontakt FilzGarten)



Dienstag, 31. Juli 2012

Büchertausch, die zweite-"Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll

Da es in dem von mir eingeheimsten Buch darum geht, Zitat: "dass die Protagonistin sich von unnötigem Ballast, sprich: Männern, befreit, sich daher schwerelos fühlt und Zeit für Wichtige Dinge im Leben hat" habe ich dieses Thema noch einmal aufgegriffen und diesen wunderbaren "flirrend bösen Erstlingsroman" von Ingrid Noll herausgekruschtelt.Gaaaanz oben unterm Dach hatte sich dieses Buch mit vielen anderen zusammen versteckt und ich als Lesejunkie kann sie einfach nicht hergeben. Dieses habe ich jetzt herausgezerrt und nach der Androhung von Kürsche, daß ich meins nicht eher bekomme, wie ich einen neuen Blogbuchtauschbeitrag geschrieben habe, mußte ich mich jetzt dransetzen, denn ich will das Buch ja nicht erst Weihnachten lesen...
Männer sind ein beständiges ,manchmal aber nicht immer erfreuliches Thema bei den Fredissimas.Deshalb bin ich mir sicher, daß dieses Buch etwas für eine von euch ist.
Ingrid Noll weicht ab vom gängigen Krimi-Schema des bösen Mörders, der in typischer "Who-dunnit"-Manier vom Leser und Ermittler gleichermaßen erraten werden muss. Stattdessen konzentriert sie sich vollkommen auf die Täterin selber. Die Morde selber stehen nicht im Vordergrund, sie sind nur logische Konsequenz im Leben der Protagonistin. Rosemarie ist nicht gerne eine Mörderin, aber das Schicksal scheint ihr keine andere Möglichkeit zu geben. Ihr schnodderiger Tonfall und ihre selbstironischen Kommentare über ihre missglückte Liebeswerbung geben dem Roman den richtigen Pfiff.
Rosemarie Hirte ist die Antwort auf all die frustrierten, einsamen Frauen, die das große Glück in ihrem Leben verpasst haben und sich vor einem letzten Versuch, darum zu kämpfen, scheuen. Natürlich schießt Rosi auf ihrem Weg ein wenig übers Ziel hinaus - aber das Ergebnis ist ein ein wunderbar leicht geschriebener Roman, der auch beim wiederholten Lesen nichts von seinem Charme einbüßt.

 

»Ich verdiene gut, ich halte mich gut. Mit meinen zweiundfünfzig Jahren sehe ich besser aus als in meiner Jugend ...«
Und doch ist Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, ledig, nicht recht zufrieden mit ihrem Leben. Bis die Liebe sie trifft wie ein Hexenschuß ...
»Ingrid Noll, die nach dem Großziehen dreier Kinder plötzlich diesen flirrend bösen Erstlingsroman schrieb, erzählt mit unbeirrter Geradlinigkeit, immer stramm aus Rosis Sicht, von Mord zu Mord, und alles geht trotzdem gut aus, und man möchte sich vor Lachen über soviel Abstruses wälzen und gleichzeitig was Wärmeres anziehen, weil es einen gründlich friert, so sehr blickt man in die Abgründe der frustrierten weiblichen Seele. Ein köstliches Buch darüber, wie Frauen über Leichen gehen, um den Mann ihrer Träume zu kriegen. Männer, hütet euch, Rosi Hirte steckt in uns allen!« (Elke Heidenreich)

*Wer will es haben -brüllt*

eure Goldmarie von Hand-Werks-Art

Mittwoch, 13. Juni 2012

Einem Flitz sollte man nachgeben....

...sagte ein Unternehmenscoach einmal zu mir. Was er da noch nicht wusste, der Satz wurde mir schon an der Wiege gesungen und fiel damit auf sehr fruchtbaren Boden.

Nun kommt ja so ein Flitz nicht aus heiterem Himmel, also meistens nicht. Meistens sind viele kleine Flitzsamen in Dir und nun kommt noch einer dazu und wie andere sagen würden, man hat so ein Gefühl von:

die Zeit ist reif....für eine weitere Schandtat....

