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Donnerstag, 1. August 2013

Dirty Donnerstag... Blow Job

Unsere Blogrubrik DIRTY DONNERSTAG bekommt heute von mir einen Bastelmessie-Beitrag... Die treuen Leser unter Euch kennen diesen Begriff bereits. Ich verwende ihn gerne, denn ich bin ein unanonymer Bastelmessie.

Jepp.

Ein Bastelmessie ist eine kreative Person, die meist disproportional zur Wohnungsgröße eine Ansammlung an - sagen wir mal - Materialien besitzt, mit dem er oder sie meint, eines Tages etwas kreatives anstellen zu können... Und tatsächlich entstehen die sonderbarsten Kreationen aus genau diesen - für Außenstehende - nutzlose Objekte.

Mein Objekt der "Begierde" war heute eine Pusteblume.

Ja.

Eine Pusteblume.

Für Gewöhnlich verwende ich getrocknete Pusteblumen um daraus überaus nützliche Buttons (naja...) herzustellen, aber was tun mit Pusteblumen, die ihren Zweck verfehlen, nämlich auseinander zu fallen, wenn man sie vorsichtig mit Pinzette auf die Buttonunterlage platzieren möchte... Nicht etwa wegschmeißen?????????? Neeeeeeeeeein!!!!!!!!!!! Das wäre die Bastelmessie-Hölle!!!!!!!!!

Man grübelt und studiert... und sucht weitere Materialien ... in diesem Fall: Druckverschlussbeutelchen, handgeschöpftes Papier, Buchstabenstempel... und bastelt sich einen BLOW JOB!!!!!!!!!!!.... To Go, wenn Sie möchten...

Aufreißen... Blasen... Fertig!

Hehe...

Es winkt,
Eure Cherry von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami

Donnerstag, 13. September 2012

Dirty Donnerstag meets Büchertausch


Dirty Donnerstag meets Büchertausch…

Astrologie meets Sex…

Kirsche meets Überforderung… (oder so ähnlich…).

„Puh… Was habe ich mir da eingebrockt“ war mein erster Gedanke als Angelnette (Sternzeichen: Fredissimablog-Jungfrau) mir einen Text zum Büchertausch schickte mit dem verzweifelten Hilferuf „vielleicht kannste was draus machen“…

Ich war nie eins dieser Schüler, die Buchbesprechungen schreiben konnten durch Lesen der Gelben Seiten. Damit meine ich, in den Gelben Seiten nachschauen, um telefonischen Kontakt mit jenen Schülern aufzunehmen, die das besagte Buch tatsächlich gelesen hatten… Ich war meist diejenige, die angerufen wurde, denn ich habe einfach gerne und gierig gelesen.

Apropos gierig… Lass uns mal gleich zum Thema kommen, bevor ich zu weit in die Schulzeit abschweife und hier noch eine Folge „Schulmädchenreport Teil Drölftausend“ abliefere…

Also, wir haben hier so ein Buch namens „Astrosex“ von Jasmin Rachlitz. Was stelle ich mir darunter vor? Sex unterm Sternenhimmel???? So ähnlich vielleicht… Das Buch scheint eine witzige Reflektion zu sein, wie Sternzeichen und Sexualität zusammen hängen. Es ist bestimmt interessant, zu erfahren ob der Skorpion Komplexe beim Ersten Date wegen der Kürze seines Stachels bekommt. Oder ob Zwillinge am liebsten mit einer Waage einen Flotten Dreier probieren möchten, weil dadurch ihre Interessen endlich mal beide ins Gewicht fallen. Und welche Traumperson sieht der Fisch in seinen erotischen Träumen? Etwa den Wassermann mit seiner üppig gefüllten Gießkanne oder steht er eher auf den Krebs mit seinen körpereigenen immer griffbereiten S/M-Werkzeugen? Ich hoffe zumindest, dass diese Themenbereiche auch abgegolten werden!!! Sagen kann ich es leider nicht mit Sicherheit, aber überprüfen Sie es selbst. Diese Informationen könnten Ihr Interesse wecken:

Jasmin Rachlitz, " Astrosex "
Horoskop der Leidenschaft 
Verlag: Falken 
Jahr: 1999
138 Seiten

Wollen Sie das Liebesgeheimnis des Skorpions entschlüsseln?
Möchten Sie wissen, worauf Sie beim ersten Rendezvous mit einem Stier achten sollten?
Oder interessieren Sie sich für die ultimativen Tipps, wie Sie einen feurigen Widder in einer Dauerbeziehung bei Laune halten?
Dieses Taschenbuch gibt auf unterhaltsame Art Antwort zu allen Fragen in Sachen Liebe und Sex.
Jedes der zwölf Tierkreiszeichen wird nach folgenden Themen vorgestellt: 
- Das Liebesgeheimnis
 
- Der kleine Unterschied
 
- Erogene Zonen
 
- Das erste Rendezvous
 
- Der erotische Traum
 
- Die erste Liebesnacht
 
- Frische Impulse für Dauerbeziehungen
 
- Traumpartner in Liebe und Sex
 
Außerdem: Die Bedeutung der Planeten Mars und Venus für Ihr Liebesleben
 Jasmin Rachlitz ist eine der bekanntesten deutschen Astrologinnen und hat seit über 20 Jahren eine erfolgreiche astrologische Beratungspraxis in München. Sie ist bekannt aus Funk und Fernsehen und als Autorin vieler Publikationen. 

Der Büchertausch-Staffel wird weiter gegeben an jene Fredissima, die dieses Astrosex-Buch gerne lesen möchte und dafür im Tausch selbst einen Blogbeitrag mit Bücherbesprechung schreibt und bereit ist das neue Buch an die wiederum Nächste zu spenden.

*LIVETICKER*LIVETICKER*LIVETICKER*LIVETICKER*
Soeben erreichte mich folgende eilige Meldung aus Eschborn:

„Selbst bin ich Wassermann - Frau und, nach Aussage des Buches, eine sehr lebendige, ähnlich wie Quecksilber und voller ungebändigter Lebensfreude...yeah ;-))) 
Mein Liebesgeheimnis ist....hüstel + ich verrate es nur hier und nur EUCH:
Ich kann viele Partner gleichzeitig faszinieren...jepp
und - im Bett - liebe ich das Experiment und langweilig wird es nie, denn ich revoltiere, unterbewusst, gegen alles, was klein, eng und spießig ist...hehe, es geht mir um die Erfahrungen, auch mehr um Freundschaft und gar nicht so sehr um den Orgasmus!!! *vielleicht*

Von meinen erogenen Zonen, dem ersten Rendezvous, der ersten Liebesnacht und meinen erotischen Träumen und meinen Traumpartnern, sowie intimeren Geschichten...dann ein anderes Mal ;-) *zwinker*“

Da musste ich also nicht die Gelben Seiten zu Hilfe rufen, denn oben vom Sternenhimmel herab schwob noch rechtzeitig unser Engelchen *Schweiß von der Stirn wischt*.

Dieses Schlusswort erreichte mich auch noch aus Eschborn, bevor ich wieder nach Berlin zurückgebe:

3+2+1+meins...greift zu, bevor IHR was - in der Leidenschaft - falsch macht!!! *zwinker*


Es winkt Eure Cherry von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami als Stellvertreterin von Angelnette zum heutigen Büchertausch. Und jetzt die Werbung:

Donnerstag, 16. August 2012

Dirty Donnerstag - ganz wissenschaftlich!

Natürlich würde ich ihm sehr unrecht tun, dem Herrn Dr. Magnus Hirschfeld, wenn ich ihn als "dirty" bezeichnen würde. Er war gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein anerkannter Arzt und Wissenschafter, gehörte zu den Begründern der Sexualwissenschaft, kämpfte zeitlebens gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlich Liebender, und gestand Frauen den gleichen Sexualtrieb zu wie Männern. Schon zu dieser Zeit sprach er sich gegen das Züchtigungsrecht Kindern gegenüber aus - revolutionär für seine Zeit - in Österreich wurde es erst 1989, in Deutschland im Jahr 2000 endgültig abgeschafft! Er schrieb zahlreiche Fachbücher, und zwei davon habe ich geerbt. 



