Eigentlich sollte ich mir auch so ein Schloss kaufen, denn sie wird immer in meinem Herzen bleiben.
Sie - das ist mein erstes Motorrad, eine Honda CBF 500.
Mir ihr war ich am letzten Freitag nach der Arbeit nochmal auf Tour, denn mein anderes Motorrad - Conchita, die Africa Twin - wartete gerade auf einen neuen Schuh für vorne und war nicht wirklich einsatzbereit. Da schon feststand, dass ich mich diese Saison von der CBF trennen würde, wollte ich ihr noch einmal Auslauf gönnen und sehen, ob alles in Ordnung ist mit ihr.
Ich glaube, dass es denen von Euch, die nicht Motorrad fahren und sich auch nicht vorstellen können, was
| Die CBF auf einer der letzten Touren... |
Als ich vor 4 Jahren mit dem Führerschein anfing, dachte ich mir auch, dass das alles bestimmt Quatsch und Hype ist, von wegen "Motorradfeeling", "Freiheit", "Abenteuer" und vor allem der ganze Kult um das eigene Moped, die Benzingeschichten und all das.
Als ich die CBF damals im Juli 2011 gekauft habe und damit zum ersten Mal alleine von Rastatt nach Freiburg fuhr, fühlte es sich auch noch nicht so an. Aber nach ein paar Wochen sah das schon anders aus.
| Der erste gemeinsame Urlaub... |
Man wird eins, ein Team mit seiner Maschine, man spricht mit ihr, man putzt und pflegt sie, man liebt sie, man
| Gemeinsam reiten wir in die Sonne... |
Nach meiner ersten Saison hatte ich Tränen in den Augen, als die CBF in der Garage verschwand, zugleich habe ich ihr und mir geschworen, baldmöglichst das Saisonkennzeichen abzuschaffen.
Alles das ist jetzt Geschichte, zumindest mit meiner CBF.
Auf der vorletzten Tour durfte sie nochmal an den Bodensee zum Frühlingsritual (Amarena-Eisbecher in Konstanz) und abends die Hausstrecke den Thurner runter nach St. Peter.
Einen besonders schönen Sonnenuntergang haben wir auch noch spendiert bekommen. Das ist jetzt Vergangenheit. Bye-bye, kleine CBF, mach es gut!
Es winkt mit einer Träne im Knopfloch - Eure Doro von my-meerkat und klamottenlabel