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Dienstag, 21. Februar 2012

WeißwurschtProjekt

Weißwurst ist eine Brühwurst aus feingemahlenem Kalbsfleisch, Schweinerückenspeck und Gewürzen. Weil das Fleisch nicht gepökelt wird, hat sie eine helle grau-weiße Farbe. Sie wird traditionell frühmorgens hergestellt und vormittags als Imbiss auf Märkten und in Wirtshäusern mit süßem Senf, Brezn und Weißbier verzehrt.

Bei Weißwürsten wird der Darm üblicherweise nicht mit gegessen. Sie wird entweder „gezuzelt“ („gesaugt“), d. h. man fasst die Weißwurst mit der Hand und zieht den Inhalt mit den Zähnen aus dem Darm, oder man isst sie, indem man sie mit Messer und Gabel zuerst auf dem Teller längs halbiert, so dass der Darm auf der Unterseite intakt bleibt und der Inhalt mit dem Besteck quer heruntergewälzt werden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, die Wurst seitlich ein wenig einzuschneiden oder mit der Gabel aufzuschlitzen und die Haut daraufhin in einem Stück von der Wurst zu lösen.
*gulp*

Nein die Frau Bess ist jetzt nicht zum FleischerHandwerk übergewechselt!

Sie saß eines Tages an einem großen Lagerfeuer in G. bei Himbeer- und Waldmeisterbrause neben der Andiva .... angesäuselt von Unmengen an Brause wurden viele Ideen gesponnen ... geboren war das WeißwurstProjekt: völlig unblutig und rein vegetarisch! ... aber, die richtig großen Sachen brauchen ihre Zeit ...

von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es viele Monate ... die Mühe hat sich gelohnt ...

hier hätt´n wir den Waschtl:


... ökologisch korrekt aus einer alten Hozkiste gezimmert von der Diva







































... und da wär noch der Zusel:

... kommt gerade vom BreznStechen und ist auf Flucht vor gierigen Mündern ...



Mahlzeit?

Nein! Heute ist Aschermittwoch und fasten ist angesagt! Keine Schokolade, keine Bonbons, fette Torten oder Schlagsahne und ... keine Weißwurscht!!!
... für zum Schmücken Eurer Bude aber absolut kalorienfrei )


Eure marrybess oder auch manuK nebst Andiva

Donnerstag, 26. Januar 2012

Ist das nun dirty?

Ich weiß ja, dass heute der dirty Donnerstag ist und vielleicht ist das ja alles menschlich....

Na die Entscheidung überlasse ich euch. Da mache ich es mir mal einfach.

Menschen, die auf dem Lande groß geworden sind, werden wahrscheinlich über mich, nicht über die Situationen lachen. Ich bin auch in Biologie sehr bewandert, so ist das nicht. Aber eher hatte ich mich all die Jahre mit Entomologie, sprich Insektenkunde, beschäftigt, ergo war und ist mir Blume und Biene geläufig, aber welche; nun ja, Dramen, oder Ferkeleien oder Menschlichkeiten sich im Frühling so auf einen Hof abspielen, das läßt einen gestandenen Städter erröten----

An fing es mit den allerersten Tieren---meinen Hühnern. Ich hatte mir drei Hühner besorgt, weil ich fand, dass die nicht viel Arbeit machen, mir Freiheiten beim Bauen lassen und mich trotzdem schon mit frischen Eiern versorgen. Und es war herrlich Hühner zu haben---ich liebe Hühner, seitdem. Die sind so freundlich, laufen Dir ständig hinterher, sind witzig in ihrem aufgeplustertsein---
Das sie mir hinterherlaufen, da hab ich schnell gemerkt, das ist nicht, weil sie zahm sind, sondern, weil sie denken, dass ich eine wandelnde Futtertonne bin--tja... aber diese merkwürdige Verhalten, sich mir immer wieder mitten in den Weg zu setzen, ja hocken und zu warten, bis ich sie anfasse... ich wußte nicht, was davon zu halten war. Bis mal ein Bauer aus dem Dorf mich besuchte und lachend meinte---Meechen, Deene Hinnen brauchen nen Hahn. Hö, meinen Hühnern geht es doch gut--- Ja scho, awer guck doch, die Warten auffen Hahn...

Pfui Spinne und ich dachte die mögen mich! Nein, die haben nicht nur gedacht, ich sei eine wandelnde Futtertonne, sondern noch die Beglückerin? Aber ab!

Das nächste waren meine Esel, beides Wallache, was sie aber nicht davon abhielt ihr Gemächt in die Frühlingssonne zu halten. Die Jungs waren ca. 15 Jahre alt, also schwer Pubertär und sind im Frühling hinter zu den Großeseln gewandelt. Da hat also Paco so genüßlich in der Frühlingssonne sich recht entspannt und vor lauter Wonne sein Gemächt ausgefahren---ich höre heute noch den Ausruf von den Jungs: "Boah eh was fürn Riesending!" "Respekt!"