Was 1926, dem Erscheinungdatum von "Geschlechtskunde auf Grund dreißigjähriger Forschung und Erfahrung bearbeitet" als bahnbrechende Erkenntnisse in der Sexualwissenschaft galt, wirkt aus heutiger Sicht zeitweise belustigend. Und man/frau stelle sich vor, eine Runde von Frauen stöbert in diesem wissenschaftlichen Buch, einzelne Passagen werden laut vorgelesen - kichern ist garantiert!










Palme im Botanischen Garten, Mauritius


Amüsant waren vor allem, vom heutigen Standpunkt aus, einige Ausführungen zur Selbstbefriedigung (die er als "Ipsation" bezeichnet).  Er bekämpft engagiert die damals weitverbreitete These, dass Selbstbefriedigung zu zahlreichen körperlichen und seelischen Schäden führe; und nennt die Beobachtungen von negativen Auswirkungen, die einige "Ipsanten" berichteten, "Ipsationshypochondrie".


Neu für mich war, dass Phallusimitationen "Godmichès, verstümmelt aus gaude mihi = erfreue mich" genannt werden, das finde ich eine sehr hübsche Bezeichnung! Einige natürliche Phallusimitationen habe ich heuer im Botanischen Garten auf Mauritius an Palmen gesehen - ob der Ausdruck: "einen von der Palme wedeln" daher kommt?


Erbsen waren gerade aus
Verblüfft und erheitert war ich darüber, wie viele Gegenstände zur 3. Art der Ipsation [1 und 2 selbst lesen ;-)] sich in einem normalen Haushalt finden lassen! Für männliche Ipsanten nennt er, eher karg: Sattel, Polster, Matratze; Frauen stellten sich offenbar als weitaus fantasievoller heraus: Rüben, Gurken, Bananen, Kerzen, Flaschenkorken, Rasierpinsel, Maikäfer (!), Haarnadeln, Stricknadeln, Bleistifte, ... sowie Erbsen und Bohnen. Die Frauen der damaligen Zeit waren offenbar *hüstel* handwerklich recht geschickt, wenn ich mir das mit den Erbsen so recht überlege!




Jedenfalls steht fest, dass die Frau Meerkatze ihr Spektrum der "Erfreue-mich-Verstecker" dringend erweitern muss!


Es grüßt, wissenschaftlich-ernsthaft, Ulla vom Filzgarten.


















Donnerstag, 19. Juli 2012

Dirty Donnerstag - Heute: Hoch die Tassen!

Wir haben hier schon lange nicht mehr rumgeferkelt.
Es wird also höchste Zeit für einen frischen Dirty Donnerstag!

Und - wie so oft (ich frage mich nur, warum) - bleibt diese Rubrik an mir hängen. Gut, ich habe dieses virtuelle Ladengeschäft, aber die Ideen, für die kann ich nichts *schwört* Die Ideen drängen sich mir einfach auf. Springen mich von hinten an, oder kriechen seitlich ins Ohr und setzen sich fest.

Neulich las ich, dass ein Junge in den USA 3 Tage in den Knast musste, weil er vor einem Mädchen die Liedzeile "I'm sexy and I know it" zitierte. Sex, was für eine widerwärtige Tätigkeit! Man kann den Kleinen nicht früh genug beibringen, dass sie sich politisch korrekt verhalten müssen. Alles immer schön gegendert und abwaschbar. Es ist Zeit für Tugend, Moral und Anstand. Wer könnte das besser wissen, als ich!

Täglich sitze ich zuhause (oder in der Arbeit) und mache mir Gedanken darüber, wie die Menschheit gerettet werden könnte. Es ist schwere Arbeit, meine lieben Leserinnen (und Leser)! Sehr schwere Arbeit! So schwer, dass sie mir den Schweiß ins Gesicht treibt und tiefe Furchen meine Stirn durchziehen!

WIE kann man aus diesem Sodom und Gomera eine Bastion der Sittsamkeit machen? Wo kann man das Umerziehungslager für den Tugenddrill am besten errichten? Dreimal täglich kalt duschen, zwischendurch eine kleine Auspeitschung, das wird die letzten schmutzigen Gedanken vertreiben, liebe Blogleserinnen (und Leser)! Wo kämen wir denn hin, wenn alle Welt nur dem Sex frönte und das noch öffentlich! Husch, ins Bad und den Mund mit Seife ausgewaschen! So ist es recht!

Aber Spaß beiseite.

Die sommerliche öffentliche Zurschaustellung von Metall an Gemächten und anderen Körperteilen (vorzugsweise am Baggersee) lässt mich immer fragen, was wohl passiert, wenn sich ein Träger und eine Trägerin dieser Schmuckornamente ineinander verhaken...? Ein Schaudern steigt in meinem Inneren hervor und es schüttelt mich ob des Gedankens an die schmerzhaften Konsequenzen dieses Tuns. Ist es gewollt? Eine Laune der Natur? Eine menschliche Perversion?
Doch ich schweife ab!
Pardon, ich... ähm... ich weiche vom Thema ab.
Das war jetzt besser.
Und moralisch einwandfrei. (sich den Mund auswaschen geht)

Ach, indes, ich wollte nicht so weit in die Niederungen der Menschlichkeit hinabsteigen.
Viel mehr ist es Zeit, ein Produkt zu präsentieren.
Ein Produkt, mit dem Sie, liebe Käuferinnen (und Käufer) sich, Ihre Umwelt oder den Vorsitzenden (oder die Vorsitzende) des lokalen Kaninchenzüchtervereins erfeuen können.
Man kann nämlich niemals genug Tassen haben!
Wie Ihnen bekannt ist, gibt es in meinem Laden viele schöne Tassen mit freudigen, politisch korrekten und garantiert unsexistischen Aufdrucken zu erwerben.

Sexisten-Tasse von klamottenlabel
Neulich eben, eingedenk des oben zitierten  Justitzfalles kam mir diese Tasse in den Sinn.
Der Aufdruck ist perfekt, meine Damen (und Herren)!
Niemand kann sich fortan herausreden, dass er (oder sie) es nicht so gemeint hat, denn diese Tasse, sie spricht für den Trinker (oder die Trinkerin)! 

Ja, so geht es, so wird diese, unsere Welt ein besserer Ort!
Kennzeichnet die Andersartigen!
Schreibt drauf, was drin ist!

In diesem Sinne wünsche ich einen anständigen Donnerstag, bleibt sauber und geht Euch den Mund ausspülen. Wegen der Sicherheit!

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel

Donnerstag, 7. Juni 2012

Schweinerei am Dirty Donnerstag

Heute will ich aus dem vergoldeten Rahmen fallen und sanft landen,
dann zum Musical in meinem Kopfkino elfengleich aus der Reihe tanzen,
mich dann quietschvergnügt zwischen ein Paar Drehstühle setzen,
und später vielleicht noch ein bisschen gegen den Strom schwimmen,
dabei unter allen Gehässigkeiten elegant wegtauchen 
um dann am Ufer der Kreativität den Sonnenuntergang zu genießen,
bis dem Ernst des Lebens die Puste ausgegangen ist.
Am Dirty Donnerstag aus gegebenem Anlass heute mal etwas zum Thema 
Schweinerei und Toleranz.
Jeder muß selbst wissen, wo seine persönliche Ferkelgrenze liegt. 
Genügend Toleranz und ein gewisses Maß an gegenseiter Achtung erleichtert das Leben erheblich.Und auch ein wenig Gelassenheit ist Balsam für die Seelenstossdämpfer.
Manchem Ferkel  ist es gegeben, allein mit Lauten die Luft nachhaltig schwefelgelbgrün zu verpesten.
http://de.dawanda.com/product/8621010-SchweinereiDu-Ferkel-gemaltKarteToleranz
Aber keiner ist gezwungen, diese Luft einzuatmen.
 Jede Sauerei ist auch ein Dünger, auf dem Blumen und angenehme Düfte gedeihen können, wenn richtig damit umgegangen wird.
 Und es gibt natürlich auch ganz süße Ferkeleien.
Also Mädels, immer die Konstanze bewahren, weich und sanft aus dem Rahmen fallen

http://de.dawanda.com/product/31998594-KunstpauseBild-gegen-Aufpreis-gerahmt
 und auf hohem Nivea weitermachen!
In diesem Sinne, rockt diesen Donnerstag, ob mit Feiern oder Arbeit, dazu fragt ihr das Bundesland eures Vertrauens.
Dies war mal wieder ein Pausenfüller aus der kunstpause. *wink*!