Bei mir kamen zusammen:
- meine Fantasie
- ein Post von Claudia Weiand
- Geschichten im Kontaktcafe
und die Tatsache, dass die Zeit vergeht.

Nachdem ich also mitbekam, dass die Probanden, die mir ihre Geschichten erzählen können, immer älter werden, oder gar irgendwann nicht mehr sind, merkte ich, die Zeit war reif.

Nun hat uns Claudia ja erklärt, wie das so funktioniert, ein Buch schreiben.

Aber---man braucht noch etwas sehr wichtiges---Geld.

Und da gibt es mehrere Gründe:
-entweder Dir feht noch ein gewisses Equipment
- oder Du bist so voller Buch, dass Du Dich zu Hause nur noch einmauern kannst und Essen auf Rädern kommen lassen musst----
- oder Du fährst auf eine einsame Insel, wahlweise in eine Berghütte, um in aller Ruhe an Deinem Buch zu arbeiten
- oder Du möchtest es Dir leisten , Deinen Shop ein wenig zu vernachlässigen, brauchst aber trotzdem Geld für die Krankenkasse und so das tägliche Allerlei

Auf jedem Fall ist es von Vorteil, etwas Bares in der Hand oder Hosentasche zu haben.

Somit wird aus dem Flitz eine handfeste Idee, die es nun gilt auf vernünftige Füsse zu stellen.
Bei mir funktioniert das immer so weit, dass ich rings herum Möglichkeiten abchecke und auch finde.

Kleinbahn - Bahnhofsgeschichten

Bei meinem Buchprojekt, den Bahnhofsgeschichten, kam nun noch ein Artikel hinzu, der von Crowdfunding berichtet hat. Neugierig geworden, hab ich mich herangepirscht und für mich hat es sich erwiesen, dass es genau die richtige Idee war.
Interessant ist, dass man sich nun sehr mit seinem Flitz auseinander setzen muss und zeigen muss, dass man es ernst meint. Ich habe nicht nur dieses Video hundert mal gedreht, sondern auch grosse Plakatwände gestaltet, die ich an meinen Marktständen aufstelle und so in das Gespräch mit anderen Menschen komme.

UND HIER ERGAB SICH ETWAS WUNDERBARES!

Ich habe auf ebensolchen Markt, nämlich dem 3.Fredmarkt , nun von der wunderbaren Claudia und ihrem reizendem Mann das Equipment, welches mir leider noch fehlte zu meinem Flitz, gesponsort bekommen und bin jetzt in der glückliches Lage, meinem Flitz nachzugeben.

Nun kann ich, egal wo ich bin, auf die wunderbare Prinzessin Sauerkrauthaar ein Auge werfen, manchmal auch den Kasten hier zuklappen, und doch, wenn es mich überkommt, dann schreibe ich einfach weiter....

Hier mal eine winzige Kostprobe:


Ich habe kein inniges Verhältnis zu Autos, eigentlich gar keines und ich bin nie mal eben so Schwarz gefahren. Ich hatte noch nie heimlich im Wald geübt, und ich hatte Schiss. Vorsichtshalber steckte ich zwei kleine Schwämme für die Achselhöhlen ein. Gestandene Frauen wissen um die Aufnahmefähigkeit von Schwämmchen.
Ich glaube noch heute, dass der Fahrlehrer nicht sehr an seinem Leben hing, immerhin war ihm gerade die Frau weg gelaufen und vielleicht ist das keine so gute Voraussetzung…Er schickte mich also in den Verkehr. Ich schob die Schwämme unter die Achseln und den Unterkiefer todesmutig vor. An der ersten roten Ampel konnte ich die Früchte meiner Bemühungen auswringen…überhaupt liebte ich rote Ampeln und gemütlich zockeligen Stadtverkehr. Nur alles über 40 km/h machte mich extrem nervös.


Sollte es sich nun doch erweisen, dass der Flitz ein Flitz bleiben wird, nicht traurig sein, der nächste Flitz kommt bestimmt.

Eure Kalle von kallejasper und lieblingspuppen