Den nächsten Schreck hatte ich, als der Ganter im Frühling auf der Gans, also ich dachte er bringt sie um----ich höre im Teich lautes Geschnatter, wildes Flügelschlagen, laufe hin, weil ich dachte, der Fuchs ist wieder da---da hat sich der Ganter am Hinterkopf der Gans festgebissen und drückte sie unter Wasser und so---also, na ihr wisst schon---Aber ich dachte in echt, er ersäuft sie----








Nun hatte ich ja das große Glück einen neuen netten Mann kennenzugelernt zu haben. Dieser Mann war nur zu haben, wenn ich Katze und HUnd auch nehme...och das ist nicht schlimm... Bis ich in der Nacht von merkwürdigen Geräuschen geweckt werde. ich dachte, dass Miezi stirbt. Meine Güte was für Verrenkungen, was für unglückliche Geräusche---zum mindesten muss die arme Katze Bauchschmerzen haben, wenn nicht gar Schlimmeres---- Als ich mitbekam, was der Katze "fehlte"---na zum rot werden hatts noch gereicht. Echt, da kommt ne Frau ins fremdschämen, wenn ihre Katze rollig ist---Du meine Güte---






Jetzt hatte ich angenommen, nach all den Jahren bin ich schon auf alles gefasst, aber ich hab ja nun Ziegen. Und einen Ziegenbock, Ede Pfeifruck und manchmal gebe ich die Ziegen zu ihrem Ziegenbock, damit sie trächtig werden. Und der Ede, der macht das etwas sehr eifrig, also Ede ist so aufgeregt, wenn die Ziege in seinem Stall steht, das er schon losspritzt, bevor er die Ziege überhaupt erreicht hat---und um nichts zu verschwenden, schluckt er es schnell selbst---


Wenn er dann die Ziege endlich besteigt, verdreht er die Augen und streckt immer ganz schnell die Zunge raus---zum piepen!


Und die letzten Tiere die ich beobachten durfte, sind meine neuen Kaninchen. Der Rammler, Herr Knödel, ist auch sehr fleißig und ganz angetan von den beiden schönen Häsinnen. Er schnuppert ein wenig und dann umarmt er sie fest und dann---also und dann geht das so fix wie ein Maschinengewehr-brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...................

Ich hab so gefeixt-----

Ach ja, ich glaube es wird schon wieder Frühling--- ich geh mal schauen, auf Bald, eure Kalle

Freitag, 25. November 2011

Freitagsfisch

Schon wieder Freitag, drum fix ein Fisch.
Hm. Fix ein Fisch.
Jawollja, die Diva hat ja.
Aber die Diva hat ja schon so viele gezeigt. Drum fix gekruschtelt im Hinrkasten , fieberhaft überlegt und schwups da isser. Der Tonfisch am Freitag.

Weil - wie wir ja gelernt haben.. die Diva verfischt alles. Auch Ton. Dieser hier ist entstanden als Spielerei während das Nacharskind eifrig in meiner Küche getöpfert hat. Ich wollte eigentlich nichts modellieren, nahm mal wieder - weil sichs so schön anfühlt - ein wenig Ton in die Hand und wie von selbst klöppeln meine Finger einen Fisch. Da war er nun. Also durfte er auch in den Ofen. Und glasiert hab ich ihn auch. Und da lag er nun. Bis mir die Tage die Idee kam wie er sich in mein fröhliches Ganzes einfügen kann. Mit ein paar Glasperlen wurde er zu einer langen Kette. Für alle die gern mal einen Fisch an der Angel haben. Und, ja ich trenne mich auch von ihm.. wer will kann hier vorbei schauen... Fische soll man schwimmen lassen.


Tonfisch

Mehr Fisch wie immer Freitags bei Frau Rieger...

Einen schönen Freitag wünscht die Diva von Andiva

Samstag, 12. November 2011

Ich und das liebe Vieh

Claudia hat beim letzten Post gefragt: Wie habter denn damals dann die Pferdchen...?

Ja das ist auch so eine Geschichte. Eine typische Geschichte, wieder so ein Hans im Glück... Dazu neige ich ja ein bisschen.

Als ich dieses Land und diesen Bahnhof hier bezog war es karg, sehr karg und vielleicht hatte ich das Gefühl, dass es mir nicht reichen wird ein Haus auszubauen und eine Existenz aufzubauen, ich jedenfalls träumte von Tieren. Vielen Tieren. Tiere die den ganzen lieben Tag um mich herum wuseln. In den Träumen kamen Kosten und Stall ausmisten vorerst nicht vor. Wohl aber versuchte ich sehr vernünftig zu sein und mir klar zu werden, welche Tiere denn zu mir passen könnten.