Donnerstag, 17. Mai 2012

Hochzeitsnachschlag am Dirty Donnerstag - Heute geht's um die Wurscht

Zu jeder Hochzeit gehört eine anständige Feier und ein schöner Junggesellinnenabschied.

Naja, seien wir ehrlich, Kalle hat sich diese Art Abschied erspart und ist gleich zur Trauung übergegangen. Zumindest ist mir von einem Jungesellinnenabend nichts bekannt, aber vielleicht hatte Kalle ja heimlich gefeiert. Ich persönlich hätte gerne ein paar (k)nackige Poledancer gehabt, die für uns an der Stange vom Zirkuszelt tanzen. Aber man kann ja nicht alles haben. Bevor es aufs Standesamt ging, wurde ein äußerst leckerer Kartoffelsalat mit Würstchen kredenzt, damit die von Emotionen geschüttelten Brautleute und deren Familie nicht der Standesbeamtin in die Arme kippen.

Das Würstchen als solches ist in seiner Eigenschaft länglich, dünn, fest, aber dennoch elastisch. Es ist umgeben von schmeichelzarter Haut und prall gefüllt. Wenn man es in die Hand nimmt, wippt es leicht, bevor es seinem Bestimmungsort zugeführt wird. Kühl und unnahbar in der Wursttheke, entfaltet es sein Temperament erst richtig, nachdem es erhitzt wurde.

Gerne erscheint das Würstchen in Begleitung von scharfmachendem Schmiermittel. Mancher stippt das Würstchen in den Senf (oder was dachten Sie??), um es sich danach lustvoll in den Mund zu stopfen. Lasziv rollt das Würstchen auf dem Teller hin und her, es wird gestochen, benagt und geschnitten. Es wird immer kleiner und kleiner, bis es schließlich komplett verschwunden ist. Sein Daseinszweck ist erfüllt, es hat uns befriedigt.

Die Bayern tun sich übrigens damit hervor, dass sie ihre Weißwürste auslutschen.
Jaja, die Bayern, das ursprüngliche Volk mit Freude an oraler Befriedigung.
An Würsten lutschen, also normal ist das nicht.

Wo waren wir?
Ach ja.
Die Würstchen von Kalle.
Was ganz nebenbei ein hervorragender Musiktitel wäre.
Ich meine, wenn es die Glocken von Rom gibt, dann kann es auch die Würstchen von Kalle geben.

Die übrigen Würstchen erfreuten sich später noch ungebrochener Beliebtheit bei den Fredissimas. Sie wippten und schlenkerten, sie wurden benagt, gestochen, geschnitten und vielleicht wurde an ihnen gesaugt. Aber plötzlich, mitten in all dem kauen und schmatzen... wurde innegehalten.

Was ist denn DAS?

Die Diva, eine normalerweise moralisch tadellose und anständige Person mit geradezu blütenweiß-unschuldiger Fantasie, hatte just dieses Würstchen zielsicher aus dem kollektiven Wurstkessel geschnappt. Eine fleischgewordene Perversion! Tapfer und beherzt schob sie sich dieses unanständige Gebilde mit geschlossenen Augen in den Mund, kaute, schluckte und weg war's. Ich denke, dass sie uns vor diesem unmoralischen Anblick bewahren wollte.

Kunst an der Wurst - Objekt einer unbekannten Metzgershand
War dies das Werk einer kreativen Metzgerin?
Eine Hochzeitswurst?
Oder wurde es für andere Zwecke (das Ausmalen derselben überlasse ich dem geneigten Blogleser) entworfen?
War es gar kein Würstchen, sondern die fleischgewordene Personifikation der Tanzmöhre?
Eine Laune der Natur?
Eine genetische Mutation?

Wir werden es nie erfahren, denn das fragliche Wurstobjekt ist nun auf alle Zeit verschollen.
Der Vergessenheit anheim geben möchten wir es indes nicht.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht haben Sie ja auch so ein Würstchen zuhause oder Sie wissen, von welcher kunstfertigen Metzgershand es gefertigt wurde.
Dann schreiben Sie uns!
Schicken Sie uns Bilder Ihrer Hochzeitswurst!
Wir werden die Bilder hier veröffentlichen, denn wahre Kunst verdient es, gesehen zu werden.
Vielleicht.

Haltet Eure Würstchen warm sagt
Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel




Donnerstag, 29. März 2012

Dirty Donnerstag - Heute: einstöpseln, und los geht's

Es ist schon ein Weilchen her, dass das letzte Mal jemand hier herumgeferkelt hat.
Mir dünkt, mich deucht, dass die Aufgabe des Ferkelns mal wieder an mir hängenbleibt.

Nicht, dass der geneigte Leser jetzt einen falschen Eindruck bekommt: ich bin die Tugend in Person, ich  trinke kaum Alkohol, in meinem Haushalt gibt es so gut wie nie Süßigkeiten, ich treibe regelmäßig Sport und gehe früh ins Bett. Als Kreative muss man auf seine Energie achten und einen ordentlichen Lebenswandel haben, sonst wird das nichts mit der Weltherrschaft.

Dildoversteck von klamottenlabel
Beim Blick nach draußen und dem Tirilieren und Tirilaren allüberall wird einem eins ganz klar: es ist Frühling! Alle Welt denkt nur an das Eine! Ich natürlich nicht, meine einzige Liebesbeziehung ist mit meinem Motorrad, denn das vibriert auch zwischen den Beinen, ist immer für mich da und tut, was ich will. Aber ich bin nun mal nicht das Maß aller Dinge - auch wenn ich all diese Schmutzigkeit in der Welt nicht gutheiße - und ich möchte Geld verdienen! Euer Geld sollt ihr in meinen Shops lassen! Und genau deshalb, weil die Welt dort draußen so schmutzig ist (ich hoffe, der geneigte Leser dieses Artikels ist ein tugendhaftes Lamm, wie ich), habe ich ein paar hübsche Dinge für die Untugendhaften produziert, denn: SEX SELLS!

Ich kann das zwar nicht verstehen, denn ein gutes Buch am Abend ist doch der von tierhaften Lautäußerungen untermalten, schweißnassen Betätigung in der Horizontalen allemal vorzuziehen, aber es soll ja welche geben, die des Lesens nicht so mächtig, oder daran interessiert sind, wie ich.

Wo waren wir nochmal?
Ach ja, der Schmutz der Welt.

Wenn nun Schwiegermama oder sonstwer im Nachtkasterl herumfuhrwerkt, da der nun ebenfalls angesagte Frühjahrsputz fällig ist, kann es zu durchaus peinlichen Situationen kommen.

Da rollt und klappert es im Kasterl!
Aus Holz oder Gummi gefertigte Ersatzgemächte!
Schwiegermutter fällt in Ohnmacht!
Das wollt ihr doch nicht, oder?

Früher, zu Zeiten des Quelle-Katalogs (das war lange bevor der Konzern von 27 Managern an die Wand gefahren wurde), gab es eine Seite, auf der eine beglückt wirkende Frau abgebildet war. Besagte Frau hielt sich ein weißes, der Größe und Form nach einer gutgewachsenen Vespergurke ähnliches Dings an die Wange. Daneben stand "Massagestab für die Frau". Ich frage mich heute noch, wofür man einen Massagestab für das Gesicht braucht?

