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Sonntag, 22. Dezember 2013

...vom Schenken

Schenken
Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)
 
 
 Wie im letzten Jahr, fange ich mit meinem Lieblingsdichter an. Das sind aber auch die Worte, die mir des öfteren  in den Sinn kommen.
 
Zum Beispiel, als diese Säcke auf dem Hof lagen.
 

ein geheimnisvoller Sack mitten auf den Hof geworfen
 
Oh ein Geschenk!
 
Leider macht sich beim Öffnen Ernüchterung breit.


schmutzige stinkige Schafwolle!
Sicher bin ich die Filzerin in dieser Gegend.
 
Sicher arbeite ich mit Schafwolle----
 
Was die Menschen, die sich Schafe anschaffen aber nicht wissen, ist die Arbeit, die sie mir mit ihrem geschenk auf den Hof warfen. Weil sie ihre Wolle nicht wegwerfen wollen und Die kann doch froh sein, wenn man ihr die Wolle schenkt---
 
Aha--
 
nun, dann schau doch mal her:
 

hier wasche ich die Wolle ca 10x ein reines Vergnügen????
 
 
die gewaschene Wolle wird zum Trocknen ausgelegt und immer wieder gewendet

hoffentlich spielt das Wetter mit----die Wolle trocknet sehr sehr langsam

die trockene saubere Wolle noch ungekämmt reicht diesmal für meine Zwecke


 
Zu Guter Letzt hab ich doch aus der Wolle ein feines Geschenk gemacht---fürs Prinzesschen Sauerkrauthaar---zu Weihnachten.

hier ist die Wolle als Mähne und im Inneren des Pferdchen und macht nun doch noch jemanden eine Freude----vielleicht-----
Eines das ein wenig ist wie ich; Fröhlich, dick und eigenwillig----
 
Das hätte dem alten Ringelnatz gefallen.
 
Ich wünsche euch Geschenke, die euch Freude bereiten und eine schöne Weihnachtszeit,

eure Kalle

Sonntag, 15. Dezember 2013

Zeit für Engel

Gestern sagte jemand zu mir: Sie sind ein Engel.


Engel



Das war sehr lieb gemeint.

Und  in diesem Jahr hatte ich das schon einmal gehört. Als die Flut gerade vorbei war und ich Geschenke von euch verteilen durfte, die ihr so lieb für die Kinder,  die alles verloren hatten und für die Traumatisierten Kinder gepackt hattet, da wurde mir des Öfteren gesagt, dass müssen Engel sein, die fremden Kindern so schöne Dinge von Herzen schenken.





Oft denke ich daran---und nun, nun wurde ich zum Engel---für Hans. Hans hat 16 Schafe und muss aber unter der Woche weit weg fahren zum arbeiten. Nun ist derjenige im Krankenhaus, der die Schafe bisher versorgte. Ich kannte Hanse nicht, nur flüchtig von einem Fest, auf dem wir ins Gespräch kamen. Hans fuhr also auf unseren Hof und fragte ob wir helfen könnten...und sicher ging mir so ein Morgen mit Ofen heizen, Kind anziehen und in den Kindergarten schaffen, Tiere versorgen und mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren durch den Kopf und doch sagte ich nun noch spontan zu, die Schafe, die zwei Dörfer weiter im Offenstall leben, zu versorgen.






Daraufhin nannte mich Hans einen Engel und sich selbst den glücklichsten Menschen auf der Welt.

Ich aber habe noch darüber nachgedacht und so wie ich Hans kennenlernte wird Hans, wenn jemand ihn braucht, auch für ihn ein Engel sein, und derjenige wird vielleicht auch für jemanden aus Dankbarkeit etwas Gutes tun und diese Welle wird weitergehen und wird euch erreichen, Ihr lieben Engel von der Flut.


Ich wünsche euch einen schönen dritten Advent und jedem von euch einen Engel an der Seite, der euch lieb geleite---


eure Kalle von Kallejasper und lieblingspuppen