Nun denke ich ja, dass die Menschen in Katzenmenschen und Hundemenschen zu unterscheiden sind. Die Katzenmenschen lieben eben Tiere, die eigenwillig und doch auch manchmal liebevoll sind. Hundemenschen neigen zu Tieren, die ihnen folgen und freundlichen Gehorsam zeigen. Ich habe mir eingebildet ein Katzenmensch zu sein und dabei nicht an die Anstrengung gedacht, die so ein eigenwilliges Tier hervorrufen kann.



Also in Anbetracht, dass das Land karg ist und ich ein Katzenmensch bin, will ich ESEL. Ja und da ich keine 40 Kilo wiege und mit den Eseln auch durch die Landschaft wandern möchte, müssen es Großesel sein. Besser andalusische Riesenesel. Gesagt und getan. In Stuttgart wurde ich fündig und als dieser sehr sehr sehr große Esel seinen sehr sehr sehr großen Kopf auf meine Schulter legte, war es um mich geschehen. So fühlt sich nur heisse Liebe an. Also würden Vater und Sohn im Frühjahr hier Einzug halten...

Als meine Lieblinge hier ankamen, hatte ich das Gefühl, sie sind in der Zwischenzeit mindestens einen Meter gewachsen. Ihr müsst wissen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt nur Meerschweinchen als Haustiere hatte und als ich gesehen hab, dass ein Esel ungefähr die Menge von 400 Meerschweinchen hat, wurde mir Angst und Bange.

Aber dank der Liebe und guten Büchern haben wir uns ganz fein zusammen gerauft. Aber es gab auch andere Tage...wenn die Esel der Meinung waren, dass das Gras hinter der Koppel doch viel besser schmeckt und Freiheit ein besonders schmackhaftes Gut ist. Der Schreck als mit wildem Ia ein Esel am Fenster vorbei gallopierte----

Nichts wie hinterher. Zum Glück hab ich einen furchtlosen Sohn. Der schmiss sich mit jugendlichem Elan einem fliehendem Esel an den Hals und mit der Kraft von 400 Meerschweinchen flog er augenblicklich durch die Luft...

So jedenfalls hält man keine Esel auf. Aber mit Äpfeln.... Nun haben wir hier viele schöne Apfelbäume und ich habe gemerkt, dass ich die Esel mit Äpfeln zurück auf die Koppel locken konnte...

Eines frühen Morgens, so gegen 5, hörte ich wieder dieses durchdringende Ia unter meinem Fenster. Es war Herbst und der erste Frost hatte sich auf die herabgefallenen Blätter gelegt. Die Äpfel waren geerntet und lagen in der Gepäckaufbewahrung auf dem großen Filztisch als Wintervorrat....



Jacke übergeworfen, Stiefel an und hinten durch die Gepäckaufbewahrung raus, die Taschen voller Äpfel. So konnte ich an diesem Morgen die Esel aber nur bis auf die Rampe locken---vielleicht haben sie es gerochen, dass die Äpfel in der Gepäckaufbewahrung lagerten und es noch mehr zu holen gab. Da stand ich nun, als mein Mann auf den Hof fuhr, in jedem Arm einen großen Esel, vollgefressen mit unserem Wintervorrat an Äpfeln, die Sonne ging blutrot auf, der Reif glitzerte...

Als ich Schwanger wurde, musste ich daher eine reife Entscheidung treffen---ich konnte hochschwanger nicht immer wieder die wilden Kerle einfangen. Eine Lösung musste her und so wandelte ich mich in einen Hundemenschen und habe mich schweren Herzen entschlossen, die großen Esel in kleine Pferdchen zu verwandeln.

Nun sind es pro Tier nur noch 200 Meerschweinchen---ich habe also die Anzahl halbiert. Trotzdem können auch 200 Meerschweinchen soviel Witz und Erlebniswert haben.... Da kam der Winter und wir schneiten kräftig ein. Und nun hieß es, was tun? Ich sagte zu meinem GöGa: "Bau einen Schneepflug und häng den hinten ans Pferdchen, dann ist ruckzuck die Straße frei. Bau ihn aber nicht zu groß, der Schnee ist schwer...."

Mein GöGa glaubt nicht allzu sehr an mein technisches Verständnis, zu recht, wenn es um Auto oder Computer geht. Wenn es sich aber um das Überleben in der Wildnis handelt, sollte er mir schon ab und zu Glauben schenken. Er baute den Schneepflug natürlich Straßenbreit, weil er nur einmal laufen wollte---das Ende vom Lied war, das ER Pferdchen und Pflug ziehen musste und das Pferdchen sich ab da weigerte noch einmal einen Schneepflug zu ziehen. Auch 200 Meerschweinchenstärken haben ihre Grenzen.

Über eine Meerschweinchenfarm für Gourmettempel denke ich nun eigentlich nicht mehr nach, aber heute gehe ich auch erst einmal Kaninchen kaufen.

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende, Eure Kalle