Dildoversteck von klamottenlabel
Vor kurzer Zeit jedoch hat man mir zugetragen, wie so ein Ersatzgemächt* verwendet wird. Man steckt es wo rein und los geht's. Also eine Form des biologischen Plug and Play. Das kennt ihr doch sicher: Man steckt etwas in die am Computer vorgesehene Öffnung (in der Regel keine Ersatzgemächte), es dingt oder gongt, und schon geht's los. So ähnlich soll das mit dem Ersatzgemächt auch funktionieren. Ich weiß aber nicht, ob es dingt oder gongt, ich will das auch gar nicht wissen! Um der Schamlosigkeit einer offenen Präsentation solcher Ersatzgemächte entgegenzuwirken, habe ich deshalb formschöne und haptisch-taktil ansprechende Behältnisse entwickelt, in denen man die vespergurkenähnlichen Gegenstände aufbewahren kann.

Wir möchten doch nicht, dass Schwiegermutter einen Herzinfarkt bekommt, oder?
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen tugendhaften Frühling!

Eure Doro von klamottenlabel und my-meerkat

*Solche Ersatzgemächte wurden übrigens von Frau Uhse als KG (Kunstglied) vertrieben. Natürlich weiß ich das nur durch Zufall!


Donnerstag, 9. Februar 2012

Dirty Donnerstag - Heute: Unterwegs im Zeichen der Kultur

Liebe Blogleserinnen und -leser,

vielleicht seid ihr gerade auf einer Exkursion mit euren Kommillitonen aus dem Geologiestudiengang und ihr findet einen Arm hinter einem Stein. Ihr nehmt den Arm mit nach Hause und freundet euch mit ihm an.

Der nette Typ aus der Spülküche, in der ihr arbeitet, lädt euch ein zu einem Konzert im Samtzimmer.
Dort steckt ihr die Beine durch zwei Löcher.
Alexander Borodin spielt nun auf eurem einen Bein ein Klavierkonzert, auf dem anderen spielt Nikolai Rimski-Korsakov. Das Konzert endet mit einer beidseitigen erotischen Penis-Fußmassage.

Habt ihr heute schon einen Sherry-Cobbler durch einen Strohhalm getrunken?
Habt ihr Wäsche aus dem 4. Trockner von links geholt?
Habt ihr die Nase tief in euren Pfefferstreuer gesteckt?
Habt ihr Golf gespielt?
Hat jemand mit zwei Fingern vor euch ein "O" gemacht?

Vorsicht! Denn es könnte sich um ein Portal zum "Haus der Löcher" handeln!
Das "Haus der Löcher" ist ein Ferienressort der besonderen Art: Hier werden eure geheimsten sexuellen Wünsche erfüllt!

Es ist nicht einfach, ins Haus der Löcher zu kommen. Alle Männer, die durch das Portal kommen, werden auf Bösartigkeit und Geschlechtskrankheiten getestet, müssen einen Hodensackgeruchstest, eine Spermauntersuchung und eine Waschung in der Peniswaschanlage über sich ergehen lassen.
 
Buchhülle von klamottenlabel
Ich habe das Buch vor ein paar Tagen in eine meiner Buchhüllen gewickelt zum Geburtstag bekommen und am nächsten Tag in einem Rutsch durchgelesen.

Ja, es ist ein sehr pornografisches Buch. Aber im Gegensatz zu schwülstigen Schinken, á la "Lady Chatterley's Lover" oder dem grauenhaft öden und vorhersehbaren Buch, das in meiner Ferienpension herumlag, strotzt es geradezu vor Wortwitz und brillianten Wortneuschöpfungen des Autors Nicholson Baker.

Hier findet ihr keine Sätze wie "Henriette stöhnte wollüstig auf, als Huberts Männlichkeit in sie eindrang." oder "Als Charlotte in Cuthberts Augen sah, durchdrang sie ein elektrischer Schock. Sie wusste, dass ihre Träume sich nun erfüllen und sie noch heute in seinen starken Armen ihre Jungfräulichkeit verlieren würde."

Wie bei Alice im Wunderland geraten die Besucher in allerlei verrückte und seltsame Abenteuer. Männer müssen für den Besuch im "Haus der Löcher" jedoch einen hohen Preis zahlen. Viele verschulden sich, und müssen die unterschiedlichsten Frondienste übernehmen, wie z. B. die Pornosaugboote fahren, die schlechten Porno absaugen.

Ich will euch nicht vorenthalten, dass der üble Pornoschlamm ein Monster gebiert...
"Du bist aus den Orgasmen anderer Leute entstanden, und dennoch hast du offenbar eine Seele."
"Keine besondere, aber es gibt sie", sagte das Pornomonster.
"Und möchtest du aus dem Becken befreit werden?"
"Ja, sehr gern."
"Meinst du, du könntest ein normales Leben führen, wenn du frei wärst?"
"Nein, kein normales", sagte das Pornomonster. "Dafür habe ich zuviele Geschlechtsorgane. Aber ein besseres Leben könnte ich führen. Bei manchen Dingen würde ich gerne helfen. Ich heiße Fickbert."
Es herrschen strenge Regeln im Haus der Löcher. Männer dürfen Frauen nur mit einer "Arschkneiferlizenz", die sie vorzeigen müssen, in den Po kneifen. Bei Regelübertretungen drohen die unterschiedlichsten Strafen von Fingerabhacken, temporärer, reversibler Kastration bis hin zur reversiblen Geschlechtsumwandlung, und es gibt Männer, deren Köpfe temporär vom Körper getrennt wurden, um ihre Schulden zu tilgen. 
 "Ich würde sagen, bei deinem Körper würe für dich der schnellste Weg, deine Schulden abzubezahlen, die freiwillige Kopfabtrennung."
"Was ist das? Das würde ich gerne probieren."
"Überleg`s dir genau. Man wird dir den Kopf entfernen und auf einen Sockel mit Rädern stellen. Kathy wird dich dann herumfahren, deine Plasmabeutel wechseln und dafür sorgen, dass deine elektrischen Impulse alle tadellos funktionieren."
"Und mein Körper?"
"Dein Körper kommt in eins der sechs Kopflosenzimmer."
"Okay, und was passiert da?"
"Dein Körper und eine Frau werden einander kennenlernen."
"Wie das? Mein Körper hat dann doch keinen Kopf."
"Nein. Es sind Frauen, die nicht wollen, dass du einen Kopf hast."
DAS ist doch eine schöne Vorstellung, ein hübscher Männerkörper, der Frau alle Wünsche erfüllt, ohne den lästigen Rest! 

Ach ja, der Arm! Der Arm gehört Dave, er hat ihn im Tausch gegen einen größeren Penis verloren. Mann muss schließlich Prioritäten setzen! Am Ende des Buches erhält Dave von Shandee, der Arm-Finderin, seinen Arm und mittels Vagina-Magie seinen eigenen Penis zurück.

Die Charaktere des Buches sind relativ austauschbar, aber das hat das Porno-Genre nun mal so an sich, dass Körperteile und Geschlechtsorgane wichtiger sind, als Charakter. In diesem quietschbunten Teletubby-Sex-Wunderland geht es ja weniger darum, unseren Intellekt, als unseren Körper zu stimulieren.

Was mir an diesem Buch gut gefallen hat ist, dass es keine Machoperspektive gibt und nur Männer ihren Spaß haben. Im Haus der Löcher begegnen sich Männer und Frauen auf Augenhöhe. Oder vielleicht eher auf Höhe ihrer Geschlechtsorgane... jede und jeder hat Spaß, ist entspannt, genussbereit, willig, höflich und korrekt.

Passenderweise endet der Roman in einem großen, allgemeinen Orgasmus beim öffentlichen Cum-Shot-Festival. Und das geheimnisvolle, silberne Ei vom Anfang des Romans spielt auch noch eine Rolle. Ein wenig mehr Handlung hätte dem Buch vielleicht nicht geschadet, aber das wird meiner Meinung nach durch die absurd-komischen Schilderungen wettgemacht.

Mehr möchte ich hier nicht verraten, holt euch das Buch und habt einen Nachmittag lang Spaß und Vorsicht vor Löchern!

