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Donnerstag, 17. Mai 2012

Hochzeitsnachschlag am Dirty Donnerstag - Heute geht's um die Wurscht

Zu jeder Hochzeit gehört eine anständige Feier und ein schöner Junggesellinnenabschied.

Naja, seien wir ehrlich, Kalle hat sich diese Art Abschied erspart und ist gleich zur Trauung übergegangen. Zumindest ist mir von einem Jungesellinnenabend nichts bekannt, aber vielleicht hatte Kalle ja heimlich gefeiert. Ich persönlich hätte gerne ein paar (k)nackige Poledancer gehabt, die für uns an der Stange vom Zirkuszelt tanzen. Aber man kann ja nicht alles haben. Bevor es aufs Standesamt ging, wurde ein äußerst leckerer Kartoffelsalat mit Würstchen kredenzt, damit die von Emotionen geschüttelten Brautleute und deren Familie nicht der Standesbeamtin in die Arme kippen.

Das Würstchen als solches ist in seiner Eigenschaft länglich, dünn, fest, aber dennoch elastisch. Es ist umgeben von schmeichelzarter Haut und prall gefüllt. Wenn man es in die Hand nimmt, wippt es leicht, bevor es seinem Bestimmungsort zugeführt wird. Kühl und unnahbar in der Wursttheke, entfaltet es sein Temperament erst richtig, nachdem es erhitzt wurde.

Gerne erscheint das Würstchen in Begleitung von scharfmachendem Schmiermittel. Mancher stippt das Würstchen in den Senf (oder was dachten Sie??), um es sich danach lustvoll in den Mund zu stopfen. Lasziv rollt das Würstchen auf dem Teller hin und her, es wird gestochen, benagt und geschnitten. Es wird immer kleiner und kleiner, bis es schließlich komplett verschwunden ist. Sein Daseinszweck ist erfüllt, es hat uns befriedigt.

Die Bayern tun sich übrigens damit hervor, dass sie ihre Weißwürste auslutschen.
Jaja, die Bayern, das ursprüngliche Volk mit Freude an oraler Befriedigung.
An Würsten lutschen, also normal ist das nicht.

Wo waren wir?
Ach ja.
Die Würstchen von Kalle.
Was ganz nebenbei ein hervorragender Musiktitel wäre.
Ich meine, wenn es die Glocken von Rom gibt, dann kann es auch die Würstchen von Kalle geben.

Die übrigen Würstchen erfreuten sich später noch ungebrochener Beliebtheit bei den Fredissimas. Sie wippten und schlenkerten, sie wurden benagt, gestochen, geschnitten und vielleicht wurde an ihnen gesaugt. Aber plötzlich, mitten in all dem kauen und schmatzen... wurde innegehalten.

Was ist denn DAS?

Die Diva, eine normalerweise moralisch tadellose und anständige Person mit geradezu blütenweiß-unschuldiger Fantasie, hatte just dieses Würstchen zielsicher aus dem kollektiven Wurstkessel geschnappt. Eine fleischgewordene Perversion! Tapfer und beherzt schob sie sich dieses unanständige Gebilde mit geschlossenen Augen in den Mund, kaute, schluckte und weg war's. Ich denke, dass sie uns vor diesem unmoralischen Anblick bewahren wollte.

Kunst an der Wurst - Objekt einer unbekannten Metzgershand
War dies das Werk einer kreativen Metzgerin?
Eine Hochzeitswurst?
Oder wurde es für andere Zwecke (das Ausmalen derselben überlasse ich dem geneigten Blogleser) entworfen?
War es gar kein Würstchen, sondern die fleischgewordene Personifikation der Tanzmöhre?
Eine Laune der Natur?
Eine genetische Mutation?

Wir werden es nie erfahren, denn das fragliche Wurstobjekt ist nun auf alle Zeit verschollen.
Der Vergessenheit anheim geben möchten wir es indes nicht.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht haben Sie ja auch so ein Würstchen zuhause oder Sie wissen, von welcher kunstfertigen Metzgershand es gefertigt wurde.
Dann schreiben Sie uns!
Schicken Sie uns Bilder Ihrer Hochzeitswurst!
Wir werden die Bilder hier veröffentlichen, denn wahre Kunst verdient es, gesehen zu werden.
Vielleicht.

Haltet Eure Würstchen warm sagt
Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel