Frühlingsbanner Cherry

Frühlingsbanner Cherry

Samstag, 26. November 2011

Ich bin Schuld!

Ja es stimmt es ist meine Schuld.
Es fällt mir schwer es zu geben zu müssen, aber es ist wirklich meine Schuld. Wie es herausgekommen ist, weiß ich nicht. Aber es ist meine Schuld, wenn bei den Fredissimas die Post wegkommt, wenn Kooperationen, zum Beispiel zwischen cherry und Nähbär, nicht mehr so laufen können, weil Päckchen verschwinden und wenn Pakete lieblos vor fremden Türen ausgesetzt werden. All dies ist meine Schuld.

Um euch das zu erklären, wie das kam, muss ich aber weiter ausholen.

Meine Kindheit verlebte ich in einer Arbeitersiedlung mit kleinen, ja winzigen Reihenhäuschen. In unserer Straße wohnten viele Kinder, in allen Größen und in jedem Alter. Dadurch verbrachten wir die meiste Zeit auf der Straße, Autos fuhren kaum und den Bus hörten wir schon von Weitem. Das tolle daran war, dass immer irgend jemand Zeit zum Spielen hatte. Nur im Sommer wurde es manchmal knapp. Dann fuhren sie in Ferienlager, mit den Eltern weg, oder zu den Großeltern aufs Land.

Das war so ein Sommer. Mein Sommer mit Britta.
Britta wohnte auch in meiner Straße ein paar Häuser weiter unten. Wir waren zwei kleine Mädchen mit selbst geschnittenen Kurzhaarfrisuren, aufgeschlagenen Knien und mit der Kleidung unserer größeren Geschwister, die wir auftragen durften....
In unseren Häusern war in der Haustür ein Zeitungsschlitz und dieses klappern der Klappe und das rascheln der Zeitung, wenn sie zu Boden fällt, waren Geräusche, die ich nie vergessen werde. Neben der Haustür führte gleich eine steile Treppe in die nächste Etage. Auf dieser Treppe saß ich gern und wartete auf die Zeitung...
In diesem Sommer frühstückten Britta und ich oft miteinander, unsere Eltern waren früh aus dem Haus zur Arbeit gegangen. Wir saßen nun nach den Frühstück auf der Treppe und warteten auf die Zeitungsfrau. Frau Hurtig kam immer mit dem Rad. Sie stellte es an unseren Birnenbaum vorm Haus und trampelte die zwei Stufen hoch, Klappe auf, Zeitung rein und in diesem Moment fasste ich zu. Frau Hurtig hing aber noch an der andreren Seite der Zeitung und hat sich mächtig erschrocken. Laut fluchend, radelte sie die Straße runter. Wir wälzten uns auf dem Boden vor Lachen...




Am nächsten Morgen warteten wir sehnsüchtig auf Frau Hurtig. Ganz gespannt lauschten wir den Geräuschen, da das Rad, Klappe beim Nachbar, jetzt nähern sich die Schritte, Klappe geht auf, wutsch zugrabschen und laut bellen----hahahahaha wir taten so, als ob ein Hund im Haus wohnt...Frau Hurtig fluchte .....
Jeden Tag haben wir dieses Spiel perfektioniert.






Bis der Samstag kam. Am Samstag waren unsere Eltern zu Hause und am Samstag kam Frau Hurtig Zeitungsgeld kassieren. Sie klingelte. Mein Vater öffnete die Tür. Frau Hurtig schielte suchend umher. Und als sie das geforderte Geld hatte, schon die zwei Stufen hinab gestiegen war, explodierte sie---"Wenn Ihr Köter noch einmal in meine Zeitung beisst, dann schmeiss ich sie ab da an vor die Tür!"

Mein Vater völlig verduzt brüllte zurück:" Sind Sie jetzt völlig übergeschnappt? Wir haben keinen Hund! Und wenn , dann würde ich den jetzt auf Sie loslassen , Sie!"

Die ganze Straße hörte mit, Schadenfroh ein wenig, und da alle wußten, dass wir keinen Hund hatten, galt Frau Hurtig seit dem als meschugge---nun ja

Ich weiß, das war nicht fair---aber wir hatten so einen Spaß---


Ich entschuldige mich jetzt hier offiziell bei Frau Hurtig, bei allen Götterboten, bei Postfrauen und Postmännern und werde meinem Ganter und meiner Dogge sagen, dass sie nicht so doll spielen sollen---

Und nun liebe Postboten, jetzt könnt ihr aber die Post die extra für euch mit schönen Stempeln von Andiva oder kritzel versehen ist, damit ihr was zu lächeln habt in eurem schwierigem Alltag, die könnt ihr doch jetzt besonders gut behandeln. Schnell und zuverlässig und pünktlich---die kommt nämlich immer von den Fredissimas.


Eure Kalle

Kommentare:

  1. Schöne Geschichte, Kalle, sehr schön geschrieben!!!

    AntwortenLöschen
  2. Ein netter Einblick in deine Kindertage, und - bei mir ist gerade ein Päckchen verschwunden - Kalle???!!!

    AntwortenLöschen
  3. Erzähl`mehr aus deinen Kindertagen, bütteeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!

    AntwortenLöschen
  4. Kalle, kannst DU schööön erzählen
    ...und bist nicht SCHULD ;-))) *ichmirdaganzsicherbin...tätschel*

    Die Welt ist wie Brei.
    Zieht man den Löffel heraus, und wär's der größte, gleich klappt die Geschichte wieder zusammen, als ob gar nichts passiert wäre...
    Wilhelm Busch

    AntwortenLöschen
  5. Sehr schöne Geschichte! Ich bring nachher ein Päckchen weg, nicht dass mir das verschwindet ;-)))

    AntwortenLöschen
  6. :))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

    AntwortenLöschen
  7. Toll geschrieben...macht Lust auf mehr Einblicke in Deine Kindheit..! ;-)))

    AntwortenLöschen
  8. mehr, ich will mehr hören, das sind so schöne kindheitserinnerungen.. ich liebe das!

    AntwortenLöschen
  9. gröööööööööööööööööööööööööööhl

    AntwortenLöschen
  10. luft....luft...luuuuuuuhhuuuuufft????
    ich kann nicht mehr. sehr schön geschrieben, auch wenn ich es schon Kante *hehe* habe ich fast tränen gelacht....und mal jetz mal im ernst: SHAME ON YOU! ;)

    AntwortenLöschen
  11. Und was lernen wir daraus?
    Niemand von uns ist Postzusteller geworden, weil wir eindeutig zuviel Humor haben! ☺

    AntwortenLöschen
  12. Ich kann mir die Geschichte gerade so schön bildlich vorstellen. Kalle ....

    AntwortenLöschen

Wer schreibt, bleibt!