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel.










Donnerstag, 22. Dezember 2011

Dirty Donnerstag - Heute: Freds Thierleben - Die Ferkelette

Sehr verehrte Leserinnen- und Leserschaft,

heute bin ich im Zeichen der Bildung unterwegs.
Unser jüngstes Fred-Mitglied, illumi_nathi hat darum gebeten, etwas über Ferkeletten zu schreiben. Da ich immer darum bemüht und darauf bedacht bin, die Bildungslücken der Jugend von heute zu füllen, komme ich diesem Wunsch selbstverständlich gerne nach.

Nun, wo beginnen wir am besten?
Vielleicht, wie wir im Biologiebuch beginnen würden.

Die gemeine Ferkelette (sus scrofa fredanica) ist eine domestizierte Form des Wildschweins (sus scrofa).

Interessant ist an dieser Spezies, dass sowohl männliche, als auch weibliche Exemplare durchgängig als "Ferkelette" bezeichnet werden, auch wenn Alice Schwarzer als geschlechtsneutrale Form "das Ferkelet" vorschlägt1.

Die Ferkelette findet sich hauptsächlich im mitteleuropäischen Raum, mit einer starken Konzentration in Deutschland. Einzelne Exemplare der Gattung konnten jedoch auch in Österreich und Portugal nachgewiesen werden. Über Ferkeletten auf anderen Kontinenten gibt es derzeit noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Die Ferkelette in der heute bekannten Form wurde erst im ausgehenden letzten Jahrtausend domestiziert2. Es handelt sich in dieser Form also um eine noch relativ junge Spezies.

Schwquiek-Orden
Die Ferkelette tritt zunächst gerne allein auf. Durch bestimmte Lautäußerungen macht die erwachsene Ferkelette auf sich aufmerksam. Der wissenschaftliche Begriff lautet "schwquieken" (zusammengesetzt aus "schweinern" und "quieken") man spricht also von einem "Schwquiek".

Unserer geneigten Leserschaft sei gesagt, dass es sich hierbei keinesfalls um Paarungs- oder Balzrituale handelt. Über das tatsächliche Geschlechtsleben dieser Tiere gibt es leider nur wenige und sehr vage Anhaltspunkte. Man spekuliert, dass sie sich durch Tröpfcheninfektion beim Schwquieken vermehren.

Die Ferkelette ist ein geselliges Tier und fühlt sich am wohlsten unter anderen Ferkeletten.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ferkeletten über ein im Tierreich einmalig großes Repertoire an Lautäußerungen verfügen. Jedoch nutzt ein erwachsenes Ferkelettenweibchen in der Regel nur bestimmte Schwquieke, um andere Ferkeletten auf sich aufmerksam zu machen. Bevorzugt werden alle Äußerungen , die im entferntesten mit Körperflüssigkeiten oder Geschlechtsteilen zu tun haben.

Das Ferkelettenmännchen ist in der Regel weniger kreativ, kann unter Umständen aber in eine Art Rauschzustand geraten, wenn es sich unter vielen Weibchen befindet, welche schwquieken -  man spricht hier von der sogenannten "transzendentalen Schwquiekation".

Das Bewusstsein des Männchens wird hierbei in einen Zustand überführt, der dem nach einem (bei dieser  Spezies noch nachzuweisenden) aktiven Geschlechtsverkehr nicht unähnlich ist: Euphorie gepaart mit Erschlaffungszuständen.

Ferkeletten verfügen über ein fledermausartiges "Radar", welches es ihnen ermöglicht, Schwquieke bereits auf große Distanz sicher erkennen zu können. Vernimmt eine Ferkelette einen solchen Schwquiek, oder etwas, das sich auch nur im entferntesten danach anhört, wird sie sich sofort zum Ort des Schwquieks begeben. Diese rudelartigen Zusammenrottungen können von Minuten über Stunden bis hin zu mehreren Tagen andauern.

Sehr bekannt ist der derzeit 2 x jährlich stattfindende "Globiger Schwquiek". Eine deratig hohe Konzentration der Spezies sucht in Mitteleuropa ihresgleichen.

Die Ferkelette eignet sich nur bedingt als Haustier, kann bei artgerechter Haltung (internetfähiger Rechner und Sofa) sowohl eine beachtliche Schwquiek-Zunahme, als auch ein beachtliches Alter erreichen.

Schwquiek-Tasse
Im Hinblick auf die nahendende Festtage möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, eindringlich bitten, keine Ferkeletten zu verschenken! Verschenken Sie lieber niedliche Stofftiere oder einen Vibrator oder diese hübsche Tasse.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine frohe Schweinacht!

Ihre Doro von my-meerkat und klamottenlabel


Fußnoten:
-------------------------------------------
1) Schwarzer, Alice: Der schweine Unterschied und seine großen Folgen. Ferkeletten über sich, der Beginn einer Befreiung. Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (September 1968)

2) Grzimek, Bernhard: Die Domestizierung von sus scrofa fredanica. Frankh'sche Verlangshandlung, 1951

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Dirty Donnerstag - Einem popkulturhistorischen Phänomen auf der Spur

Niemand weiß genau, wer seine Eltern waren.
Niemand weiß genau, woher er kam.
Niemand weiß genau, warum er enstand.

Niemand weiß genau, wann er gehäkelt wurde.
Niemand weiß genau, wer ihn gehäkelt hat und mit welcher Nadelstärke.
Niemand weiß genau, ob die Wolle kratzig war, ob sie vom Schaf stammte, von Kuh, Hund oder Katze.

Und niemand weiß genau, weshalb er eine Legende wurde:

DER ROTE HÄKELSCHLÜPPI!

Roter Schlüppi von Filzgarten (!!!)
Liebe Leserinnen und Leser, begleiten Sie mich auf einem kleinen Exkurs in die westliche Popkultur und betrachten Sie mit mir einige Zitate und Phänomene im Licht des ROTEN HÄKELSCHLÜPPIS.

Schon Ötzi selig soll ihn getragen haben. Eine Analyse der gefundenen Fäden durch das unabhängige Dr. Best-Institut für Forschung an unerklärlichen Freds (Dr. Best's Independent Institute for the Examination of Inexplicable Freds) ist derzeit noch zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Wir werden Sie an dieser Stelle selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Erste Sichtungen sind aus der Antike überliefert. So war es allgemein üblich, dass die Römer unter ihrer Toga einen Roten Häkelschlüppi trugen.

Zeitgenössische Darstellung
Öffentlich und offen getragen wurden Rote Häkelschlüppis von Gladiatoren in der Arena. Wer einen Kampf gewann, durfte die Häkelschrift des Schlüppis des Besiegten kopieren. Je kunstfertiger ein Gladiatoren-Schlüppi gehäkelt war, desto erfolgreicher war sein Träger in vorangegangenen Kämpfen.

Leider ist nicht eindeutig überliefert, ob die bei Kämpfen gerne eingesetzten wilden Tiere auch Häkelschlüppis trugen, und wie im Fall eines Sieges verfahren wurde.

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen Cäsars letzte Worte "Auch Du, mein Sohn Brutus..." in einem neuen Licht. Erst kürzlich wurden Dokumente entdeckt, die eindeutig belegen, dass Brutus einem verfeindeten Untergrund-Häkelkränzchen angehörte und Cäsar ermordete, um an die geheime Häkelschrift des Kaiserlichen Schlüppis zu kommen.

Cäsar soll die ursprüngliche Häkelschrift einem betrunkenen Druiden abgeluchst haben, den er bei einer Partie Scrabble besiegte. Genaueres finden Sie in Cäsars Werk "Der Gallische Schlüppi".

Den Rest der Geschichte kennen wir: Der Untergang des Römischen Reichs!
Und er begann mit einem Roten Häkelschlüppi.

Das Mittelalter, die Zeit der Hohen Liebe und des Minnesangs war gleichsam auch Blütezeit des Roten Häkelschlüppis. Während ihre Ritter sich auf Kreuzzüge begaben, sich mit anderen Blechdosenbewohnern prügelten, oder in einer Schänke betranken, saßen die alleingelassenen Ehefrauen in ihrer Burg, tranken Latte Macchiato, sahen sich Pornos an, shoppten im Internet und häkelten Schlüppis.

Da Rot sehr teuer war, wurde es doch aus dem Saft gepresster Cochenille-Läuse gewonnen - Sie glauben gar nicht, wie teuer so eine Läusepresse war! - konnte man an der Farbe des Schlüppis die gesellschaftliche Stellung der Frau (oder des Mannes, denn sie häkelten ja nicht nur für sich selbst) erkennen. Weil die hygienischen Zustände im Mittelalter nicht die Besten waren, fiel es auch gar nicht groß auf, wenn einfallsreiche Damen ihre Schlüppis mit Blut färbten. Sie wissen schon... ich muss das nicht weiter ausführen, oder?

Bei Turnieren war es gang und gäbe, dem favorisierten Ritter einen kunstvoll gehäkelten Schlüppi an die Lanze zu binden.

Wenden wir uns einem der bekanntesten Dichter des Mittelalters zu, Walther von der Vogelweide. So erwähnt er in seinem Gedicht "Under der linden" in der 2. Strophe den Roten Häkelschlüppi (hâkelte slûpp).
Ich kam gegangen
zuo der ouwe:
dô was mîn friedel komen ê.
Dâ wart ich empfangen,
hêre frouwe,
daz ich bin saelic iemer mê.
Kuster mich? wol tûsentstunt:
tandaradei,
seht wie rôt mir ist der hâkelte slûpp.  
Begeben wir uns nun weiter, in die Aufklärung und Neuzeit.

Kants wichtigstes Werk
Wie allgemein bekannt ist, war Immanuel Kant dem Häkeln auf geradezu manische Weise verfallen. So schreibt er in seinem Werk "Kritik des reinen Häkelns":
"Häkle den Schlüppi nur nach derjenigen Anleitung, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie eine allgemeine Anleitung werde."
Ein gern analysierter Gegenstand seines wichtigsten Werkes ist die Unterscheidung zwischen dem analytischen und dem synthetischen Schlüppi. Doch ich möchte Sie nicht mit derartigen philosophischen Spitzfindigkeiten langweilen, liebe Leserinnen und Leser!

Hermann Hesse, ebenfalls der Nadel verfallen, schreibt in "Siddhartha ":
"Schlüppis kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht."
Im Director`s Cut von "007 James Bond jagt Dr. No", konnten einige der Zensur zum Opfer gefallene Szenen rekonstruiert werden, in denen der Titelheld auf den Roten Häkelschlüppi Bezug nimmt. So stellt er sich als "James Bond - Häkelschlüppisammler mit Lizenz zum Töten" vor. In dem Film geht es dann auch folgerichtig darum, dass James Bond versuchen muss, Dr. No die weitaus größere Schlüppisammlung streitig zu machen, um einen erneuten Schlüppikrieg zu verhindern.

Es ist leider völlig unverständlich, weshalb diese ungeschnittene Version niemals in die Kinos kam.

Marilyn Monroe sang ursprünglich in"Blondinen bevorzugt" "Schlüppis are a girl's best friend". Bei der späteren Fassung wurden aus "Schlüppis" "Diamonds", da man der Meinung war, dass das amerikanische Publikum eine derartige Liedzeile besser annehmen würde. Sie wissen schon... prüde Amerikaner eben.

Sie sehen, lieber Leserinnen und Leser, dass der Rote Häkelschlüppi ein fester Bestandteil der westlichen Kultur ist, sozusagen eine Art Leitkulturschlüppi.

Was hat es nun auf sich mit dem Roten Häkelschlüppi?
Wie können wir dieses Phänomen fassen?
Weshalb schlägt es Menschen in seinen Bann?
Lässt sie unsägliche Verbrechen begehen, ja Kriege auslösen?

Man möchte ihn besitzen, haben, unterwerfen... Der Rote Häkelschlüppi ist die Verherrlichung des Häkelns, der E-ROT-ik, eine Morgenröte der ewigen Verlockung und eine Bedrohung zugleich. Sein Rot lässt uns erschauern, wohlig und begehrlich zugleich.

Schlüppi im Trend
Doch dann kam jenes fatale Jahr 2009.
Eine Gruppe Unerschrockener nähert sich dem Phänomen, eignet es sich an, zieht es ins Lächerliche.

Die Macht des Roten Schlüppis scheint gebrochen. Er wird zum Gegenstand von Gespöt, Hohngelächter, zum Symbol sexueller Verwahrlosung (Ferkeletten!) und Geschmacklosigkeit.

Verniedlicht, verharmlost, unschuldig gemacht, wird der Rote Häkelschlüppi zum Trend für Millionen (siehe nebenstehende Abbildung)!

Aber, meine hochverehrten Leserinnen und Leser, sollten wir nicht besser die Augen offen halten?

Sind dies nicht eher die ersten Anzeichen einer beginnenden Weltherrschaft unter dem Roten Häkelschlüppi?
Elend und Verwahrlosung?
Niveaverlust und Sittenverfall?
Tätowierungen im Steißbereich und String-Tangas?

Denken Sie nur mal an den Kommunismus, der im Zeichen des Roten Häkelschlüppis stand! Nicht auszudenken, wenn sich das wiederholt!
Welche Seuchen und Pestilenzen wird der Rote Häkelschlüppi über die Menschheit bringen? Und - noch wichtiger - wird es den Unerschrockenen gelingen, ihn komplett zu unterwerfen?

Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn die Parole heißt "Porno am Donnerstag - aber bitte mit Nivea!"

Eure Doro - Fred-Kulturbeauftragte von my-meerkat und klamottenlabel.

Donnerstag, 24. November 2011

Dirty Donnerstag - Aktenzeichen XY ungelöst - Unbekannte verdirbt Wien

Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, wir danken Ihnen, dass Sie auch heute wieder unsere Sendung einschalten und aktiv mithelfen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wie Sie sicherlich wissen, ist der Mensch als solcher schlecht und verdorben. Aufgrund aktueller, schockierender Ereignisse von derzeit noch unbekannter Tragweite, schalten wir nun live nach Wien zu unserem Kollegen Peter Niedetzky*.

Guten Abend Wien! Herr Niedetzky, was ist Ihnen über die grausigen Vorgänge im 2. Wiener Bezirk bekannt?


Guten Abend Herr Zimmermann, letzten Sonntag wurden größere Menschenansammlungen gesichtet, die sich wie ferngesteuert in Richtung des 2. Wiener Bezirks bewegten. Wie wir aus sicherer Quelle wissen, wurde am fraglichen Ort - es handelt sich um ein Hotel der Meininger Gruppe - unter dem Deckmäntelchen eines "Designmarkts" zu maßlosem Konsum aufgefordert.
Beim Drahtzieher soll es sich um einen deutschen Konzern namens Dawanda handeln.

keinachtskarten
Wie uns aus ebenfalls sicherer Quelle bekannt ist, war der Markt ein Vorwand, Dinge pornografischer Natur zu verkaufen! Unter schwierigsten Bedinungen gelang es uns, einen Undercoveragenten in das Gebäude und speziell in Zimmer 505 zu schleusen.

Herr Zimmermann, die Zustände dort lagen jenseits menschlichen Vorstellungsvermögens! *zu hyperventilieren beginnt*

Unser Agent fand im fraglichen Raum eine Ansammlung obszöner Gummi(!)waren vor, die dort zum freien Verkehr... äh Verzehr angeboten wurden (lutschen!). Diese Gummiwaren wurden insbesondere den Wienerinnen von einer im Raum anwesenden, unbekannten Person mit dem Hinweis angeboten, es handle sich dabei um eine Süßigkeit "speziell für die Damen".

Obszöne Gummiwaren!
Welche Dame nimmt bittschön so etwas in den Mund?  *zu schwitzen beginnt*


Während sich der vordere Teil des Raums noch den Anstrich von Kultur gab, räkelten sich Pornohüllen in allen Schattierungen lasziv auf dem Bett.

Zwischen Plüsch und Lichterketten konnten wir weitere Bückwaren sicherstellen: Tassen mit frauenfeindlichen Aufforderungen, wie "schluck, du luder" oder "blasen, baby, blasen"!

Schweinkram von klamottenlabel
Im hinteren Teil des Raumes, direkt am Fenster und somit auch für die Öffentlichkeit auf der Straße sichtbar, hingen die abgebildeten abscheulichen Karten, deren Botschaft an Plumpheit kaum zu überbieten ist.

"Reiß mich auf!" - welche moralisch integere Frau hängt sich so etwas ans Revers??

Nach diesen Vorgängen wird Wien nie wieder so sein, wie es war!
Ich gebe zurück ins Studio zu Herrn Zimmermann!  
*sich Schweiß von der Stirn wischt*

Geschenkanhänger von klamottenlabel
Sehr verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, es handelt sich hier in der Tat um abscheuliche Vorgänge, um deren Aufklärung wir ernsthaft bemüht sind! Derzeit ist unklar, ob es sich bei der Person in Zimmer 505 tatsächlich um die Urheberin der Produkte handelt, oder um eine ukrainische Prostituierte mit gefälschten Papieren und übergroßen Silikonimplantaten.
Wir bitten um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung und wünschen Ihnen eine gute Nacht.


Naja, eigentlich war es dann doch ganz anders.
Freitagabend machte ich mich mit Sack und Pack auf den Weg nach Karlsruhe zu Parthena und ihrer Familie. Samstag um 4.30 klingelte der Wecker und wir schlurften alle mehr oder weniger ausgeruht in die Küche, um dort einen Kaffee zu trinken und uns gegenseitig zu motivieren, in einer sprichwörtlichen Nacht- und Nebelaktion den Clio mit uns und unseren Waren vollzustopfen.

Um 5.45 ging es los Richtung Wien. Der Nebel des Grauens lichtete sich leider nur kurz auf der Höhe von Heilbronn, wo dann endlich die Sonne aufging. Wir hatten uns eigentlich drauf gefreut, etwas von der Landschaft zu sehen, aber es war nur grau und feucht, vor allem der Bayerische Wald hüllte sich in den weißen Neger Wumbaba.

Um 3 Minuten vor 14 Uhr schlugen  wir im Hotel in Wien ein und fanden erstaunlicherweise direkt vor dem Hotel Meininger Franz einen Parkplatz. Parkplätze sind in Wien heiß umkämpfte Mangelware.
Zum Thema Parken erzähle ich Euch später noch was Lustiges.

Die Pornoplüschecke!
Wir haben unser Gepäck schnell in das andere Hotel - das Sissi - gebracht.
Warum das?
Nun, im Franz konnten wir die Nacht nicht verbringen, denn die Zimmer dort sollten am Sonntag Verkaufsräume werden.

Vom Sissi also schnell wieder zurück ins Franz geflitzt, denn um 15 Uhr mussten wir dort einchecken. Son vom Dawanda-Team begrüßte uns und drückte jedem ein Promopaket (fast hätte ich Pornopaket geschrieben...) mit Lovebooks und Stoffbeuteln in die Hand.  Dann ging es ab ins Zimmer, losdekorieren.

ackademiecker-Taschen
Ich war recht flott fertig, bei Parthena sah es dagegen anders aus.... drölfmillionen Schmuckstücke mussten ausgepackt und präsentiert werden... Vor allem Herr Hauself mühte sich stundenlang mit der Bestückung der Ohrringständer. Anstatt mich zu langweilen, habe ich kurzerhand mit angepackt und wir hatten einigen Spaß zusammen.

Um 19 Uhr begann der erste offizielle Programmpunkt mit Umtrunk, Buffett, Ansprachen u. a. von Claudia Helming und einem Vertreter des Hotels, der uns drauf hinwies, dass wir die Wände nicht bekritzeln, benageln, bekleben oder bebohren sollen.

Wie schade! Ich hatte extra meine Bohrmaschine mitgebracht, um dekorative Lochmuster in die jungfräuliche (lechz!) Wand zu bohren (sabber!).

Am Sonntagmorgen mussten wir fix im Sissi auschecken, denn um 9.45 Uhr spätestens sollten wir in unseren Zimmern parat stehen. Um kurz nach 10 Uhr hatte ich schon die ersten Kunden.

Einige lustige Highlights waren eine sehr vertrocknet aussehende Dame, die begierig einen der Fruchtgummipimmel in den Mund schob. Ich fragte mich, wie lange sie schon keinen echten mehr... öhm... räusper...

Eine weitere Dame fragte mich, ob ich schon negative Reaktionen auf meine Buchhüllen und Tassen bekommen hätte. Eigentlich nur eine, als jemand im rausgehen meinte, sie fände die Tassen "bäh".

Pornotassen
Ein junger Mann schlug beherzt zu und kaufte gleich zwei für seine Küche, nachdem ich ihn darauf hinwies, dass das Porto nach Österreich 9,50 € beträgt. Viele junge Frauen äußerten sich begeistert über alles, was auch nur etwas nach Porno roch.

Natürlich entdeckten die Kinder zielsicher die aufgestellten Kundenfallen mit dem Gummizeugs. Einem Kind konnte ich gerade noch unschuldige Gummibären unterjubeln, bevor es sich einen Pimmel in den Mund schieben konnte... niemand soll mir nachsagen, ich würde Kinder verderben!

Gegen nachmittag machten zwei ältere Damen die Runde in meinem Zimmer und fragten, ob ich das alles selbst erfunden und gemacht hätte. Die eine meinte dann zu mir "Also wissens, da ist noch eine Andere mit so Sachen, aber diese deftigen Sprüche, die gfalln mir besser!"

Um 18 Uhr war ich dann todmüde, meine Zunge klebte am Gaumen und ich hatte Hunger.
Wir hatten zwar ein Lunchpaket bekommen, aber - und das ist mein einziger Kritikpunkt - an Vegetarier wurde nicht wirklich gedacht.

Der Abend klang dann in der Lobby mit Speis und Trank aus, Parthena, Hasenfratze, ihre jeweiligen Begleiter und ich versuchten, an der Bar noch ein anständiges Getränk zu ordern, was sich als etwas schwierig entpuppte.

Und jetzt zum parken: Ab 9 Uhr am Montag werden die Parkplätze vor dem Hotel in eine Kurzzeitparkzone umgewandelt. Das wussten wir nur, weil wir gefragt hatten, ob man dort stehenbleiben darf, Schilder gab es keine.
Nun, Kurzzeitparker heißt, dass wir ein Parktickt brauchen.
Als Deutscher kennt man die Parkautomaten, die an solchen Stellen stehen... aber in Wien... muss man so etwas im "Traffik" kaufen.

Ich bin also losgezogen, um so einen Laden zu finden. Der "Traffik" ist das, was wir als Zeitschriften- und Tabakladen bezeichnen würden. Im Laden angekommen wurde meine schüchterne Frage, ob man dort ein solches Ticket kaufen könnte, bejaht und ich bekam einen ziemlich großen, blauen Zettel in die Hand gedrückt. Auf dem Zettel hinten steht eine Anleitung, wie man das nun auszufüllen hat. Man muss Tag, Monat und Uhrzeit des Parkbeginns ankreuzen und den Zettel sichtbar im Auto auslegen, das fanden wir echt lustig, vor allem die ellenlange Gebrauchsanweisung.

Ich liebe ja diese sprachlichen Besonderheiten, wie die Monatsnamen "Jänner" und "Feber" für Januar und Februar, oder "wir sperren zu" anstatt "wir schließen", oder "wir übersiedeln", statt "wir ziehen um".

Pornokiste
Schön war`s, anstrengend war`s und Spaß hat`s gemacht!
Das war also Wien, je ne regrette rien :-D

Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt "Parole Porno am Donnerstag!" Ach ja, und nächste Motorradsaison fahre ich auf jeden Fall nochmal nach Wien, aber diesmal, um die Stadt anzuschauen.


Eure Doro von klamottenlabel und my-meerkat

*Für die Jüngeren unter Euch: Eduard Zimmermann, Peter Niedetzky und Konrad Töns waren Korrespondenten für bzw. Moderatoren der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst", in der es um die Aufklärung ungelöster Verbrechen mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung ging.

Donnerstag, 17. November 2011

DIRTY DONNERSTAG: Loving out Loud (Button-Set)

„Es gibt keinen Spruch, den man nicht verferkeln kann, egal, wie unschuldig er ist“. Das ist keine alte Ferkelweisheit, sondern eine Tatsache, die im Fred schon zu genügend bewiesen wurde…


Was hätten wir denn da im Angebot… Aha, „LOL - laughing out loud“, der virtuelle Kommunikationsspruch par Excellence… Machen wir doch einfach „LOL - loving out loud“ daraus! Prima.





Toll finden vor allem Teenager und Halbwüchsige diese verferkelte Umwidmung einer unschuldigen Aussage. So auch auf meinem letzten Markt, wo ich mit der Frau Bäss ein Brett vorm Kopf hatte (Beweisfoto beiliegend) und fleißig Buttons und Siebdrucktextilien an Mann, Frau und Teenager brachte.

Ein junger Mann, schätzungsweise Inhaber seines ersten frisch gesprossenen Härchens im Intimbereich, in Begleitung seines Vaters näherte sich meinem Stand. Ich guckte verschmitzt zu, wie das Einhaarküken das Dilemma „DAS Buttonset hätte ich sooooooooooo gerne, aber Papa findet das bestimmt doof“ auf der Stirn geschrieben hatte. Und tatsächlich: der dominante Elternvertreter brauchte nur abfällig „dafür bist du doch noch zu jung“ zu raunzen und schon zog der Jüngling sein Härchen ein…

Aaaaber… Teenies sind (zum Glück) widerspenstig und in der nächsten halben Stunde spross diesem tapferen Held wohl das zweite Härchen… Er kam ohne väterliche Begleitung nochmal an meinen Tisch, kramte in seinem Taschengeldbeutel nach den passenden Moneten, nahm die Beute eilig in Empfang und stapfte tapfer ob seines Heldentats davon…

Vor kurzem erzählte ich diese Anekdote (zwar in einer kundenfreundliche Version) einer Kundin, die fragte, ob ich diesen Button nicht auch als harmlose Variante anfertigen könnte, denn ihre Tochter sei erst 15. Kein Problem. So gemacht, so getan. Ich staunte aber nicht schlecht als dann noch ein P.S. zur Bestellung für einen Wunschbutton dazu kam: Fick und Fertig…

Ich nehme mal GANZ stark an, dass dieser Button NICHT für das Töchterlein bestimmt war…

LOL (Abkürzung wird nicht erläutert… hehe…)

Eure Cherry


Donnerstag, 10. November 2011

Dirty Donnerstag - Der Porno am Donnerstag

Meine liebe Vorschreiberin, Frau Oberferkelette cherry_bomb/kirschblueten-tsunami hat diesen feucht-fröhlichen Teil des Blogs ja bereits kürzlich eröffnet. 

Liebe Frau Kirsche, darf ich Sie dran erinneren, dass SIE den Ferkelettenorden in IHREM Shop haben, nicht ICH in meinem???
Na???
Welche Schlüsse dürfen wir daraus ziehen?!? 

Mit dem fortschreitenden Verfall des Jahres wird es nun deutlich früher dunkel und die Menschheit tendiert dazu, sich tierhaft-rudelartig aneinander zu kuscheln und Körperflüssigkeiten, wie z. B. leckere Schnupfenbazillen miteinander auszutauschen.

Sei es nun im Öffentlichen Nahverkehr (ein Schelm, wer böses denkt...), oder zuhause auf dem Sofa mit Frau-Mann-Kind-Hund-Hauskatze. 

Buchhülle von klamottenlabel
 Als bekennender Teilzeitsingle verbringe ich in meinem Bett nicht nur Kuschel- sondern auch der literarischen Hochkultur huldigende Lesestunden, z. B. mit der Lektüre der "Geschichte der O." oder "Venus im Pelz", diese werden selbstverständlich in eine Pornohülle gewandet.
 Denn drin ist, was drauf steht!
Ich bin ein ehrlicher Mensch, ich habe nichts zu verstecken. Vielleicht. Und wer liest schon Rosamunde Pilcher?

Nun, was liegt also näher, als eine stilvolle Beleuchtung im Schlafzimmer für die Zeiten zu etablieren, in denen Frau nicht allein ist! 

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass die Idee gar nicht auf meinem Mist gewachsen ist, sondern aus einem Chat mit Herrn H. aus K. stammt.

Herr H. bezeichnete dort die weitgehend weibliche Geschmacksverirrung des A....-Geweihs als "nachttiSCHLAMPENmäßig", vor allem in Verpaarung mit dem Ritzelputzer, auch String-Tanga genannt. 

Als ich da neulich so an meinem Plotter stand, sprang mich die Idee zur nachttiSCHLAMPE hinterrücks an und wollte sofort umgesetzt werden. 
Aber erstmal musste ich grinsen. 
Dann folgte das Experimentieren mit verschiedenen Schriftgrößen und Umbrüchen, bis die Botschaft eindeutig rüberkam. 

NACHTTISCHLAMPE von klamottenlabel
Schnell den Stoff zugeschnitten, geplottet, gepresst, genäht, auf die Lampe gezogen, FERTIG!
Ich denke gerade über weitere Versionen mit Plüsch- und Federbesatz nach.
Der Pornoversion eben.

Falls Sie da draußen an den Rechnern noch ungefähr 5 Jahre warten möchten, zu meinem 50. Geburtstag werde ich mit meiner Punkband "Pornoplüsch" (Motto: "Wir besorgen`s Dir richtig!") auf Welttournee gehen.

Bis dahin habe ich gelernt, wie man eine Gitarre hält, singen kann ich sowieso nicht, das muss reichen.

Falls hier Männer mitlesen: die gutaussehenden möchten sich bitte bei mir melden, ich brauch noch Einheizer für das Publikum! Die anderen dürfen nach dem Konzert aufräumen.

Kaum war das für den Schweinkram zuständige Areal meines Hirns aktiviert, flutschten die Ideen nur so, wie das Gleitgel aus der Tube. Ich weiß auch nicht, aber Sex verkauft sich nicht nur gut, er inspiriert auch. Mich zumindest.

 Nein, ich möchte an dieser Stelle nicht in einen Diskurs darüber abschweifen, dass alle Kunst entweder durch Religion oder Sex inspiriert wurde. Das machen wir ein anderes Mal, vielleicht am noch festzulegenden "Tag der Fredkultur".

Kehren wir zurück zum Thema, nämlich zum Frühstück danach.

Weiße Tasse von klamottenlabel
Rauchen ist bekanntlich ungesund, ich bin bekennende Gesundheitsfanatikerin, deshalb gibt es bei mir das Frühstück danach und nicht die Zigarette. Also direkt danach gibt es nichts. Mich. Vielleicht.

Nach einer heißen Nacht braucht Frau und der dazugehörige Mann (also meiner auf jeden Fall, der ist dann völlig geschwächt *angeb*) ein anständiges Frühstück. Sport macht bekanntermaßen hungrig, auch wenn er in der Horizontalen stattfindet.
Der Kaffee oder Tee ist zu heiß??? Dann hilft nur eins...

Natürlich kannst Du die Tasse auch für Deinen Adventskaffee oder -tee mit Freundinnen und Freunden verwenden.

Einen Serviervorschlag findest Du hier, die Ausstechförmchen gibt`s beim Erotikshop Deines Vertrauens.



Lasst`s Euch schmecken und denkt dran, wenn`s zu heiß wird... hilft blasen!

Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel 

P.S: Demnächst berichte ich quasi live aus Wien vom Dawanda-Designmarkt im Hotel Meininger. Schalten Sie also auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt "Parole Porno am Dirty Donnerstag." Oder so.